Auf einen Blick

Pressemitteilung

292/2014/55/A
München, den 07. Oktober 2014

Zahl der ambulanten Operationen seit 2002 nahezu vervierfacht

Anstieg der vorstationären Behandlungen seit 2002 um 241 Prozent

 
Im Jahr 2013 wurden in den bayerischen Krankenhäusern 239 609 ambulante Operationen durchgeführt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, sind das 2,6 Prozent mehr als im Vorjahr und gut 3,9 Mal so viele wie noch vor elf Jahren (2002: 61 091). Ähnlich stark nahm auch die Zahl der vorstationären Behandlungen mit insgesamt 485 715 im Jahr 2013 (2002: 142 592) zu. Der Anstieg bei den nachstationären Behandlungen fiel dagegen mit 37,3 Prozent im gleichen Zeitraum vergleichsweise niedrig aus. Nur geringfügig veränderte sich die Zahl der voll-stationären Behandlungen (+8,0 Prozent gegenüber 2002) im Vergleich zu den nicht vollstationären Behandlungen.

 
Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung wurden im Jahr 2013 von den bayerischen Krankenhäusern 239 609 ambulante Operationen nach § 115 b SGB V durchgeführt. Das sind 2,6 Prozent (5 988 Operationen) mehr als im Vorjahr.

 
Seit der erstmaligen Erhebung der ambulanten Operationen in der Krankenhausstatistik im Jahr 2002 hat sich deren Zahl sogar fast vervierfacht. Die maßgebliche Steigerung erfolgte dabei im Jahr 2004. Bedingt durch neue Vertragsregelungen wurde in diesem Jahr mehr als doppelt so oft ambulant operiert wie im Vorjahr.

 
Berücksichtigt sind hier alle ambulanten Operationen, die durch das Krankenhaus selbst, nicht jedoch von ermächtigten Ärzten, Beleg- oder Vertragsärzten im Krankenhaus durchgeführt werden.

 
Ebenso wie bei den ambulanten Operationen ist auch bei den vor- und nachstationären Behandlungen das Ziel, vollstationäre Krankenhausbehandlungen nach Möglichkeit zu vermeiden bzw. zu verkürzen.

 
Zwischen 2002 und 2013 stieg die Anzahl allein der vorstationären Behandlungen um rund 241 Prozent auf 485 715. Im Vergleich zum Vorjahr ist damit ein Plus von 3,8 Prozent zu verzeichnen. Bei den nachstationären Behandlungen im Jahr 2013 wurden dagegen sogar um 5,1 Prozent mehr Fälle als 2012 erfasst.

 
Mit zunehmender Zahl der vorgenannten Behandlungsformen entwickelte sich die Zahl der vollstationären Behandlungen in den Krankenhäusern ab 2002 zunächst rückläufig, stieg seit 2006 aber wieder stetig an.

 
Im Jahr 2013 wurden 2 883 438 Patienten vollstationär versorgt. Das sind 1,0 Prozent mehr als im Vorjahr und 8,0 Prozent mehr als 2002. Die durchschnittliche Verweildauer verringerte sich kontinuierlich von 9,1 Tagen im Jahr 2002 auf nur noch 7,4 Tage im Jahr 2012. Im Jahr 2013 blieb die Verweildauer damit erstmals konstant.



Weitere Ergebnisse enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht „Krankenhausstatistik – Grunddaten, Diagnosen und Kostennachweis 2013“. Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (089 2119-3205) oder Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457).




Ambulante Operationen, vor-, nach- und vollstationäre Behandlungen
in bayerischen Krankenhäusern seit 2002

Behandlungsform

2002

2003

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

2012

2013

Anzahl

Ambulante Operationen1)

 61 091

 63 909

 143 064

 168 060

 181 280

 192 490

 218 389

 213 859

 225 141

 229 575

 233 621

 239 609

Vorstationäre Behandlungen

 142 592

 179 029

 231 528

 284 434

 299 282

 371 166

 371 503

 406 939

 436 920

 460 357

 467 867

 485 715

Nachstationäre Behandlungen

 93 870

 94 627

 88 441

 97 722

 102 056

 127 984

 113 297

 122 562

 121 770

 123 801

 122 704

 128 929

Vollstationäre Behandlungen

2 668 938

2 658 771

2 550 443

2 522 724

2 529 978

2 601 174

2 674 573

2 736 316

2 762 631

2 811 503

2 856 218

2 883 438

Veränderung ggü. Vorjahr in Prozent

Ambulante Operationen1)

X2)

4,6

123,9

17,5

7,9

6,2

13,5

-2,1

5,3

2,0

1,8

2,6

Vorstationäre Behandlungen

X2)

25,6

29,3

22,9

5,2

24,0

0,1

9,5

7,4

5,4

1,6

3,8

Nachstationäre Behandlungen

X2)

0,8

-6,5

10,5

4,4

25,4

-11,5

8,2

-0,6

1,7

-0,9

5,1

Vollstationäre Behandlungen

-0,3

-0,4

-4,1

-1,1

0,3

2,8

2,8

2,3

1,0

1,8

1,6

1,0

 

1) Nach § 115 b SGB V vereinbarter Katalog ambulant durchführbarer Operationen und stationsersetzender Eingriffe im Krankenhaus.

2) Wird erst ab Berichtsjahr 2002 erhoben.






Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.