Auf einen Blick


Pressemitteilung

363/2014/33/C
München, den 10. Dezember 2014

Landwirtschaftliche Betriebe in Bayern nutzen verstärkt Bewässerungsmöglichkeiten

Anstieg der tatsächlich bewässerten Fläche binnen drei Jahren um fast 17 Prozent

 
Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung wurden von Bayerns Landwirten gemäß den endgültigen Ergebnissen der Agrarstrukturerhebung 2013 im Jahr 2012 rund 16 800 Hektar bzw. ungefähr 0,5 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche bewässert. Verglichen mit dem Jahr 2009, als nur knapp 14 400 Hektar bewässert wurden, entspricht dies einer Steigerung um fast 17 Prozent.

 
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, wurden für Bayern im Rahmen der Agrarstrukturerhebung 2013 rund 93 300 landwirtschaftliche Betriebe ermittelt. Davon bewirtschafteten 93 000 dieser Betriebe 3 136 200 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche. Insgesamt wurden in Bayern im Jahr 2012 etwa 0,5 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche bzw. rund 16 800 Hektar künstlich bewässert. Im Jahr 2009 waren es lediglich 14 400 Hektar. Damit stieg die Bewässerungsfläche binnen drei Jahren um fast 17 Prozent.1)

 
Auch die Anzahl der Betriebe, die überhaupt die Möglichkeit zur Bewässerung hatten, stieg an. Gaben im Jahr 2009 nur knapp 2 200 Betriebe an, ihre Flächen bewässern zu können, taten dies im Jahr 2012 über 3 400 Betriebe. Dies entspricht einer Erhöhung um 55 Prozent. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche, die dabei hätte bewässert werden können, stieg ebenfalls deutlich an, und zwar um 45 Prozent. Im Jahr 2009 hätten rund 38 000 Hektar bewässert werden können, im Jahr 2012 waren es knapp über 55 600 Hektar.

 
 
Die künstliche Bewässerung in der Landwirtschaft dient vorwiegend dazu, fehlende Niederschläge auszugleichen und damit die optimale Versorgung der Pflanzen mit Wasser zu gewährleisten. Aufgrund verschiedener globaler Probleme, wie z.B. der stetig wachsenden Weltbevölkerung und der damit verbundenen erhöhten Nahrungsmittelnachfrage sowie der zunehmenden Versalzung und Veränderung des Grundwasserspiegels ist zu erwarten, dass die Nachfrage nach Bewässerungsmöglichkeiten zukünftig weltweit steigen wird. Für Bayern werden diesbezügliche Daten wieder im Rahmen der Agrarstrukturerhebung 2016 erhoben.
 
 
 
1) Da die Bewässerungssituation für das Jahr 2012 nachgewiesen wurde, werden die Zahlen von 2012 mit 2009, dem Jahr der entsprechenden Vorerhebung zum Themenkomplex Bewässerung, verglichen.
 
 
 

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.