Auf einen Blick

Pressemitteilung

353/2014/55/A
München, den 01. Dezember 2014

Zahl der Entbindungen in Bayerns Krankenhäusern 2013 um 1,6 Prozent gestiegen

Fast jede dritte Entbindung erfolgte durch Kaiserschnitt

 
In den bayerischen Krankenhäusern mit einer Entbindungsstation wurden im Jahr 2013 rund 106 000 Entbindungen (+1,6 Prozent) registriert. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung wurde bei fast einem Drittel der Entbindungen ein Kaiserschnitt vorgenommen. Obwohl die Zahl der Entbindungen seit 1991 um 20,1 Prozent abgenommen hat, ist die Zahl der Kaiserschnittgeburten um 62,1 Prozent gestiegen.

 
Im Jahr 2013 wurden in bayerischen Krankenhäusern mit einer Entbindungsstation 106 157 Entbindungen registriert. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, entsprach dies einer Steigerung von 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bei 32,6 Prozent (34 592) der Entbindungen wurde ein Kaiserschnitt durchgeführt. In 6,6 Prozent (6 986) der Entbindungsfälle wurde die Saugglocke (Vakuumextraktion) und bei 0,3 Prozent (363) Prozent die Geburtszange eingesetzt.

 
Seit dem Jahr 1991 ist die Gesamtzahl der Entbindungen in bayerischen Krankenhäusern von damals 132 897 um 20,1 Prozent gesunken. Die Zahl der Entbindungen mittels Kaiserschnitt stieg jedoch stetig an. So betrug der Anteil der Kaiserschnittentbindungen im Jahr 1991 16,1 Prozent. Im Jahr 2013 war der Anteil der Kaiserschnittgeburten dagegen mit 32,6 Prozent doppelt so hoch.

 
Andere Maßnahmen zur Geburtshilfe wie die Zangengeburt wurden vor 23 Jahren 2 061 Mal angewandt, im Jahr 2013 nur noch 363 Mal (-82,4 Prozent). Die Vakuumextraktion wurde im Jahr 1991 noch 8 860 Mal eingesetzt, im Jahr 2013 hingegen nur noch in 6 986 Fällen
(-21,2 Prozent).
 
 

Entbindungen in bayerischen Krankenhäusern von 1991 bis 2013

Jahr

Entbindungen

darunter Entbindungen durch

Anzahl

Veränderung ggü.
dem Vorjahr in %

Kaiserschnitt

Zangengeburt

Vakuumextraktion

Anzahl

in  %

Anzahl

in  %

Anzahl

in  %

1991

 132 897

-

 21 340

16,1

 2 061

1,6

 8 860

6,7

1992

 132 303

-0,4

 21 693

16,4

 1 794

1,4

 8 641

6,5

1993

 131 520

-0,6

 22 095

16,8

 2 088

1,6

 8 925

6,8

1994

 126 063

-4,1

 22 297

17,7

 1 588

1,3

 8 021

6,4

1995

 124 199

-1,5

 21 711

17,5

 1 608

1,3

 7 832

6,3

1996

 127 719

2,8

 23 439

18,4

 1 655

1,3

 7 664

6,0

1997

 128 872

0,9

 24 915

19,3

 1 575

1,2

 7 536

5,8

1998

 124 270

-3,6

 24 767

19,9

 1 381

1,1

 6 893

5,5

1999

 120 667

-2,9

 24 644

20,4

 1 309

1,1

 6 970

5,8

2000

 118 409

-1,9

 25 560

21,6

 1 139

1,0

 6 467

5,5

2001

 113 997

-3,7

 26 325

23,1

  995

0,9

 6 170

5,4

2002

 111 045

-2,6

 27 847

25,1

  776

0,7

 5 694

5,1

2003

 109 584

-1,3

 29 002

26,5

  639

0,6

 5 006

4,6

2004

 107 291

-2,1

 29 656

27,6

  682

0,6

 5 175

4,8

2005

 104 432

-2,7

 29 770

28,5

  557

0,5

 5 272

5,0

2006

 101 705

-2,6

 30 883

30,4

  458

0,5

 5 265

5,2

2007

 103 833

2,1

 31 955

30,8

  570

0,5

 5 534

5,3

2008

 103 463

-0,4

 33 341

32,2

  449

0,4

 5 641

5,5

2009

 100 405

-3,0

 33 196

33,1

  418

0,4

 5 778

5,8

2010

 101 977

1,6

 33 348

32,7

  423

0,4

 5 961

5,8

2011

 100 788

-1,2

 33 593

33,3

  431

0,4

 6 121

6,1

2012

 104 483

3,7

 33 819

32,4

  313

0,3

 6 662

6,4

2013

 106 157

1,6

 34 592

32,5

  363

0,3

 6 986

6,5

 
 
Weitere Ergebnisse enthält der Statistische Bericht „Krankenhausstatistik – Grunddaten, Diagnosen und Kostennachweis 2013“ (Berichtsnummer A4200C 201300). Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (089 2119-3205) oder Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457).
 
 

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.