Auf einen Blick


Pressemitteilung

297/2014/55/A
München, den 10. Oktober 2014

Zum Welt-Rheuma-Tag am 12. Oktober 2014

Zahl der vollstationären Krankenhausbehandlungen von Polyarthritis- und Arthrose-Patienten seit 2000 um nahezu ein Drittel gestiegen

 
Im Jahr 2012 fanden in bayerischen Krankenhäusern 73 892 vollstationäre Behandlungen von Patienten mit Rheuma (Polyarthritis und Arthrose) statt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung anlässlich des Welt-Rheuma-Tages mitteilt, sind das 1,2 Prozent weniger als im Vorjahr und fast ein Drittel mehr als noch zwölf Jahre zuvor. Der Anteil weiblicher Patienten betrug rund 60 Prozent. Bei gut 60 Prozent der Rheuma-Behandlungen waren die Patienten 65 Jahre oder älter. In den bayerischen Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen wurden im Jahr 2012 weitere 41 270 Behandlungsfälle ermittelt. Dies entsprach einem Rückgang von 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und einem Anstieg um rund 21 Prozent gegenüber 2003.

 
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung anlässlich des Welt-Rheuma-Tages am 12. Oktober mitteilt, wurden im Jahr 2012 in bayerischen Krankenhäusern 73 892 vollstationäre Behandlungen von Patienten mit der Hauptdiagnose Polyarthritis und Arthrose durchgeführt, was einem Minus von rund 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der durchschnittliche Klinikaufenthalt der Patienten dauerte 10,2 Tage und fiel damit um 2,8 Tage länger aus als der Durchschnitt der vollstationär behandelten Personen.

 
Die langjährige Betrachtung zeigt einen Aufwärtstrend. So stieg die Zahl der vollstationären Behandlungsfälle von Rheuma-Patienten im Krankenhausbereich fast kontinuierlich von 55 661 im Jahr 2000 auf 74 756 im Jahr 2009. Danach ist ein wellenförmiger Verlauf zu verzeichnen, den-noch nahm die Zahl der Behandlungsfälle von 2000 bis 2012 um nahezu ein Drittel zu.

 
Weit mehr als die Hälfte (59,3 Prozent) aller aufgrund von Polyarthritis und Arthrose bedingten stationären Behandlungsfälle betraf weibliche Patienten. In rund 60 Prozent der Fälle waren die Patienten 65 Jahre oder älter.

 
Weiterhin wurden im Jahr 2012 in den bayerischen Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen (mit mehr als 100 Betten) 41 270 Behandlungen von Patienten mit Rheuma durchgeführt, ca. 2,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Die durchschnittliche Verweildauer betrug 21,7 Tage und lag damit um 2,9 Tage unter dem Durchschnitt aller in den bayerischen Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen vollstationär versorgten Patienten.

 
Betrachtet man die Entwicklung der vollstationären Behandlungsfälle von Rheuma-Patienten in den letzten zehn Jahren in Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen mit mehr als 100 Betten, welche erst seit dem Jahr 2003 statistisch erfasst werden, so zeigt sich ein fast kontinuierlicher Anstieg von 34 082 Fällen im Jahr 2003 auf 44 719 im Jahr 2010.

 
Im Berichtsjahr 2011 sank die Zahl der Behandlungsfälle erstmals. In der Summe jedoch entspricht dies in den Jahren 2003 bis 2012 immer noch einem Anstieg von 21,1 Prozent.

 
Wie in den Krankenhäusern überwog auch in den bayerischen Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen die Zahl der Behandlungsfälle weiblicher Patienten (24 219) mit 58,7 Prozent. Geringfügig andere Zahlen zeigen sich bei der Betrachtung der Altersverteilung. In 55,9 Prozent der Behandlungsfälle waren die Patienten mindestens 65 Jahre alt.



Hinweis:

Diese Angaben gehen aus der jährlich erhobenen „Diagnosestatistik“ hervor. Hierbei werden alle im Laufe eines Berichtsjahres nach vollstationärem Krankenhausaufenthalt entlassenen Patienten (einschl. Sterbe- und Stundenfälle) u.a. nach Alter, Geschlecht und Hauptdiagnose erfasst.









Weitere Ergebnisse enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht „Krankenhausstatistik – Grunddaten, Diagnosen und Kostennachweis 2013“. Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (089 2119-3205) oder Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457).




Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.