Auf einen Blick

Pressemitteilung

67/2014/57/H
München, den 14. März 2014

Güterumschlag in Bayerns Häfen 2013 um neun Prozent gesunken

Rückgang der Binnenschifffahrt auf dem Main sogar um 12,1 Prozent

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, lag der Güterumschlag der bayerischen Binnenschifffahrt im Jahr 2013 bei 7,7 Millionen Tonnen und damit neun Prozent unter dem Stand des Vorjahres. Im Maingebiet wurden 4,6 Millionen Tonnen verladen (-12,1 Prozent) und im Donaugebiet 3,2 Millionen Ton-nen (-4,2 Prozent). Die umschlagstärksten Häfen an der Donau waren Regensburg und Straubing-Sand, am Main waren es Aschaffenburg und Nürnberg. Zu Wasser werden hauptsächlich land- und forstwirtschaftliche Erzeugnisse sowie Erze, Steine und Erden transportiert.

Die bayerischen Häfen der Bundeswasserstraßen von Passau über Nürnberg bis Aschaffenburg schlugen im Jahr 2013 rund 7,7 Millionen Tonnen Güter um und somit neun Prozent weniger als im Vorjahr. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung wurden fast fünf Millionen Tonnen Güter ausgeladen und gut 2,8 Millionen Ton-nen eingeladen. Der Güterumschlag im Maingebiet lag bei 4,6 Millionen Tonnen und entsprach einem Anteil von 58,8 Prozent.

In den Mainhäfen sank der Güterumschlag im Jahr 2013 um 12,1 Prozent, an der Donau lag ein Rückgang um 4,2 Prozent auf 3,2 Millionen Tonnen vor. Die umschlagstärksten Häfen waren Aschaffenburg mit 0,8 Millionen bzw. Regensburg mit 1,6 Millionen Tonnen. Insgesamt meldeten sich 8 550 Schiffe mit Umschlagsgütern an und ab, davon befuhren mit 52,8 Prozent etwas mehr als die Hälfte der Schiffe (4 518) den Main.

Zu Wasser werden hauptsächlich „Erzeugnisse der Land- und Forstwirtschaft sowie der Fischerei“ (1,77 Millionen Tonnen bzw. 22,8 Prozent) und „Erze, Steine und Erden, sonstige Bergbauerzeugnisse“ (1,71 Millionen Tonnen bzw. 22,1 Prozent) transportiert. Weitere jeweils 11,1 Prozent bzw. rund 0,86 Millionen Tonnen entfallen auf Schüttgüter und Flüssigkeiten der Abteilungen „Chemische Erzeugnisse etc.“ und „Kokerei- und Mineralölerzeugnisse“.

Nachdem der Güterumschlag im Januar, Februar und April 2013 klar über den jeweiligen Vorjahreszeiträumen lag, jedoch im Juni – zeitgleich mit dem Hochwasserereignis – regelrecht einbrach, lag er zumindest im Dezember 2013 wieder über dem Vorjahreswert.
 
Die Ausweisung der in der Binnenschifffahrt transportierten Güter erfolgt nach der NST-2007.
 
Ausführliche Ergebnisse enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht "Binnenschifffahrt in Bayern im Dezember und im Jahr 2013". Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden.



Güterumschlag der Binnenschifffahrt in Bayern

von Januar bis Dezember 2012 und 2013

nach Verkehrsgebieten und ausgewählten Häfen

 

 

 

 

 

 

 

Verkehrsgebiet
_____

Hafen

Güterumschlag Januar bis Dezember

2012

2013

Tonnen

Veränderung
gegenüber 2012
in %

 

 

 

 

 

Maingebiet

5 181 570

4 554 705

-12,1

dar. 

Nürnberg

 463 857

 529 382

14,1

Bamberg

 305 513

 308 899

1,1

Schweinfurt

 358 108

 358 198

0,0

Würzburg

 311 446

 251 260

-19,3

Karlstadt

 371 805

 362 146

-2,6

Lengfurt

 547 032

 500 119

-8,6

Aschaffenburg

 889 001

 787 502

-11,4

 

Donaugebiet

3 326 160

3 188 111

-4,2

dar. 

Kelheim

 458 566

 401 879

-12,4

Regensburg

1 562 918

1 644 911

5,2

Straubing - Sand

 471 792

 486 277

3,1

Deggendorf

 298 073

 259 439

-13,0

Passau

 390 152

 280 670

-28,1

 

Bayern insgesamt

8 507 730

7 742 816

-9,0




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Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.