Auf einen Blick

Pressemitteilung

341/2014/57/B
München, den 21. November 2014

Plus 4,2 Prozent Studierende in Bayern – Zahl der Studienanfänger leicht rückläufig, aber weiterhin hoch

Erneuter Zuwachs (+7,8 Prozent) bei den Studienanfängern im Bereich Informatik

 
Für das aktuelle Wintersemester hatten sich am 3. November 2014 an Bayerns Hochschulen 370 748 Studierende eingeschrieben. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, stieg nach den noch vorläufigen Meldungen die Zahl der Studierenden insgesamt um 4,2 Prozent (14 833 Studierende) gegenüber dem Vorjahr. Vor zehn Jahren, im Wintersemester 2004/05, wurden noch 249 131 Studierende und damit rund 33 Prozent weniger gezählt. Für das neue Semester schrieben sich 65 334 junge Menschen erstmals für ein Studium ein, im gesamten Studienjahr waren es 73 221. Damit stieg die Zahl der Studienanfänger im Zehnjahresvergleich (Studienjahr 2005: 50 518) um etwa 45 Prozent an. Der Anteil der Frauen an den Studienanfängern im ersten Hochschulsemester beträgt aktuell 49,7 Prozent und bewegte sich damit auf ähnlichem Niveau wie in den letzten zehn Studienjahren.

 
Anfang November waren an Bayerns Hochschulen 370 748 Studierende eingeschrieben. Für das Wintersemester 2014/15 meldeten die Studentenkanzleien damit 14 833 oder 4,2 Prozent mehr Studierende als im Wintersemester zuvor (355 915). Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, fiel nach noch vorläufigen Ergebnissen (Stichtag 3. November 2014) der Zuwachs an den Universitäten (240 111 Studierende) mit 3,8 Prozent niedriger aus als an den Fachhochschulen (122 477; +5,1 Prozent). An den Bayerischen Kunsthochschulen waren in diesem Wintersemester 3 720 junge Menschen immatrikuliert (+1,1 Prozent), an der Fachhochschule für Verwaltung und Recht 3 877 (-1,2 Prozent). Im Zehnjahresvergleich hat sich in Bayern die Zahl der Studierenden um 121 617 oder 48,8 Prozent erhöht (Wintersemester 2004/05: 249 131 Studierende).

 
Im Wintersemester 2014/15 begannen 65 334 junge Menschen ein Studium in Bayern. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das einen leichten Rückgang um -2,2 Prozent.

 
Betrachtet man die Studienanfängerzahlen im ersten Hochschulsemester nach dem Geschlecht, zeigt sich bei einer Frauenquote von 49,4 Prozent ein insgesamt nahezu ausgeglichenes Verhältnis. Dieses Bild lässt sich nach der Hochschulart und in einem Vergleich mit dem Wintersemester 2004/05 weiter differenzieren. So ist der Anteil der weiblichen Studienanfänger an den Verwaltungsfachhochschulen mit 53,1 Prozent (im WS 2004/05: 40,1 Prozent) leicht, an den Fachhochschulen mit 42,3 Prozent (im Vergleichssemester: 38,1 Prozent) sogar deutlich gestiegen. An den Universitäten mit 53,7 Prozent (zuvor: 55,5 Prozent) und an den Kunsthochschulen dagegen ist mit 53,7 Prozent (WS 2004/05: 53,9 Prozent) ein leichter Rückgang, an den theologischen Hochschulen sank der entsprechende Anteilswert deutlicher von 47,6 auf 40,0 Prozent.

 
Im Studienjahr 2014 waren an Bayerns Hochschulen insgesamt 73 221 Studienanfängerinnen und -anfänger (1. Hochschulsemester) zu verzeichnen. Das waren etwas weniger
(-0,6 Prozent) als im vorhergehenden Studienjahr, aber deutlich mehr als 2005 (22 703 oder 44,9 Prozent). Im Bereich Informatik waren 7,2 Prozent (5 278) aller Erstimmatrikulierten eingeschrieben. Insgesamt nahm die Zahl der Anfänger auch im Informatikbereich im Zehnjahresvergleich mit 101,5 Prozent überproportional zu. Noch dynamischer entwickelte sich der Bereich Bauingenieurwesen, in dem 1 818 junge Leute erstmals ein Studium begannen, das waren 139,8 Prozent mehr als zehn Jahre zuvor. Im Studienjahr 2014 begannen insgesamt 6 223 Studierende bzw. 8,5 Prozent ein Fachstudium im Bereich Maschinenbau/Verfahrenstechnik. In diesem Studienbereich stieg die Zahl der Anfänger seit dem Studienjahr 2005 um 54,2 Prozent. Der Bereich Elektrotechnik macht mit 2 802 Erstsemestern einen Anteil von 3,8 Prozent aus und ist seit 2005 um 28,8 Prozent gestiegen.

 
Während in den letzten zehn Studienjahren der Anteil der Anfängerinnen insgesamt relativ konstant blieb – 2011 mit der Aussetzung der Wehrpflicht bildet hier eine Ausnahme – stieg die Zahl der weiblichen Studienanfänger in den aufgeführten MINT-Bereichen überproportional. So nahm die Zahl angehender Informatikerinnen um 162,2 Prozent zu (Studenten +87,6 Prozent). Im Bereich Maschinenbau/Verfahrenstechnik lagen die entsprechenden Werte bei 123,7 Prozent (Studentinnen) bzw. bei 42,2 Prozent.
 
 



 
Ausführliche Ergebnisse enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht „Studierende an den Hochschulen in Bayern / Ergebnisse der Schnellmeldung - Wintersemester 2014/15 - Bestell-Nr. B3121C 201300". Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (089 2119-3205) oder Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457).
 
 

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