Auf einen Blick


Pressemitteilung

342/2014/36/E
München, den 21. November 2014

Bedeutung der erneuerbaren Energien im Rahmen der bayerischen Stromerzeugung weiter ansteigend

Anteil im Jahr 2013 bei 34,8 Prozent

 
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, erreichte die gesamte bayerische Stromerzeugung 2013 einen Wert von 90 852 GWh. Dies waren 3,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Rückgang wurde maßgeblich verursacht durch die verminderte Bedeutung von Erdgas im bayerischen Strommix. Der fossile Energieträger erreichte nur noch einen Anteil von 9,9 Prozent an der bayerischen Stromerzeugung. Der Anteil der Steinkohlen nahm demgegenüber auf 5,2 Prozent zu. Der Ausbau der erneuerbaren Energien erreichte eine Steigerung von 2,4 Prozentpunkten im Jahresvergleich. Ursächlich für den Anstieg war vor allem die Photovoltaik, die einen Zuwachs von 513 GWh verzeichnen konnte, gefolgt von der Biomasse (+448 GWh) und der Windkraft (+224 GWh). In Summe erreichten die erneuerbaren Energien einen Anteil von 34,8 Prozent an der bayerischen Stromerzeugung 2013.

 
Im Berichtsjahr 2013 wurden nach vorläufigen Ergebnissen des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung in Bayern insgesamt 90 852 GWh Strom erzeugt und damit 3,1 Prozent weniger als im Spitzenjahr 2012. Der Rückgang kann insbesondere auf die verminderte Stromproduktion mit Erdgas zurückgeführt werden.

 
Mit dem fossilen Energieträger wurden in der Berichtsperiode 8 988 GWh Strom erzeugt, 27,5 Prozent weniger als noch im Vorjahr. Während Erdgas im bayerischen Stromerzeugungsmix 2012 einen Anteil von 13,2 Prozent erreichte, waren es im Jahr 2013 nur noch 9,9 Prozent.

 
Die Stromerzeugung aus Steinkohlen wurde binnen Jahresfrist um 3,0 Prozent auf 4 754 GWh gesteigert. Dies entsprach einem Anteil von 5,2 Prozent im Strommix. Braunkoh-len kamen im bayerischen Kraftwerkspark nicht zum Einsatz. Deutschlandweit ist die Braunkohle allerdings der wichtigste Energieträger bei der Stromerzeugung.

 
Einschließlich Kernenergie, Heizöl und sonstigen (nicht erneuerbaren) Energieträgern vereinten die konventionellen Energieträger erstmals weniger als zwei Drittel der Stromerzeugung auf sich.

 
Der Ausbau der regenerativen Energieträger schritt somit auch 2013 voran (+2,4 Prozentpunkte), jedoch etwas weniger dynamisch als in den Vorjahren. Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien von 31 634 GWh erreichte einen Anteil von 34,8 Prozent an der Gesamtstromerzeugung.

 
Wichtigste regenerative Energiequelle war auch im aktuellen Berichtszeitraum die traditionell in Bayern starke Wasserkraft1) (13 143 GWh). Diese Energieform ist bereits relativ gut ausgebaut und erreichte einen kleinen Zuwachs von 0,2 Prozent.

 
Stärkere Zuwächse konnten insbesondere bei den anderen erneuerbaren Energieträgern beobachtet werden, allen voran bei der Photovoltaik (+513 GWh), gefolgt von der Biomasse (+448 GWh) und der Windkraft (+224 GWh). Die Photovoltaik übertraf mit 9 043 GWh in ihrer Bedeutung im Strommix (10,0 Prozent) erstmals das Erdgas.

 
Die Windkraft, bei der Bayern geo- und topographische Nachteile im Vergleich zum Bund besitzt, erreichte eine Steigerung von 20,0 Prozent, blieb aber in absoluten Werten (1 348 GWh) von eher untergeordneter Bedeutung.

 
Die Stromerzeugung aus Biomasse, zu der feste und flüssige biogene Stoffe, Biogas, Klärschlamm und biogene Abfälle gerechnet werden, konnte um 6,1 Prozent auf 7 781 GWh erhöht werden.

 
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1) Laufwasser, Speicherwasser und Pumpspeicher mit natürlichem Zufluss.






Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.