Auf einen Blick


Pressemitteilung

331/2014/36/E
München, den 13. November 2014

Fernwärmeerzeugung in Bayern 2013 gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Prozent gesunken

Zunehmende Bedeutung der erneuerbaren Energien auf dem Wärmemarkt

 
Im Jahr 2013 wurden nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung im Freistaat in Anlagen zur Wärmeversorgung insgesamt knapp 14,7 Millionen Megawattstunden (MWh) Fernwärme erzeugt, dies waren 0,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Hauptabnehmergruppen der Fernwärme waren die privaten Haushalte und Wohngebäude mit 6,3 Millionen MWh sowie das Verarbeitende Gewerbe mit 4,5 Millionen MWh. Erdgas blieb der mit Abstand wichtigste Energieträger in Anlagen zur Fernwärmeerzeugung. Zunehmende Bedeutung im Wärmemarkt erlangten die regenerativen Energien. 13,4 Prozent der in Heizkraftwerken und sogar 34,1 Prozent der in Heizwerken erzeugten Wärmemengen wurden mit den letztgenannten, für die Energiewende besonders wichtigen, Energieträgern erzeugt. Dies entsprach einer Steigerung um 1,1 bzw. 5,7 Prozentpunkte im Vergleich zur Vorperiode.

 
Zur Wärmewirtschaft gehören im Rahmen der Erhebung über Erzeugung, Bezug, Verwendung und Abgabe von Wärme sowohl Heizkraftwerke als auch Heizwerke1). Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung konnte für das Jahr 2013 eine Nettowärmeerzeugung von insgesamt 14,7 Millionen MWh nachgewiesen werden. Unter Berücksichtigung sonstiger Wärmebezüge von Energieversorgungsunternehmen, vom Verarbeitenden Gewerbe und von anderen Lieferanten (zusammen 1,9 Millionen MWh) sowie nach Abzug des Wärmebetriebsverbrauchs (0,3 Millionen MWh) standen für die Abgabe an Abnehmer 16,3 Millionen MWh Wärme zur Verfügung. Hauptabnehmer waren die beiden Letztverbrauchergruppen „Private Haushalte sowie Wohngebäude“ (6,3 Millionen MWh) und das Verarbeitende Gewerbe (4,5 Millionen MWh).

 
Erdgas war sowohl in Heizkraftwerken (6,0 Millionen MWh) als auch in Heizwerken (1,2 Millionen MWh) der mit Abstand bedeutendste Brennstoff für die Wärmeerzeugung und erreichte Anteile von 46,9 Prozent bzw. 59,5 Prozent im jeweiligen Energieträgermix. Die erneuerbaren Energieträger konnten in Heizkraftwerken 13,4 Prozent (1,7 Millionen MWh) und in Heizwerken sogar 34,1 Prozent (0,7 Millionen MWh) zur Wärmeerzeugung beitragen. Dies entsprach einer Steigerung um 1,1 bzw. 5,7 Prozentpunkte im Vergleich zur Vorperiode. In beiden Anlagentypen wurden hinsichtlich der regenerativen Energien vorzugsweise feste biogene Stoffe zur Wärmeerzeugung eingesetzt, daneben aber auch (biogene) Abfälle, insbesondere in den Heizkraftwerken. Gasförmige erneuerbare Energieträger, wie das Bio- oder Deponiegas, spielten nur eine untergeordnete Rolle. Nicht zum Einsatz kamen flüssige biogene Stoffe. Die übrigen konventionellen Energieträger, beispielsweise (nicht biogene) Abfälle und Mineralölprodukte, erreichten in Heizwerken nur noch einen Anteil von 6,4 Prozent an der gesamten erzeugten Wärmemenge. In Heizkraftwerken hingegen war ihre Bedeutung mit 39,7 Prozent deutlich größer, da in fünf bayerischen Anlagen zusätzlich Steinkohlen eingesetzt wurden.
 
 
1) Ein Heizkraftwerk ist eine Anlage, in der die eingesetzte Energie sowohl in Strom als auch in Wärme, in der Regel mittels Kraft-Wärme-Kopplung, umgewandelt werden kann. Bei Heizwerken kann die eingesetzte Energie nur in Wärme umgewandelt werden.
 
 

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.