Auf einen Blick

Pressemitteilung

304/2014/36/E
München, den 22. Oktober 2014

Energieverbrauch der bayerischen Industrie 2013 leicht gestiegen

Erdgas und Strom nach wie vor wichtigste Energieträger

 
Im Jahr 2013 wurden von Seiten der bayerischen Industrie insgesamt 392 787 Terajoule (TJ) Energie verbraucht. Das entspricht nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung einem Anstieg von 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zu den energieintensivsten Branchen zählten wie im Vorjahr die chemische und die pharmazeutische Industrie sowie die „Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden“. Die wichtigsten Energieträger waren auch 2013 wieder Erdgas und Strom, auf die zusammen mehr als zwei Drittel des Energieverbrauchs entfielen.

 
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, wurden 2013 in Bayern in Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes sowie des Bergbaus und der Gewinnung von Steinen und Erden insgesamt 392 787 Terajoule (TJ) Energie verbraucht, was einem Anstieg von 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

 
Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes (ohne Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) verbrauchten im Jahr 2013 insgesamt 389 110 TJ an Energie. Binnen Jahresfrist stieg der Gesamtverbrauch hier ebenfalls um 2,2 Prozent an. Herauszuheben sind demgegenüber der Verbrauchsrückgang im Vergleich zu 2012 im Wirtschaftszweig „Herstellung von Textilien“
(-45,3 Prozent) und der Verbrauchsrückgang im Wirtschaftszweig „Herstellung von Holz-, Flecht-, Korb- und Korkwaren (ohne Möbel)“ (-22,3 Prozent).

 
Wie schon in den vergangenen Jahren entfiel ein Großteil des gesamten Energieverbrauchs im Verarbeitenden Gewerbe auf wenige Wirtschaftszweige. Dies sind insbesondere die chemische und pharmazeutische Industrie (zusammen 68 984 TJ bzw. 17,7 Prozent), die „Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden“
(58 936 TJ bzw. 15,1 Prozent) und die Papierindustrie (51 386 TJ bzw. 13,2 Prozent). Die Prozentangaben beziehen sich jeweils auf den ermittelten Gesamtverbrauch im Verarbeitenden Gewerbe.

 
Die wichtigsten Energieträger waren auch 2013 wieder Erdgas und Strom. Im Verarbeitenden Gewerbe deckten diese beiden Energieträger mit 143 503 TJ bzw. 122 010 TJ zusammen mehr als zwei Drittel des gesamten Energieverbrauchs ab. Binnen Jahresfrist wurde für den Erdgas-verbrauch im Verarbeitenden Gewerbe ein Anstieg um 1,8 Prozent ermittelt, der Stromverbrauch stieg um 0,1 Prozent.

 
Der Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten Energieverbrauch betrug im Jahr 2013 im Verarbeitenden Gewerbe 6,8 Prozent (26 530 TJ). Er lag damit merklich über dem von Heizöl (2,5 Prozent). Der Verbrauch von Heizöl war binnen Jahresfrist um 7,9 Prozent auf 9 748 TJ gesunken.

 
Im Bergbau und bei der Gewinnung von Steinen und Erden lag der Energieverbrauch 2013 bei 3 677 TJ mit einem Rückgang von 0,5 Prozent binnen Jahresfrist. Strom und Erdgas waren auch in diesem Bereich erneut die wichtigsten Energieträger. Ihr Anteil betrug hier sogar 84,4 Prozent.



Hinweis:

Die ausgewiesenen Ergebnisse basieren auf den Daten der Erhebung über die Energieverwendung der Betriebe im Verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und in der Gewinnung von Steinen und Erden für das Berichtsjahr 2013. Befragt wurden Betriebe von Unternehmen mit 20 oder mehr Beschäftigten.




Energieverwendung im Verarbeitenden Gewerbe, Bergbau sowie Gewinnung von Steinen und Erden

nach ausgewählten Wirtschaftszweigen 2013

Nr. der
Klassi-
fikation1)

Wirtschaftsabteilung
-
Wirtschaftszweige

Energie-verbrauch2) insgesamt3)

davon

Strom

Erdgas

Heizöl

Erneuerbare Energien

Sonstige4)

Terajoule (TJ)

B

Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden

 3 677 

 1 302 

 1 801 

  224 

. 

. 

C

Verarbeitendes Gewerbe

 389 110 

 122 010 

 143 503 

 9 748 

 26 530 

 87 320 

10, 11

H. v. Nahrungs- und Futtermitteln, Getränkeherstellung

 34 175 

 9 548 

 19 598 

 2 009 

  512 

 2 508 

13

H. v. Textilien

 3 556 

 1 593 

 1 430 

  121 

- 

  413 

16

H. v. Holz-, Flecht-, Korb- und Korkwaren (o. Möbel)

 24 042 

 2 329 

  103 

  116 

 18 733 

 2 762 

17

H. v. Papier, Pappe und Waren daraus

 51 386 

 15 589 

 22 153 

  478 

. 

. 

18

H. v. Druckerzeugn.; Vervielfältigung von bespielten

 

   

 

Ton-, Bild- und Datenträgern

 3 979 

 1 733 

 2 146 

. 

. 

. 

20, 21

H. v. chem. u. pharmazeut. Erzeugnissen

 68 984 

 24 001 

 27 974 

. 

. 

 16 553 

22

H. v. Gummi und Kunststoffwaren

 13 554 

 8 716 

 3 616 

  717 

  48 

  457 

23

H. v. Glas u. Glaswar., Keramik, Verarb. v. Steinen u. Erden

 58 936 

 9 085 

 25 058 

 1 419 

 2 045 

 21 329 

24

Metallerzeugung und -bearbeitung

 14 786 

 8 297 

 5 567 

. 

. 

  581 

25

H. v. Metallerzeugnissen

 10 937 

 5 567 

 3 053 

  676 

  715 

  926 

26

H. v. Datenverarbeitungsgerät., elektron. u. opt. Erzeugn.

 4 734 

 3 282 

  764 

  156 

  90 

  444 

28

Maschinenbau

 17 625 

 9 399 

 5 580 

  791 

  139 

 1 716 

29

H. v. Kraftwagen und Kraftwagenteilen

 21 328 

 11 137 

 8 332 

  327 

  184 

 1 349 

31

H. v. Möbeln

 1 857 

  795 

  171 

  194 

  655 

  42 

32

H. v. sonstigen Waren

 1 966 

 1 241 

  450 

  130 

  71 

  74 

33

Reparatur und Installation v. Maschinen u. Ausrüstungen

  942 

  380 

  161 

  63 

  3 

  335 

 

Übrige WZ

 56 323 

 9 318 

 17 346 

 1 748 

  59 

 27 851 

B, C

Insgesamt

 392 787 

 123 312 

 145 304 

 9 972 

. 

. 

____________________

1) Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008).

2) Einschl. nichtenergetischer Verbrauch.

3) Soweit Energieträger als Brennstoffe zur Stromerzeugung in Industriekraftwerken eingesetzt werden, enthält der Gesamtenergieverbrauch Doppelzählungen, die
   sowohl den Energiegehalt der eingesetzten Brennstoffe als auch des erzeugten Stroms umfassen.

4) U.a. Kohlen, Flüssig-, Raffineriegas, Diesel, Abfall, Fernwärme, Klärschlamm.






Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.