Auf einen Blick

Pressemitteilung

308/2014/55/A
München, den 24. Oktober 2014

Kosten der bayerischen Krankenhäuser auch 2013 weiter gestiegen

Gesamtkosten bei nahezu 14 Milliarden Euro - Personalkosten sind größter Posten

 
Die Gesamtkosten der bayerischen Krankenhäuser lagen 2013 bei rund 13,9 Milliarden Euro, was einer Zunahme um 4,7 Prozent gegenüber dem Jahr 2012 entspricht. Größter Ausgabeposten waren dabei die Personalkosten mit gut 8,3 Milliarden Euro. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, betrugen die Kosten für die rein stationäre Krankenversorgung rund 12,1 Milliarden Euro. Jeder Behandlungsfall kostete 2013 durchschnittlich nahezu 4 200 Euro, der Berechnungs- bzw. Behandlungstag im Durchschnitt 569 Euro.

 
Die Gesamtkosten der Krankenhäuser in Bayern betrugen im Jahr 2013 insgesamt 13,9 Milliarden Euro. Das waren rund 630 Millionen Euro oder 4,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Den mit Abstand größten Ausgabeposten - 59,9 Prozent der Gesamtausgaben - stellten dabei nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung die Personalkosten mit gut 8,3 Milliarden Euro dar. Die Sachkosten betrugen knapp 5,2 Milliarden Euro und damit 37,4 Prozent der Ausgaben der bayerischen Krankenhäuser.

 
In den Gesamtkosten der Krankenhäuser sind auch Ausgaben für nichtstationäre Leistungen wie z.B. Ambulanzen und die wissenschaftliche Forschung und Lehre enthalten. Die Kosten der rein stationären Krankenhausversorgung (bereinigte Kosten), die sich aus der Differenz zwischen den Gesamtkosten und den Kosten für nichtstationäre Leistungen ergeben, lagen bei nahezu 12,1 Milliarden Euro.

 
Je Behandlungsfall betrugen die durchschnittlichen stationären Krankenhauskosten (bezogen auf die bereinigten Kosten) 4 189 Euro, ein Berechnungs- bzw. Behandlungstag kostete durchschnittlich 569 Euro.
 
 
Hinweis:

Diese Angaben gehen aus dem jährlich erhobenen „Kostennachweis der Krankenhäuser“ hervor. Ein Vergleich ist erst ab dem Berichtsjahr 2002 sinnvoll, da in den Jahren 1996 bis einschließlich 2001 die Erhebung dem Nettokostenprinzip entsprach (die Nettokosten enthielten keine Kosten für nichtpflegesatzfähige/nichtstationäre Leistungen der Krankenhäuser). Seit 2002 gilt jedoch das Bruttokostenprinzip. In den Bruttokosten sind die Kosten für nichtpflegesatzfähige Kosten enthalten.
 
 

Kosten der Krankenhäuser in Bayern 2002 bis 2013 nach Kostenarten

Jahr

Gesamtkosten1)

darunter

Kosten der rein
stationären
Krankenhaus-
versorgung
(bereinigte
Kosten)3)
versorgung

Kosten je vollstationären2)

Personalkosten

Sachkosten

Behandlungsfall

Berechnungs-/
Belegungstag

 

in 1 000 EUR

EUR

 

 

 

2013

 13 930 281

 8 346 241

 5 209 662

 12 078 852

4.189

569

2012

 13 300 140

 8 049 061

 4 894 357

 11 824 999

4.140

557

2011

 12 756 283

 7 643 317

 4 780 687

 11 362 037

4.041

536

2010

 12 207 462

 7 305 265

 4 580 038

 10 957 272

3.966

515

2009

 11 833 097

 7 090 952

 4 446 185

 10 595 721

3.872

497

2008

 11 069 077

 6 638 937

 4 136 036

 9 878 353

3.693

464

2007

 10 518 074

 6 378 765

 3 878 657

 9 421 252

3.622

443

2006

 9 966 331

 6 270 728

 3 564 717

 8 935 153

3.532

424

2005

 9 655 974

 6 221 747

 3 318 171

 8 681 749

3.441

407

2004

 9 453 634

 6 206 160

 3 137 880

 8 624 409

3.382

399

2003

 9 350 275

 6 224 384

 3 025 507

 8 548 548

3.215

368

2002

 9 167 371

 6 053 663

 3 013 887

 8 371 471

3.137

343

________

1)   Personal- und Sachkosten, Zinsen und ähnliche Aufwendungen sowie Steuern inklusive Kosten der Ausbildungsstätten und Aufwendungen für den Ausbildungsfonds

2)  Basierend auf den bereinigten Kosten

3)  inklusive Aufwendungen für den Ausbildungsfonds

 
 
 
Weitere Ergebnisse enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht „Krankenhausstatistik – Grunddaten, Diagnosen und Kostennachweis 2013“. Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (089 2119-3205) oder Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457).
 
 

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.