Auf einen Blick


Pressemitteilung

46/2015/35/M
München, den 27. Februar 2015

Inflationsrate in Bayern im Februar bei 0,3 Prozent

Preissprung bei Heizöl, Mineralölprodukte jedoch weiterhin deutlich günstiger als im Vorjahr

 
Im Vergleich zum Februar des Vorjahres haben sich die Verbraucherpreise in Bayern im Gesamtniveau um 0,3 Prozent erhöht. Damit ist die Inflationsrate wieder leicht im positiven Bereich; im vorangegangenen Januar wurde ein Rückgang des Preisniveaus von 0,2 Prozent gemessen. Wie schon in den Vormonaten hat zu der niedrigen Inflationsrate maßgeblich der Preisverfall am Energiemarkt beigetragen. So haben sich binnen Jahresfrist Heizöl um 21,8 und Kraftstoffe um 12,9 Prozent verbilligt. - Das Preisniveau für Nahrungsmittel ist im Gesamtdurchschnitt im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,1 Prozent gestiegen. Bei den einzelnen Produkten verlief die Entwicklung teilweise wiederum sehr unterschiedlich. So sind beispielsweise die Preise für Butter (-13,9 Prozent) und Vollmilch (-8,7 Prozent) deutlich gefallen, während Bohnenkaffee (+11,8 Prozent) im Jahresvergleich spürbar teurer wurde. - Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, sind die Verbraucherpreise im Gesamtniveau gegenüber dem vorangegangenen Januar um 0,9 Prozent gestiegen. Dieser vergleichsweise starke monatliche Anstieg hat mehrere Ur-sachen. So haben sich die Preise für Heizöl (+13,5 Prozent) und Kraftstoffe (+3,5 Prozent) kurzfristig wieder deutlich erhöht, aus saisonalen Gründen sind zudem die Preise für Pauschalreisen (+16,3 Prozent) spürbar gestiegen. Schließlich haben sich nach Auslaufen des Winterschlussverkaufs auch Bekleidungsartikel (+3,4 Prozent) wieder verteuert.





 
Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik lag die Inflationsrate, das ist die Veränderung des Verbraucherpreisindex für Bayern gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat in Prozent, im Februar 2015 bei +0,3 Prozent; im vorangegangenen Januar hatte sie bei -0,2 Prozent gelegen. Ohne Kraftstoffe und Heizöl gerechnet, hätte sich der Verbraucherpreisindex im Vergleich zum Februar des Vorjahres um 1,1 Prozent erhöht.

 
Die Preise für Nahrungsmittel sind gegenüber dem Februar des Vorjahres im Gesamtdurchschnitt um 1,1 Prozent gestiegen. Bei den einzelnen Produkten verlief die Preisentwicklung teilweise wiederum sehr unterschiedlich. Deutlich billiger als im Vorjahr waren u. a. Butter (-13,9 Prozent) und Vollmilch (-8,7 Prozent), während sich die Preise für Obst (+10,8 Prozent) und Bohnenkaffee (+ 11,8 Prozent) spürbar erhöhten.

 
Im Energiesektor sind die Preise für Heizöl gegenüber dem Februar des Vorjahres um 21,8 Prozent gefallen. Auch Kraftstoffe (-12,9 Prozent) haben sich binnen Jahresfrist spürbar verbilligt. Nur geringfügige Preisrückgänge konnten bei Gas (-0,1 Prozent) und
Strom (-0,9 Prozent) beobachtet werden.

 
Weiterhin entspannt verläuft im Landesdurchschnitt die Preisentwicklung bei den Wohnungsmieten (ohne Nebenkosten). Gegenüber dem Februar des Vorjahres erhöhten sie sich um 1,7 Prozent. Deutlich niedriger als im Vorjahr waren im Februar weiterhin die Preise vieler hochwertiger technischer Produkte. So konnten die Verbraucher
Festplattenrecorder (-5,8 Prozent), tragbare Computer (-9,7 Prozent) und
Fernsehgeräte (-12,0 Prozent) deutlich günstiger beziehen als im Vorjahr.

 
Im Vergleich zum Vormonat haben sich die Verbraucherpreise im Gesamtniveau um 0,9 Prozent erhöht. Dieser binnen Monatsfrist vergleichsweise deutliche Anstieg hat mehrere Gründe. So konnten bei Kraftstoffen (+3,5 Prozent) und Heizöl (+13,5 Prozent) kräftige kurzfristige Preiserhöhungen beobachtet werden.

 
Aus saisonalen Gründen haben sich im Vergleich zum Vormonat auch
Pauschalreisen (+16,3 Prozent) erheblich verteuert. Nach Auslaufen des Winterschlussverkaufs und der beginnenden Einführung der Sommerkollektion sind im Februar zudem auch die Preise für Bekleidungsartikel (+3,4 Prozent) gestiegen.




Hinweis:

Die Presseinformation zum Berichtsmonat Februar 2015 enthält vorläufige Ergebnisse.



Endgültige und ausführliche Ergebnisse enthalten die in Kürze erscheinenden Statistischen Berichte "Verbraucherpreisindex für Bayern, Februar 2015 mit Jahreswerten von 2011 bis 2014 sowie tief gegliederten Ergebnissen nach Gruppen und Untergruppen“ (Bestellnummer: M12013) und "Verbraucherpreisindex für Bayern mit monatlichen Indexwerten von Januar 2010 bis Februar 2015 sowie Untergliederung nach Haupt- und Sondergruppen" (Bestellnummer: M13013).

 
Die Berichte können im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (089 2119-3205) oder Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457).








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