Auf einen Blick

Pressemitteilung

330/2014/34/C
München, den 12. November 2014

Fleischerzeugung in Bayern geringfügig gestiegen

Zunahme beim Rindfleisch, aber Rückgang beim Schweinefleisch

 
Von Januar bis September 2014 wurden in Bayern in gewerblichen Schlachtbetrieben sowie durch Hausschlachtungen knapp 592 000 Tonnen Fleisch (ohne Geflügel) erzeugt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, bedeutet dies gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum eine geringfügige Zunahme um 1 900 Tonnen bzw. 0,3 Prozent. Maßgebend hierfür war die Steigerung beim Rindfleisch um 3,7 Prozent (8 000 Tonnen) auf 225 000 Tonnen. Die Schweinefleischproduktion verringerte sich demgegenüber um 1,6 Prozent (5 900 Tonnen) auf 365 100 Tonnen.

 
Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung wurden von Januar bis September 2014 in Bayern in gewerblichen Schlachtbetrieben sowie durch Hausschlachtungen 591 900 Tonnen (t) zum Verzehr geeignetes Fleisch (ohne Geflügel) erzeugt. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum war dies eine geringfügige Steigerung um 1 900 t bzw. 0,3 Prozent. Auf Schweinefleisch entfielen 61,7 Prozent der gesamten Schlachtmenge. Gegenüber den ersten neun Monaten des Vorjahres sank die Schweinefleischproduktion um 1,6 Prozent (5 900 t) auf 365 100 t. Die Zahl der geschlachteten Schweine nahm hierbei wegen des etwas höheren durchschnittlichen Schlachtgewichts im gleichen Zeitraum um 1,9 Prozent (73 900 Tiere) auf 3,82 Millionen ab. Fast 64 Prozent des Schweinefleischs wurden in Niederbayern (144 700 t bzw. 39,6 Prozent) und Oberbayern (88 800 t bzw. 24,3 Prozent) erzeugt.

 
38 Prozent der Schlachtmenge entfielen auf die Rindfleischerzeugung. Mit 225 000 t war die produzierte Fleischmenge um 3,7 Prozent (8 000 t) höher als in den ersten drei Quartalen des Vorjahres. Die Zahl der geschlachteten Rinder nahm hierbei um 3,6 Prozent (22 600 Tiere) auf 653 000 zu. Der regionale Schwerpunkt der Rindfleischproduktion liegt im Süden Bayerns, und zwar in Oberbayern mit 67 600 t (Anteil 30,0 Prozent) sowie in Schwaben mit 53 800 t (23,9 Prozent). Die verbleibende Schlachtmenge von knapp 1 800 t verteilte sich insbesondere auf Schaffleisch (1 500 t) sowie in geringem Umfang auf Ziegen- und Pferdefleisch.

 
Recht unterschiedlich ist der Beitrag Bayerns zur Fleischerzeugung in Deutschland. Während beim Rindfleisch gut ein Viertel der Schlachtmenge aus Bayern stammt, liegt der Anteil beim Schweinefleisch bei lediglich knapp einem Zehntel.
 
 

Schlachtaufkommen aus gewerblichen Schlachtungen und Hausschlachtungen von Tieren in- und ausländischer Herkunft
in Bayern von Januar bis September 2014 nach Regierungsbezirken

Gebiet

Insgesamt

davon

Rinder
zusammen

davon

Schweine

Schafe

Ziegen

Pferde

Ochsen

Bullen

Kühe

weibl.
Rinder1)

Kälber

Jung-
rinder

Tonnen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Oberbayern

 

 156 735 

 67 586 

 1 205 

 32 268 

 20 909 

 12 480 

  480 

  244 

 88 762 

  338 

  29 

  20 

Niederbayern

 

 170 694 

 25 741 

  118 

 15 607 

 5 292 

 4 474 

  124 

  127 

 144 730 

  124 

  6 

  92 

Oberpfalz

 

 34 594 

 20 356 

  100 

 5 716 

 9 974 

 4 383 

  84 

  100 

 14 030 

  166 

  15 

  26  

Oberfranken

 

 85 827 

 31 047 

  58 

 11 586 

 14 622 

 4 552 

  125 

  105 

 54 691 

  46 

  11 

  31 

Mittelfranken

 

 49 187 

 20 758 

  55 

 8 260 

 8 312 

 3 911 

  142 

  78  

 28 078 

  327 

  10 

  13 

Unterfranken

 

 24 522 

 5 713 

  122 

 2 700 

 1 793 

  951 

  111 

  36 

 18 558 

  233 

  10 

  8 

Schwaben

 

 70 341 

 53 789 

  533 

 22 798 

 22 437 

 7 472 

  406 

  143 

 16 278 

  255 

  12 

  7 

 

Bayern Jan. bis Sept. 2014

 

 591 900 

 224 990 

 2 190 

 98 933 

 83 338 

 38 224 

 1 472 

  833 

 365 128 

 1 490 

  94 

  197 

Jan. bis Sept. 2013

 

 589 961 

 217 011 

 2 188 

 92 584 

 82 059 

 37 908 

 1 515 

  756 

 371 072 

 1 519 

  95 

  264 

Veränderung

 

 

 absolut

 

 1 939 

 7 980 

  2 

 6 349 

 1 279 

  315 

-  43 

  77 

- 5 944 

-  29 

-  1 

-  67 

%

 

  0,3 

  3,7 

  0,1 

  6,9 

  1,6 

  0,8 

-  2,8 

  10,2 

-  1,6 

-  1,9 

-  0,8 

-  25,2 

___________

1) Ausgewachsene weibliche Rinder, die noch nicht gekalbt haben (Färsen).

 
 
 
 

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.