Auf einen Blick

Pressemitteilung

334/2014/57/B
München, den 17. November 2014

Weltstudententag am 17. November

Im Wintersemester 2013/14 waren 11,3 Prozent international Studierende an Bayerns Hochschulen

 
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, waren im Wintersemester 2013/14 an den bayerischen Hochschulen insgesamt 355 915 Studierende immatrikuliert. 40 346 davon waren internationale Studierende. Diese Gruppe setzt sich zusammen aus den sogenannten Bildungsausländern, das sind ausländische Studierende, die ihre Hochschulzugangsberechtigung (HZB) im Ausland bzw. an einem Studienkolleg erworben haben (26 915). Außerdem werden hierzu die Bildungsinländer (Ausländer mit deutscher Hochschulzugangsberechtigung, 9 923) und die deutschen Studierenden mit einer ausländischen Hochschulzugangsberechtigung (3 508) gezählt. Damit waren 11,3 Prozent aller Studierenden in Bayern international geprägt.

 
Im Wintersemester 2003/04 gehörten bereits 30 059 Studierende zu dieser Gruppe (12,3 Prozent aller Studierenden). Der Anteil der international Studierenden an allen Studierenden an Bayerns Hochschulen ist in den letzten 10 Jahren auf einem ähnlichen Niveau geblieben. Betrachtet man die Deutschen mit einer Hochschulzugangsberechtigung (HZB) aus dem Ausland für sich, ergibt sich ein Anstieg von 87,4 Prozent (+1 636). Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, ist dies zwar die kleinste, aber am stärksten wachsende Gruppe unter den international Studierenden. Der Frauenanteil aller international Studierenden lag bei 51,4 Prozent, im Wintersemester 2003/04 bei 55,3 Prozent.

 
Die meisten der im Wintersemester 2013/14 an den Hochschulen eingeschriebenen international Studierenden besuchten die bayerischen Universitäten (28 546). 70,8 Prozent dieser Studierenden waren an Universitäten immatrikuliert, 24,1 Prozent (9 729) an den staatlichen Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Der Anteil internationaler Studentinnen liegt bei den Universitäten mit 53,4 Prozent deutlich über dem Anteil an den staatlichen Fachhochschulen mit 43,8 Prozent.

 
Bei dieser Studierendengruppe war die Landeshauptstadt München besonders beliebt. An der Ludwig-Maximilians-Universität hatten sich 7 891 Studierende eingeschrieben, davon 5 008 Frauen. Die Technische Universität wurde im Wintersemester 2013/14 von insgesamt 7 757 (Frauenanteil: 2 608 bzw. 33,6 Prozent) und die Fachhochschule München von 2 396 (Frauenanteil: 42,9 Prozent) internationalen Studierenden besucht.

 
An der LMU München absolvierten 2 569 (32,6 Prozent) internationale Studierende ein Studium in der Fächergruppe der Sprach- und Kulturwissenschaften, gefolgt von den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (1 828) und den MINT-Fächern (Mathematik, Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften) mit 1 712 Studierenden.

 
An der Technischen Universität liegt der Schwerpunkt ihrem Profil entsprechend in der Fächergruppe des MINT-Bereichs. Hier hatten sich 6 128 der insgesamt 7 757 Studierenden eingeschrieben. Mit 676 Studierenden folgen die Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.

 
Bei den ausländischen und sonstigen internationalen Studierenden an der LMU waren im Wintersemester 2013/14 die Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften mit 23,2 Prozent beliebter als bei den übrigen Studierenden (22,2 Prozent). An der TU München wählten 79,0 Prozent der international Studierenden die MINT-Fächer, in die sich nur 63,8 Prozent der deutschen Studierenden mit einer Hochschulzugangsberechtigung aus dem Inland bei denen hingegen bei den nicht international Studierenden „nur“ eingeschrieben hatten.
 
 



Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.