Auf einen Blick

Pressemitteilung

38/2014/54/K
München, den 20. Februar 2014

Anzahl der ambulant betreuten Wohngemeinschaften in Bayern auch 2013 gestiegen

Zwei Drittel der Wohngemeinschaften waren in den Landkreisen angesiedelt

Ältere Menschen und Menschen mit Handicap nutzen neben der Betreuung zuhause oder in einer Einrichtung zunehmend die ambulant betreute Wohngemeinschaft als Alternative. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, lebten Ende 2013 insgesamt 1 365 Menschen in den 198 ambulant betreuten Wohngemeinschaften des Freistaats. Gegenüber dem Vorjahr war dies ein Anstieg um rund zwölf Prozent.

Ambulant betreute Wohngemeinschaften sind eine noch immer relativ neue Wohnform für ältere und/oder demente Menschen sowie für Menschen mit Behinderung, die sich jedoch zunehmender Beliebtheit erfreut. Diese Wohnform bietet den Bewohnern soziale Kontakte, Selbstständigkeit und eine bedarfsgerechte Betreuung. Man lebt selbstbestimmt in einer Wohnung oder einem Haus zusammen, die notwendigen Unterstützungsleistungen werden dabei gemeinsam organisiert und eingekauft. Die ambulant betreute Wohngemeinschaft ist somit als alternative Wohnform zwischen einem Leben mit Betreuung und Pflege in der angestammten Wohnung und einem Leben in einer Einrichtung einzuordnen.

Laut Bayerischem Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung gab es im Dezember 2013 im Freistaat 198 geprüfte, ambulant betreute Wohngemeinschaften (+17 Prozent gegenüber Ende 2012) mit 1 513 Plätzen (+12 Prozent) in 1 438 Zimmern (+12 Prozent). 1 365 Menschen lebten in einer ambulant betreuten Wohngemeinschaft und somit rund zwölf Prozent mehr als Ende 2012.

Von den Einrichtungen waren 125 und somit fast zwei Drittel in den Landkreisen angesiedelt, 73 in den kreisfreien Städten. Entsprechend lebten in den bayerischen Landkreisen 876 Personen in einer ambulant betreuten Wohngemeinschaft, in den kreisfreien Städten waren es 489.

Ende 2013 lebten durchschnittlich sieben Bewohner in einer Wohngemeinschaft, die Auslastung der vorhandenen Plätze lag bei gut 90 Prozent.

Verglichen mit den insgesamt 73 459 Menschen, die Ende 2011 von einem ambulanten Pflegedienst, und den 109 835 Menschen, die in einer stationären Pflegeeinrichtung betreut wurden, handelt es sich unverändert um einen kleinen Kreis, der jedoch seit der Verabschiedung des Pflege- und Wohnqualitätsgesetzes zum 1. August 2008 stetig wächst.


Ambulant betreute Wohngemeinschaften in Bayern seit 2010 Ambulant betreute Wohngemeinschaften in Bayern seit 2010

Einen Überblick zum Stand in den Regierungsbezirken zeigt folgende Tabelle:

Geprüfte ambulant betreute Wohngemeinschaften in Bayern im Dezember 2013

Regierungsbezirk

Wohngemeinschaften

Zimmer

Plätze

Bewohner

Oberbayern

79

520

529

489

Niederbayern

21

170

179

158

Oberpfalz

26

154

161

134

Oberfranken

4

29

30

30

Mittelfranken

23

177

198

175

Unterfranken

13

98

102

84

Schwaben

32

290

314

295

Bayern

198

1 438

1 513

1 365

 

 

 

 

 

… davon in den

kreisfreien Städten

73

502

520

489

Landkreisen

125

936

993

876



Ausführliche Ergebnisse enthält der Statistische Bericht „Einrichtungen für ältere Menschen und ambulant betreute Wohngemeinschaften“ (Bestellnummer: K81003). Der Bericht kann im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Gedruckte Ausgaben können beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Post bestellt werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.