Auf einen Blick


Pressemitteilung

324/2014/36/Q
München, den 05. November 2014

Bayerische Unternehmen verwendeten 2013 weniger potenziell klimawirksame Stoffe

Rückgang um 8,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr

 
Im Jahr 2013 wurden von bayerischen Unternehmen 2 258 Tonnen potenziell klimawirksame Stoffe verwendet; dies sind 8,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, entfielen rund vier Fünftel auf den Stoff R 134a, der überwiegend als Kältemittel in Kühl-, Gefrier- und Klimaanlagen zum Einsatz kommt. Das Treibhauspotenzial der 2013 von bayerischen Unternehmen verwendeten klimawirksamen Stoffe lag bei 4,0 Millionen GWP-gewichteten Tonnen.

 
Im Jahr 2013 haben nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung 1 490 bayerische Unternehmen rund 2 258 Tonnen potenziell klimawirksame Stoffe zur Herstellung und Wartung ihrer Produkte verwendet. Das waren um 8,7 Prozent weniger als im Jahr 2012. Dabei handelte es sich überwiegend um Kältemittel, die bei der Erstbefüllung bzw. bei der Instandhaltung von Kühl-, Gefrier- und Klimaanlagen (2 173 Tonnen) zum Einsatz kamen. Als Treibmittel, u. a. zur Herstellung von chemischen Erzeugnissen, sowie als sonstiges Mittel (z. B. als Lösemittel, Ätzgas oder Schutz- und Treibgas) wurden 2013 rund 85 Tonnen eingesetzt.

 
Der am häufigsten – hauptsächlich in Klimaanlagen von Kraftfahrzeugen – eingesetzte Stoff war das Kältemittel R 134a. Darauf entfielen im Jahr 2013 insgesamt 1 803 Tonnen, d. h. rund vier Fünftel der insgesamt eingesetzten Menge an potenziell klimawirksamen Stoffen.

 
Differenziert nach Wirtschaftszweigen zeigt sich, dass etwas mehr als die Hälfte (56,6 Prozent bzw. 1 277 Tonnen) der 2013 verwendeten klimawirksamen Stoffe im Kfz-Bereich eingesetzt wurden und knapp ein Viertel (22,5 Prozent bzw. 509 Tonnen) im Maschinenbau.

 
Ein Großteil dieser Stoffe wird in geschlossenen Systemen verwendet, eine Gefährdung der Umwelt tritt also erst bei ihrer Freisetzung auf. Sie werden daher auch als „potenziell emissionsrelevant“ bezeichnet. Ihre potenzielle Wirkung auf die Erderwärmung wird über den so genannten GWP (Global Warming Potential)-Wert ausgedrückt. Bezugsgröße bildet dabei das Treibhauspotenzial von Kohlendioxid (GWP von CO2 = 1). So besitzt z. B. das Kältemittel
R 134a – bezogen auf einen Zeitraum von 100 Jahren – eine um den Faktor 1 430 höhere Klimawirksamkeit als Kohlendioxid (CO2).

 
Das Treibhauspotenzial der im Jahr 2013 von bayerischen Unternehmen verwendeten klimawirksamen Stoffe lag – umgerechnet in GWP-gewichteten Tonnen – bei insgesamt 4,0 Millionen Tonnen.
 
 
Hinweis:
Die dargestellten Ergebnisse basieren auf der jährlichen Erhebung über die Verwendung klimawirksamer Stoffe für das Jahr 2013. Diese wird bei Unternehmen durchgeführt, die bestimmte klimawirksame Stoffe herstellen, ein- oder ausführen oder in Mengen von mehr als 20 Kilogramm pro Stoff und Jahr verwenden. 
 

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.