Auf einen Blick


Pressemitteilung

352/2014/56/E
München, den 28. November 2014

Auftragsbestand im bayerischen Bauhauptgewerbe gegenüber Ende September 2013 um 4,6 Prozent gestiegen

Hochbau weit überdurchschnittlich im Plus, dagegen Straßenbau am stärksten im Minus

  
Ende September 2014 verzeichnete das Bauhauptgewerbe in Bayern einen Auftragsbestand im Gesamtwert von 5,91 Milliarden Euro. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung ist der bauhauptgewerbliche Auftragsbestand damit gegenüber dem Vorjahresergebnis insgesamt um 4,6 Prozent gestiegen. Während der gewerbliche und industrielle Hochbau sowie der öffentliche Hochbau mit weit überdurchschnittlich positiven Veränderungsraten zur Gesamtentwicklung beitrugen (+21,4 Prozent bzw. +18,2 Prozent gegenüber Ende September 2013), fielen der Straßen- und der Wohnungsbau dagegen durch stark rückläufige Auftragsbestände auf (-7,9 Prozent bzw. -5,0 Prozent). Bei regionaler Betrachtung des bauhauptgewerblichen Auftragsbestands auf Ebene der Regierungsbezirke ergibt sich ein ähnlich heterogenes Bild. Zwei Regierungsbezirke (Mittel- und Unterfranken) finden sich überdurchschnittlich im Plus (+33,3 Prozent bzw. +38,6 Prozent) und zwei Regierungsbezirke (Oberbayern und Schwaben) deutlich im Minus (-3,7 Prozent bzw. 5,7 Prozent).

 
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, bezifferte sich der Auftragsbestand im Bauhauptgewerbe Ende September 2014 auf einen Gesamtwert von 5,91 MilliardenEuro und lag damit um 4,6 Prozent über Vorjahresniveau.

 
Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf die positive Entwicklung bei den Bausparten „Gewerblicher und industrieller Hochbau“ sowie „Öffentlicher Hochbau“ zurückzuführen, die mit jeweils weit überdurchschnittlichen Zuwachsraten von 21,4 Prozent bzw. 18,2 Prozent ihren jeweiligen Anteil am gesamten Auftragsbestand im Bauhauptgewerbe deutlich auf 28,3 Prozent (1,67 Milliarden Euro) bzw. 8,8 Prozent (518,7 Millionen Euro) steigern konnten.

 
Während der Auftragsbestand im Tiefbau für Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen dagegen schwächer zunahm (+5,3 Prozent auf 761,5 Millionen Euro), ging dieser bei den anderen Bausparten sogar zurück, darunter relativ am stärksten im Straßenbau, und zwar um 7,9 Prozent auf 996,3 Millionen Euro.

 
Betrachtet man den gesamten bauhauptgewerblichen Auftragsbestand in Bayern Ende September 2014 nach Regierungsbezirken, zeigen sich ebenfalls stark heterogene Entwicklungen. Die mit Abstand stärkste Zuwachsrate verzeichneten die in Unterfranken ansässigen bauhauptgewerblichen Betriebe, für die ein Auftragsbestand von insgesamt 619,3 Millionen Euro festgestellt wurde (+38,6 Prozent).

 
Auch die mittel- und oberfränkischen Betriebe der Branche wiesen im Gesamtergebnis überdurchschnittliche Steigerungsraten auf (+33,3 Prozent bzw. +8,5 Prozent), wogegen die oberpfälzischen Betriebe lediglich unterdurchschnittlich punkteten (+3,0 Prozent) und die Betriebe mit Sitz in Oberbayern, Niederbayern sowie Schwaben im Mittel sogar rückläufige Auftragsbestände hinzunehmen hatten. Deren Einbußen bezifferten sich zwischen 0,3 Prozent (Niederbayern) und 5,7 Prozent (Schwaben), wobei die bauhauptgewerblichen Betriebe in Oberbayern allerdings ihre Spitzenposition beim Auftragsbestand mit insgesamt 1,66 Milliarden Euro (-3,7 Prozent) aktuell weiter mit großem Abstand behaupten konnten.



Hinweis:

Die Berichterstattung basiert auf den Ergebnissen der vierteljährlichen Erhebung des Auftragsbestands im Bauhauptgewerbe. Im Rahmen dieser Quartalserhebung werden die bauhauptgewerblichen Betriebe von Unternehmen mit 20 oder mehr tätigen Personen befragt.



Auftragsbestände im Bauhauptgewerbe in Bayern

(Betriebe von Unternehmen mit 20 oder mehr tätigen Personen)

Gebiet

Auftrags-
bestände
ins-
gesamt

davon

Woh-
nungs-
bau

Gewerbl.
u. industr.
Hoch-
bau1)

Gewerbl.
u. industr.
Tief-
bau

Öffent-
licher
Hoch-
bau

Straßen-
bau

Tiefbau für Gebiets-körper-schaften u. Sozialvers.

1 000 Euro

Ende September 2014

Oberbayern

1 657 726 

 294 717 

 307 610 

 325 049 

 96 486 

 487 785 

 146 079 

Niederbayern

 888 759 

 180 033 

 356 747 

 56 622 

 52 327 

 95 763 

 147 265 

Oberpfalz

 965 095 

 134 424 

 342 778 

 131 492 

 130 677 

 105 618 

 120 105 

Oberfranken

 499 275 

 63 361 

 144 329 

 43 090 

 28 314 

 148 561 

 71 621 

Mittelfranken

 526 163 

 125 308 

 178 812 

 63 315 

 52 576 

 38 829 

 67 324 

Unterfranken

 619 324 

 64 253 

 160 837 

 133 873 

 92 573 

 47 073 

 120 714 

Schwaben

 756 587 

 235 096 

 181 302 

 113 366 

 65 777 

 72 643 

 88 404 

 

 

 

 

 

 

 

Bayern

5 912 928 

1 097 192 

1 672 415 

 866 808 

 518 730 

 996 272 

 761 512 

Veränderungen in % gegenüber Ende September 2013

Oberbayern

-3,7

-8,4

56,3

-8,4

37,8

-10,3

-37,6

Niederbayern

-0,3

-15,2

1,8

-17,7

4,2

1,2

28,1

Oberpfalz

3,0

-16,2

15,6

3,2

4,9

-10,6

8,7

Oberfranken

8,5

-21,3

7,7

155,9

-9,4

12,8

8,5

Mittelfranken

33,3

25,7

77,9

1,3

50,8

10,0

8,8

Unterfranken

38,6

-1,6

37,0

55,0

46,2

-11,1

96,2

Schwaben

-5,7

8,9

-0,2

-29,8

1,9

-30,8

19,5

 

 

 

 

 

 

 

Bayern

4,6

-5,0

21,4

-1,3

18,2

-7,9

5,3

_________

1) Einschl. landwirtschaftlicher Bau.



Ausführliche Ergebnisse enthält der demnächst erscheinende Statistische Bericht „Baugewerbe in Bayern im Oktober 2014“ (Berichtsnummer: E21003 201410). Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (089 2119-3205) oder Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457).





Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.