Auf einen Blick


Pressemitteilung

284/2014/34/C
München, den 29. September 2014

Durchschnittliche Kartoffelernte in Bayern

Hoher Hektarertrag, aber Anbaufläche auf neuem Tiefstand

 
Aufgrund der auf einen neuen Tiefstand gesunkenen Anbaufläche wird es 2014 in Bayern trotz eines sehr guten Hektarertrags voraussichtlich nur eine durchschnittliche Kartoffelernte von 1,8 Millionen Tonnen geben. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, wird die äußerst schlechte Vorjahresernte allerdings um gut 28 Prozent überschritten. Als Durchschnittsertrag werden gut 441 Dezitonnen je Hektar erwartet. Das langjährige Mittel der vorangegangenen sechs Jahre wird damit um rund sieben Prozent übertroffen, der witterungsbedingt sehr niedrige Vorjahreswert um gut 36 Prozent.

 
Die von den bayerischen Landwirten bewirtschaftete Kartoffelfläche verringerte sich nach dem vorläufigen Ergebnis der Bodennutzungshaupterhebung 2014 gegenüber dem Vorjahr um knapp sechs Prozent bzw. fast 2 600 Hektar (ha) auf 40 900 ha. Dies ist laut Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung die bisher geringste Kartoffelanbaufläche, womit sich der im vorangegangenen Jahr unterbrochene rückläufige Trend wieder fortsetzte. Die mit Kartoffeln bestellte Ackerfläche hat sich innerhalb von zehn Jahren um 21 Prozent bzw. fast 11 000 ha verringert. Seit 1985 hat sich die Kartoffelfläche nahezu halbiert und seit dem Höchststand im Jahre 1954 mit knapp 321 000 Hektar ist sie um etwa 87 Prozent gesunken. In Bayern werden hauptsächlich die ertragsstärkeren mittelfrühen und späten Kartoffelsorten angebaut.

 
Nach den bisher ausgewerteten Ertragsmessungen im Rahmen der „Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung“ wird bei Kartoffeln in diesem Jahr mit einem sehr guten Durchschnittsertrag von 441,4 Dezitonnen je Hektar (dt/ha) gerechnet. Der mehrjährige Durchschnitt der Jahre 2008 bis 2013 (412,7 dt/ha) wird damit um fast sieben Prozent übertroffen. Gegenüber dem witterungsbedingt niedrigen Ertrag des Vorjahres (324,3 dt/ha) bedeutet dies eine Steigerung um etwa 36 Prozent. Trotz des hohen Hektarertrags kann aufgrund der um 2 600 Hektar geringeren Anbaufläche in diesem Jahr nur mit einer durchschnittlichen Kartoffelernte von 1,81 Millionen Tonnen gerechnet werden. Nach der mit 1,41 Millionen Tonnen bisher niedrigsten Ernte im Vorjahr ist dies zwar ein Plus von rund 28 Prozent bzw. fast 400 000 Tonnen, aufgrund der Flächenreduzierung entspricht dies jedoch nur dem Durchschnitt der vorangegangenen sechs Jahre. Der hohe Hektarertrag reicht somit gerade aus, um die Verminderung der Anbaufläche auszugleichen.

 
Innerhalb Deutschlands ist Bayern hinter Niedersachsen das zweitwichtigste Kartoffelanbauland. Rund ein Sechstel des bundesweiten Kartoffelanbaus erfolgte 2014 im Freistaat, der Anteil an der Erntemenge wird voraussichtlich bei knapp 16 Prozent liegen.
 
 
Ausführliche endgültige Ergebnisse enthält der voraussichtlich im zweiten Quartal 2015 erscheinende Statistische Bericht C II 1: „Ernte der Feldfrüchte und des Grünlands in Bayern 2014“. Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden.
 
 

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.