Auf einen Blick


Pressemitteilung

338/2014/42/A
München, den 19. November 2014

Zum Weltkindertag am 20. November

Rund 79 Prozent der Kinder in Bayern wachsen bei Ehepaaren auf

 
Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung lebten den Ergebnissen des Mikrozensus 2013 zufolge in Bayern rund 2,07 Millionen Kinder unter 18 Jahren. Damit stellten Minderjährige knapp 17 Prozent der Gesamtbevölkerung. Beinahe acht von zehn Kindern lebten 2013 bei verheirateten Eltern. Rund drei Viertel aller Minderjährigen wuchsen mit mindestens einem Geschwisterkind auf.

 
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung anlässlich des Weltkindertages am 20. November mitteilt, lebten 2013 in Bayern insgesamt rund 2,07 Millionen Kinder unter 18 Jahren. Das entsprach einem Anteil von knapp 17 Prozent an der Gesamtbevölkerung im Freistaat.

 
Der Familientyp, in dem Minderjährige 2013 am häufigsten aufwuchsen, ist nach wie vor mit rund 79 Prozent die traditionelle Ehe, wobei der entsprechende Anteil im Jahr 2003 noch bei 83 Prozent lag. Fast 15 Prozent aller Kinder lebten 2013 dagegen bei einem alleinerziehenden Elternteil im Haushalt und rund sechs Prozent wuchsen in Lebensgemeinschaften heran.

 
Fast die Hälfte der unter 18-Jährigen (knapp 49 Prozent) wohnte 2013 mit einem weiteren minder- oder volljährigen Geschwisterkind im Haushalt zusammen. Zwei oder mehr Geschwister hatten insgesamt beinahe 27 Prozent der Kinder, während rund ein Viertel ohne Geschwister im Haushalt lebte.

 
Bei den Minderjährigen, die in einer Paargemeinschaft (Ehepaare und Lebensgemeinschaften) aufwuchsen, waren die Partner zu gut 69 Prozent beide berufstätig. Bei knapp 29 Prozent ging lediglich ein Partner einer Erwerbstätigkeit nach, wogegen bei nur rund zwei Prozent der Kinder beide Partner angaben, erwerbslos bzw. Nichterwerbspersonen zu sein.

 
Von den Kindern mit einem alleinerziehenden Elternteil übten bei rund 75 Prozent die Alleinerziehenden einen Beruf aus. Bei rund einem Viertel der Kinder zählte die alleinerziehende Mutter bzw. der Vater zu den Erwerbslosen oder Nichterwerbspersonen.


Methodische Hinweise:
 
Die vorliegenden Ergebnisse des Mikrozensus 2013 wurden auf einen neuen Hochrechnungsrahmen umgestellt. Grundlage hierfür sind die aktuellen Eckzahlen der laufenden Bevölkerungsfortschreibung, die auf den Daten des Zensus 2011 basieren.

 
Zu den Kindern unter 18 Jahren zählen im Mikrozensus ledige Personen ohne
Lebenspartner/-in und ohne eigene Kinder im Haushalt, die mit mindestens einem Elternteil in einer Familie zusammenlebten. Neben den leiblichen Kindern umfassen die genannten Zahlen aber auch Stief-, Adoptiv- und Pflegekinder. Bereits aus dem Haushalt ausgezogene Geschwister bleiben unberücksichtigt, da beim Mikrozensus lediglich das Beziehungsgefüge innerhalb des Haushalts betrachtet wird.

 
Die statistische Erfassung zur Erwerbstätigkeit beruht auf der Definition der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Zu den Erwerbstätigen zählen alle Personen im Alter von 15 oder mehr Jahren, die im Berichtszeitraum mindestens eine Stunde gegen Entgelt oder Ertrag irgendeiner beruflichen Tätigkeit nachgehen bzw. in einem Arbeitsverhältnis stehen. Personen, die nur vorübergehend vom Arbeitsplatz – z. B. wegen Krankheit oder (Erziehungs-)Urlaub – abwesend sind, gelten hier auch als berufstätig.





Ausführliche Ergebnisse enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht „Haushalte und Familien in Bayern 2013; Teil IV der Ergebnisse der 1%-Mikrozensuserhebung 2013“. Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (089 2119-3205) oder Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457).






Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.