Auf einen Blick

Pressemitteilung

305/2014/55/A
München, den 23. Oktober 2014

Fast drei Millionen vollstationäre Krankenhausaufenthalte in Bayern 2013

Kreislauferkrankungen häufigster Anlass für Klinikaufenthalt

 
Knapp drei Millionen vollstationäre Krankenhausaufenthalte wurden in Bayern im Jahr 2013 gezählt, das waren 29 400 (1,0 Prozent) mehr als im Jahr zuvor. Wie das Bayerische Landesamt weiter mitteilt, waren Kreislauferkrankungen (14,0 Prozent) der häufigste Anlass für einen vollstationären Krankenhausaufenthalt, gefolgt von Verletzungen, Vergiftungen und anderen Folgen äußerer Ursachen (11,1 Prozent) sowie Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems (10,2 Prozent). Die häufigste Hauptdiagnose war - lässt man die klinische Versorgung gesunder Neugeborener (rund 77 000) unberücksichtigt - mit nahezu 61 000 Fällen die Herzinsuffizienz.
 
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, wurden im Jahr 2013 in den 366 bayerischen Krankenhäusern knapp drei Millionen Mal Patienten vollstationär behandelt (2 964 832). Das sind 29 400 vollstationäre Krankenhausaufenthalte (1,0 Prozent) mehr als noch 2012. In rund 42,6 Prozent (rund 1,3 Millionen) aller vollstationären Behandlungsfälle waren die Patienten 65 Jahre oder älter. Das Durchschnittsalter der Patienten lag bei 54,2 Jahren.

 
Der mit Abstand häufigste Anlass für vollstationäre Behandlungen waren im Jahr 2013 die Krankheiten des Kreislaufsystems mit 14,0 Prozent (rund 415 000 Fälle), gefolgt von Verletzungen, Vergiftungen und anderen Folgen äußerer Ursachen mit 11,1 Prozent (rund 328 000 Fälle). Den dritten Rang nahmen mit 10,2 Prozent bzw. rund 301 000 Fällen Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes ein.

 
Lässt man die klinische Versorgung gesunder Neugeborener (rund 77 000) unberücksichtigt, war mit nahezu 61 000 Fällen die Herzinsuffizienz die häufigste Hauptdiagnose, gefolgt von psychischen und Verhaltensstörungen durch Alkohol (rund 53 000 Fälle) und den Verletzungen im Schädel wie z.B. Verletzung des Hirns, Hirntraume und Gehirnerschütterung (rund 46 000 Fälle).
 
 
Hinweis:

Diese Angaben gehen aus der jährlich erhobenen „Diagnosestatistik“ hervor. Hier werden alle im Laufe eines Berichtsjahres nach vollstationärem Krankenhausaufenthalt entlassenen Patienten (einschl. Sterbe- und Stundenfälle) u.a. nach Alter, Geschlecht und Hauptdiagnose erfasst.
 
 

Aus Krankenhäusern  in Bayern entlassene Patienten (einschl. Sterbefälle und Stundenfälle) 2013 nach Altersgruppen und Diagnosen1)

Diagnose/Behandlungsanlass
darunter Hauptdiagnosen

Entlassene vollstationär behandelte Patienten

insgesamt

davon im Alter von … Jahren

unter 5

5 bis unter 25

25 bis unter 45

45 bis unter 65

65 oder mehr

 

Bestimmte infektiöse u. parasitäre Krankheiten

 95 660

 10 901

 13 446

 11 257

 16 943

 43 113

Gut- und bösartige Neubildungen

 263 900

 2 034

 6 423

 22 631

 92 373

 140 439

darunter bösartige Neubildungen

 211 925

 1 359

 4 171

 12 463

 71 888

 122 044

Krankheiten des Blutes und der blutbildenden

 

 

 

 

 

  Organe sowie bestimmter Störungen mit

 

 

 

 

  Beteiligung des Immunsystems

 17 816

  538

 1 308

 1 355

 3 197

 11 418

Endokrine, Ernährungs- u. Stoffwechselkrankheiten

 76 144

  675

 4 389

 7 493

 19 539

 44 048

Psychische und Verhaltensstörungen

 194 093

  683

 33 102

 60 598

 67 822

 31 888

darunter Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol

 53 361

  1

 8 932

 17 223

 23 388

 3 817

Krankheiten des Nervensystems

 105 592

 2 220

 10 912

 16 050

 29 722

 46 688

Krankheiten des Auges und des Augenanhangsgebildes

 42 818

  623

 2 048

 2 842

 10 628

 26 677

Krankheiten des Ohres und des Warzenfortsatzes

 21 480

 1 219

 2 001

 3 551

 7 286

 7 423

Krankheiten des Kreislaufsystems

 415 119

  448

 4 686

 17 535

 102 421

 290 029

darunter Ischämische Herzkrankheiten

 91 083

  5

  72

 2 348

 28 837

 59 821

darunter Herzinsuffizienz

 60 863

  5

  37

  427

 5 782

 54 612

Krankheiten des Atmungssystems

 184 177

 21 741

 22 607

 23 313

 34 455

 82 061

Krankheiten des Verdauungssystems

 282 472

 3 765

 27 056

 44 925

 84 245

 122 481

Krankheiten der Haut und der Unterhaut

 45 913

 2 031

 7 607

 10 086

 12 263

 13 926

Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems u. Bindegewebes

 301 277

 1 215

 16 935

 39 273

 116 009

 127 845

Krankheiten des Urogenitalsystems

 149 222

 2 561

 11 722

 27 356

 41 885

 65 698

Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett

 145 694

-

 20 588

 124 793

  313

-

Bestimmte Zustände mit Ursprung in der Perinatalperiode

 28 324

 28 321

  1

-

  2

-

Symptome und abnorme klinische u. Laborbefunde, a.n.k.

 153 369

 4 397

 23 549

 25 401

 37 101

 62 921

Verletzungen, Vergiftungen und andere Folgen äußerer

 

  Ursachen

 327 977

 13 798

 52 068

 47 984

 74 272

 139 855

darunter Verletzungen im Schädel (Intrakranielle)

 45 998

 6 145

 12 863

 5 550

 6 545

 14 895

Faktoren, die den Gesundheitszustand beeinflussen und

 

 

 

 

 

  zur Inanspruchnahme des Gesundheitswesens führen

 97 327

 80 889

 1 663

 3 361

 4 982

 6 432

darunter gesunde Neugeborene

 77 365

 77 365

-

-

-

-

Sonstige

 16 458

 7 797

 4 731

 1 866

 1 490

  574

 

Insgesamt

2 964 832

 185 856

 266 842

 491 670

 756 948

1 263 516

__________________

1) Im Berichtsjahr mehrmals vollstationär behandelte Patienten sind entsprechend oft gezählt.

 
 
 
Weitere Ergebnisse enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht „Krankenhausstatistik – Grunddaten, Diagnosen und Kostennachweis 2013“. Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (089 2119-3205) oder Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457). 
 
 

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.