Auf einen Blick

Pressemitteilung

329/2014/41/A
München, den 11. November 2014

Geburtenanstieg um 2,4 Prozent in Bayern im Jahr 2013

Sterbefallüberschuss geht im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück

 
In Bayern ist die Zahl der Lebendgeborenen im Jahr 2013 gegenüber dem Vorjahr um 2,4 Prozent auf knapp 109 600 angestiegen. Wie das Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, konnte im Vergleich der Regierungsbezirke in diesem Zeitraum Mittelfranken mit einem Plus von 3,5 Prozent die höchste Zunahme an Geburten verzeichnen. Gleichzeitig stieg die Zahl der Sterbefälle im Freistaat um 1,2 Prozent auf rund 126 900. Von Anfang Januar bis Ende Dezember 2013 kamen in Bayern folglich über 17 300 Kinder weniger zur Welt als Menschen verstarben. Damit hat sich der Sterbefallüberschuss im Vergleich zum Vorjahr 2012 um fast 1 100 Personen reduziert.

 
Im Jahr 2013 kamen in Bayern 109 562 Babys lebend zur Welt, davon 53 649 Mädchen und 55 913 Jungen. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung waren das rund 2,4 Prozent mehr (+2 523) als im Vorjahr 2012.

 
Die Zunahme von Geburten in ehelichen Familien lag nur leicht über dem Gesamttrend. So wurden von verheirateten Müttern im Jahr 2013 rund 2,6 Prozent mehr Babys zur Welt gebracht. Die Zahl der nicht in einer Ehe geborenen Kinder stieg dagegen nur um 1,7 Prozent. Im Jahr 2013 lag der Anteil der in nichtehelichen Familien zur Welt gekommenen Kinder weiterhin mit knapp 27 Prozent auf einem sehr hohen Niveau. Innerhalb der letzten 20 Jahre hat sich dieser Wert mehr als verdoppelt.

 
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, registrierten fast alle Regierungsbezirke im Jahr 2013 Geburtenanstiege. Nur in Oberfranken blieb die Anzahl der Lebendgeborenen nahezu gleich. Die deutlichste Zunahme ergab sich für den Regierungsbezirk Mittelfranken (+3,5 Prozent), gefolgt von Schwaben (+3,2 Prozent), Unterfranken (+3,1 Prozent), Oberbayern (+2,6 Prozent), Niederbayern (+1,0 Prozent) und der Oberpfalz (+0,6 Prozent).

 
Gleichzeitig hat sich in Bayern die Zahl der Sterbefälle um 1 455 auf 126 903 erhöht. Wie bereits seit 2001 zu beobachten ist, konnten auf Landesebene auch im Jahr 2013 die natürlichen Bevölkerungsverluste durch Sterbefälle nicht durch Geburten ausgeglichen werden. Allerdings hat sich gegenüber dem Vorjahr 2012 der Sterbefallüberschuss von -18 409
auf -17 341 verringert.

 
Auf der Ebene der Regierungsbezirke fiel lediglich für Oberbayern die Bilanz der natürlichen Bevölkerungsentwicklung (Lebendgeborene minus Gestorbene) weiterhin positiv aus. Aufgrund der Zunahme der Geburten und des nur leichten Anstiegs der Sterbefälle erhöhte sich der Geburtenüberschuss in Oberbayern von 2 558 auf 3 370.

 
Mit Ausnahme von Mittelfranken und Schwaben verbuchten alle anderen Regierungsbezirke gegenüber dem Vorjahr 2012 dagegen leicht erhöhte Sterbefallüberschüsse. Der höchste natürliche Bevölkerungsrückgang 2013 ergab sich dabei für den Regierungsbezirk
Oberfranken (-5 000), gefolgt von Unterfranken (-3 696), Mittelfranken (-3 165),
Niederbayern (-3 068), der Oberpfalz (-2 902) und Schwaben (-2 880).



Lebendgeborene und Gestorbene in Bayern 2013

Regierungs-bezirk

Lebendgeborene

Gestorbene

Überschuss der Geborenen bzw. der Gestorbenen (-)

Anzahl

Veränderung
in %1)

Anzahl

Veränderung
in %1)

Anzahl

Oberbayern

42 931

+2,6

39 561

+0,7

3 370

Niederbayern

9 469

+1,0

12 537

+1,5

-3 068

Oberpfalz

8 647

+0,6

11 549

+1,1

-2 902

Oberfranken

7 777

0,0

12 777

0,0

-5 000

Mittelfranken

15 020

+3,5

18 185

+1,4

-3 165

Unterfranken

10 358

+3,1

14 054

+2,7

-3 696

Schwaben

15 360

+3,2

18 240

+1,5

-2 880

Bayern

109 562

+2,4

126 903

+1,2

-17 341

___________

 

 

 

 

 

1) Gegenüber dem Vorjahr 2012



Weitere Daten zu den Geburten und Sterbefällen in Bayern erhalten Sie unter den folgenden Links:

Dreieck weiterführender LinkStatistik der Geburten auf GENESIS-Online

Dreieck weiterführender LinkStatistik der Sterbefälle auf GENESIS-Online






Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.