Auf einen Blick

Pressemitteilung

347/2014/52/D
München, den 26. November 2014

Anzahl beantragter Insolvenzverfahren in Bayern von Januar bis September 2014: leicht rückläufige Entwicklung

Durchschnittlich rund 54 700 Euro Gläubigerforderungen pro Verbraucherinsolvenzverfahren

 
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, wurden von Januar bis einschließlich September 2014 insgesamt 11 599 Insolvenzverfahren bei den Bayerischen Amtsgerichten beantragt, darunter 2 169 Unternehmens- und 6 687 Verbraucherinsolvenzverfahren. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, sind dies im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 6,2 Prozent weniger Unternehmensinsolvenzen und um 3,2 Prozent weniger beantragte Verbraucherinsolvenzen. Die Anzahl der von Unternehmensinsolvenzen betroffenen Ar-beitnehmer belief sich im Berichtszeitraum Januar bis September 2014 auf 17 828 Personen; das sind um 17,4 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum (15 180 Beschäftigte). Pro Unternehmensinsolvenzverfahren betrugen die durchschnittlichen Gläubigerforderungen 1,26 Millionen Euro; bei den Verbraucherinsolvenzverfahren bezifferte sich dieser Betrag im Mittel auf 54 677 Euro pro Verfahren.

 
Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung wurden bei den bayerischen Amtsgerichten von Januar bis einschließlich September 2014 insgesamt 11 599 Insolvenzverfahren beantragt, darunter 6 687 Verbraucherinsolvenzen und 2 169 Unternehmensinsolvenzen.

 
Damit ging die Anzahl der beantragten Unternehmensinsolvenzverfahren im Berichtszeitraum gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert um 6,2 Prozent zurück, bei den Verbraucherinsolvenzen betrug der Rückgang 3,2 Prozent. Die restlichen 2 743 Insolvenzverfahren betrafen natürliche Personen als Gesellschafter, ehemals selbstständig Tätige, Nachlässe und Gesamtgut; bei diesen Insolvenzverfahren war im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eine zahlenmäßige Zunahme um 7,7 Prozent zu verzeichnen.

 
Von den insgesamt 2 169 im Berichtszeitraum beantragten Unternehmensinsolvenzverfahren wurden 72,9 Prozent (1 582 Verfahren) eröffnet und 27,1 Prozent (587 Verfahren) mangels Masse abgewiesen. Die Gerichte bezifferten die in den Insolvenzanträgen dargestellten voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger gegenüber den insolventen Unternehmen auf rund 2,74 Milliarden Euro. Bezogen auf ein Unternehmensinsolvenzverfahren betrug die durchschnittliche Forderungssumme im Berichtszeitraum somit 1,26 Millionen Euro.

 
Zum Zeitpunkt des Insolvenzantrags arbeiteten bei den Unternehmen, die in den ersten neun Monaten des Jahres 2014 Insolvenz beantragt und Angaben zu den Beschäftigten gemacht hatten, 17 828 Personen. Damit waren im Berichtszeitraum um 17,4 Prozent mehr Beschäftigte von einer Unternehmensinsolvenz betroffen als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

 
Von den 6 687 im Berichtszeitraum beantragten Verbraucherinsolvenzverfahren wurden 6 588 eröffnet, die übrigen wurden entweder mangels Masse abgewiesen oder es wurde ein Schuldenbereinigungsplan angenommen. Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger gegenüber den Verbrauchern, die Insolvenz anmelden mussten, beliefen sich auf insgesamt rund 365,6 Millionen Euro.

 
In den ersten neun Monaten des Vorjahres lag dieser Wert bei 393,8 Millionen Euro; im Vergleich hierzu war im Berichtszeitraum somit ein Rückgang um 7,2 Prozent zu verzeichnen. Pro im Berichtszeitraum (Januar bis September 2014) beantragter Verbraucherinsolvenz beliefen sich die Gläubigerforderungen auf durchschnittlich 54 677 € und lagen damit um 4,1 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahreswert in Höhe von durchschnittlich 57 007 €.




Beantragte Insolvenzverfahren in Bayern von Januar bis September 2014

 

Insolvenzverfahren Jan. - Sept. 2014

Jan. - Sept. 2013:

Verfahren insgesamt

Veränderung ggü.

Jan. - Sept. 2013

(in %)

insgesamt

eröffnet

mangels Masse

abgewiesen

Schulden-bereinigungsplan

angenommen

Insgesamt

11 599

10 630

866

103

11 768

-1,4

Unternehmen

2 169

1 582

587

X

2 312

-6,2

Übrige Schuldner

9 430

9 048

279

103

9 456

-0,3

davon

 

 

 

 

 

 

Verbraucher

6 687

6 588

4

95

6 909

-3,2

natürliche Personen als Gesellschafter u. Ä.

44

36

8

X

60

-26,7

ehemals selbstständig Tätige1)

2 277

2 115

154

8

2 235

1,9

Nachlässe u. Gesamtgut

422

309

113

X

252

67,5

 

____________

1) Vereinfachte Verfahren und Regelinsolvenzverfahren.






Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.