Auf einen Blick


Pressemitteilung

319/2014/35/M
München, den 30. Oktober 2014

Inflationsrate in Bayern im Oktober bei 0,8 Prozent

Weitere Preisrückgänge bei Heizöl und Kraftstoffen, niedrigster Stand seit Anfang 2011

 
Im Vergleich zum Oktober des Vorjahres haben sich die Verbraucherpreise in Bayern im Gesamtniveau um 0,8 Prozent erhöht; im September hatte die Inflationsrate ebenfalls bei 0,8 Prozent gelegen. Weiterhin rückläufig sind die Preise für Heizöl (-10,5 Prozent) und Kraftstoffe (-3,4 Prozent). Bei Nahrungsmitteln verlief die Preisentwicklung bei den einzelnen Produkten sehr unterschiedlich. Während sich beispielsweise frische Milch (+5,6 Prozent) und Quark (+13,4 Prozent) spürbar verteuert haben, sind die Preise für Butter (-13,0 Prozent) und Eier (-12,3 Prozent) deutlich gefallen. Im Gesamtdurchschnitt haben sich die Preise für Nahrungsmittel binnen Jahresfrist nur um 0,4 Prozent erhöht. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, sind die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent gefallen. Deutliche Preisrückgänge waren im Oktober bei Heizöl (-5,5 Prozent) zu beobachten. Auch Kraftstoffe (-2,2 Prozent) haben sich gegenüber dem Vormonat verbilligt. Beide Energieträger waren damit so günstig wie seit Langem nicht mehr. So wurde für Heizöl zuletzt im Januar 2011 und für Kraftstoffe im Februar 2011 ein geringeres Preisniveau gemessen.



Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung lag die Inflationsrate, das ist die Veränderung des Verbraucherpreisindex für Bayern gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat in Prozent, im Oktober 2014 bei 0,8 Prozent; im vorangegangenen September hatte sie ebenfalls bei + 0,8 Prozent gelegen.

 
Die Preise für Nahrungsmittel haben sich gegenüber dem Oktober des Vorjahres um 0,4 Prozent erhöht. Bei den einzelnen Produkten verlief die Preisentwicklung dabei sehr unterschiedlich. Erheblich teurer als im Vorjahr waren insbesondere Molkereiprodukte. So haben sich beispielsweise die Preise für frische Milch (+5,6 Prozent) und Quark (+13,4 Prozent) deutlich erhöht. Stark gestiegen sind auch die Preise für Bohnenkaffee (+11,0 Prozent). Preisrückgänge waren hingegen bei Butter (-13,0 Prozent) zu beobachten. Auch Eier (-12,3 Prozent) haben sich binnen Jahresfrist spürbar verbilligt.

 
Im Energiesektor sind die Preise für Heizöl gegenüber dem Oktober des Vorjahres um 10,5 Prozent gefallen. Bei Gas war ein geringfügiger Preisrückgang von 0,1 Prozent zu verzeichnen. Die Preise für Strom sind um 1,1 Prozent gestiegen. Kraftstoffe waren im Oktober 2014 um 3,4 Prozent günstiger als im Oktober des Vorjahres.

 
Weiterhin entspannt verläuft im Landesdurchschnitt die Preisentwicklung bei den Wohnungsmieten (ohne Nebenkosten). Gegenüber dem Oktober des Vorjahres erhöhten sie sich um 1,5 Prozent. Deutlich niedriger als im Vorjahr waren im Oktober weiterhin die Preise vieler hochwertiger technischer Produkte. So konnten die Verbraucher u.a. DVD-Recorder
(-8,9 Prozent), tragbare Computer (-9,0 Prozent) und Fernsehgeräte (-10,7 Prozent) spürbar günstiger beziehen als im Vorjahr.

 
Im Vergleich zum Vormonat sind die Verbraucherpreise im Gesamtniveau um 0,3 Prozent gefallen. Maßgeblich hierzu beigetragen haben weitere Preisrückgänge bei Kraftstoffen
(-2,2 Prozent) und Heizöl (-5,5 Prozent). Beide Energieträger waren damit so günstig wie seit Langem nicht mehr. Für Heizöl wurde zuletzt im Januar 2011 und für Kraftstoffe im Februar 2011 ein geringeres Preisniveau gemessen. Spürbar zurückgegangen sind im Oktober auch die Preise für Zucker (-9,0 Prozent). Im Gesamtdurchschnitt blieb das Preisniveau für Nahrungsmittel jedoch unverändert.


Hinweis

Die Presseinformation zum Berichtsmonat Oktober 2014 enthält vorläufige Ergebnisse.



Endgültige und ausführliche Ergebnisse enthalten die in Kürze erscheinenden Statistischen Berichte "Verbraucherpreisindex für Bayern, Oktober 2014 mit Jahreswerten von 2011 bis 2013 sowie tief gegliederten Ergebnissen nach Gruppen und Untergruppen“ (Bestellnummer: M12013, Preis der Druckausgabe: 5,70 Euro) und "Verbraucherpreisindex für Bayern mit monatlichen Indexwerten von Januar 2010 bis Oktober 2014 sowie Untergliederung nach Haupt- und Sondergruppen" (Bestellnummer: M13013, Preis der Druckausgabe: 6,10 Euro). Die Berichte können im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (089 2119-3205) oder Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457).





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