Auf einen Blick

Pressemitteilung

51/2014/56/E
München, den 03. März 2014

Auftragsbestand im bayerischen Bauhauptgewerbe Ende Dezember 2013 mit 6,3 Prozent im Plus

Mit 1,43 Milliarden Euro höchster Auftragsbestand im gewerblichen und industriellen Hochbau

Der Auftragsbestand, den die in Bayern ansässigen Betriebe des Bauhauptgewerbes von Unternehmen mit 20 oder mehr tätigen Personen zum Stichtag Ende Dezember 2013 meldeten, belief sich auf insgesamt 5,22 Milliarden Euro. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, lag der Auftragsbestand im Bauhauptgewerbe damit nominal um 6,3 Prozent über dem vergleichbaren Vorjahreswert. Von diesem Auftragsbestand entfielen allein 27,4 Prozent auf den gewerblichen und industriellen Hochbau (+14,3 Prozent gegenüber Ende Dezember 2012) und 20,2 Prozent auf den Wohnungsbau (+0,9 Prozent). Nach Bausparten differenziert, trug der gewerbliche und industrielle Tiefbau mit einer Zuwachsrate von 55,7 Prozent (auf 766,2 Millionen Euro) relativ am stärksten zum Anstieg des gesamten baugewerblichen Auftragsbestandes bei. Nach regionaler Ansiedlung der maßgeblichen Betriebe unterschieden, die bauhauptgewerblichen Betriebe in Unterfranken mit einer Steigerungsrate von 27,4 Prozent (auf 448,6 Millionen Euro).

Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung bezifferte sich der Auftragsbestand der in Bayern ansässigen Betriebe des Bauhauptgewerbes von Unternehmen mit 20 oder mehr tätigen Personen Ende Dezember 2013 auf insgesamt 5,22 Milliarden Euro. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreswert bedeutet dies ein Plus von nominal 309,4 Millionen Euro bzw. 6,3 Prozent. Erwartungsgemäß lag dabei der Auftragsbestand im gewerblichen und industriellen Hochbau (einschl. landwirtschaftlichem Bau) mit 1,43 Milliarden Euro bzw. 27,4 Prozent und im Wohnungsbau mit 1,05 Milliarden Euro bzw. 20,2 Prozent wiederum am höchsten, im Abstand gefolgt vom Straßenbau (861 Millionen Euro; +28,3 Prozent) sowie vom gewerblichen und industriellen Tiefbau (766,2 Millionen Euro;
+55,7 Prozent). Mit Ausnahme des Tiefbaus für Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen, für den mit 691 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahresergebnis ein um 35,6 Prozent geringerer Auftragsbestand festzustellen war, verzeichneten alle anderen Bausparten Zuwächse. Während der Wohnungsbau auf hohem Niveau schwach punktete
(+0,9 Prozent), erfuhren die anderen Sparten überdurchschnittliche Steigerungsraten zwischen 10,1 Prozent (öffentlicher Hochbau) und 55,7 Prozent (gewerblicher und industrieller Tiefbau).

Betrachtet man den gesamten bauhauptgewerblichen Auftragsbestand in Bayern Ende Dezember 2013 in regionaler Untergliederung nach Regierungsbezirken, zeigt sich das deutlichste Plus für die in Unterfranken ansässigen bauhauptgewerblichen Betriebe, für die ein Auftragsbestand im Wert von insgesamt 448,6 Millionen Euro (+27,4 Prozent) registriert wurde. Auch die niederbayerischen, oberpfälzischen und schwäbischen Betriebe wiesen im Gesamtergebnis überdurchschnittliche Steigerungsraten auf (von 8,8 Prozent bis 14,8 Prozent). Die mittelfränkischen bauhauptgewerblichen Betriebe, die mit 323,7 Millionen Euro den geringsten Anteil des gesamten Auftragsbestands auf sich verbuchen konnten, verzeichneten dagegen eine unterdurchschnittliche Steigerungsrate von 3,5 Prozent, während der Auftragsbestand der oberbayerischen Betriebe auf Spitzenreiterniveau leicht zurückging
(1,58 Milliarden Euro; -0,4 Prozent) und derjenige der oberfränkischen Betriebe massiv abnahm (410,5 Millionen Euro; -9,5 Prozent).


Auftragsbestände im Bauhauptgewerbe in Bayern

(Betriebe von Unternehmen mit 20 oder mehr tätigen Personen)

Gebiet

Auftrags-
bestände
ins-
gesamt

davon

Woh-
nungs-
bau

Gewerbl.
u. industr.
Hoch-
bau1)

Gewerbl.
u. industr.
Tief-
bau

Öffent-
licher
Hoch-
bau

Straßen-
bau

Tiefbau für Gebiets-körper-schaften u. Sozialvers.

1 000 Euro

Ende Dezember 2013

Oberbayern

1 580 509 

 278 141 

 216 858 

 304 816 

 79 529 

 483 882 

 217 283 

Niederbayern

 793 899 

 208 619 

 330 672 

 47 742 

 40 586 

 49 578 

 116 703 

Oberpfalz

 934 015 

 145 014 

 361 198 

 148 055 

 108 003 

 77 574 

 94 171 

Oberfranken

 410 518 

 69 471 

 120 327 

 18 853 

 24 449 

 128 659 

 48 758 

Mittelfranken

 323 742 

 74 070 

 96 758 

 59 346 

 30 927 

 21 213 

 41 428 

Unterfranken

 448 639 

 68 078 

 148 689 

 31 301 

 53 496 

 35 860 

 111 215 

Schwaben

 725 238 

 208 008 

 155 375 

 156 093 

 80 061 

 64 232 

 61 470 

Bayern

5 216 561 

1 051 400 

1 429 879 

 766 206 

 417 050 

 860 999 

 691 026 

Veränderungen in % gegenüber Ende Dezember 2012

Oberbayern

-0,4

16,5

25,9

119,0

62,7

54,3

-67,8

Niederbayern

10,0

6,1

7,0

-19,1

-29,6

69,8

66,1

Oberpfalz

14,8

26,0

17,6

62,7

-11,1

3,9

-9,6

Oberfranken

-9,5

-25,3

0,6

-51,8

-30,6

11,6

-5,0

Mittelfranken

3,5

-30,6

10,1

146,2

78,1

10,7

-28,2

Unterfranken

27,4

-9,8

71,6

63,8

-14,8

-5,9

58,9

Schwaben

8,8

-4,0

-7,7

29,5

127,0

-21,1

37,5

 

 

 

 

 

 

 

Bayern

6,3

0,9

14,3

55,7

10,1

28,3

-35,6

_________

1) Einschl. landwirtschaftlicher Bau.



Ausführliche Ergebnisse enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht „Baugewerbe in Bayern im Januar 2014“ (Bestellnummer: E21003 201401). Der Bericht kann im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Gedruckte Ausgaben können beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Post bestellt werden.

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.