Auf einen Blick


Pressemitteilung

77/2014/43/L
München, den 21. März 2014

Kommunale Steuereinnahmen stiegen 2013 um 7,7 Prozent

Ansehnliches Plus sowohl bei der Gewerbesteuer als auch beim Gemeindeanteil an der Einkommensteuer

Die kommunalen Steuereinnahmen stiegen im Jahr 2013 um über eine Milliarde Euro auf knapp 15,1 Milliarden und lagen damit um 7,7 Prozent über dem Ergebnis des Jahres 2012. Maßgeblich für die Zunahme war der Anstieg bei der Gewerbesteuer um fast 608 Millionen Euro bzw. zehn Prozent auf 6,7 Milliarden Euro. Die Einnahmen aus dem Gemeindeanteil an der Einkommensteuer in Höhe von sechs Milliarden Euro übertrafen das Ergebnis aus dem Vorjahr um knapp 446 Millionen Euro bzw. acht Prozent. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, erhöhten sich im Betrachtungszeitraum zudem die kommunalen Einnahmen aus den Grundsteuern A und B um 1,3 Prozent auf über 1,7 Milliarden Euro. Die Einnahmen aus dem Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer verzeichneten eine Zunahme um 0,6 Prozent auf gut 615 Millionen Euro. Auch die vom Volumen her weniger bedeutenden „übrigen Gemeindesteuern“ stiegen um fast eine Million Euro bzw. 1,9 Prozent auf gut 50 Millionen Euro an.

Nach den Ergebnissen der vom Bayerischen Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung durchgeführten kommunalen Kassenstatistik verzeichneten im Jahr 2013 die bayerischen Gemeinden und Gemeindeverbände bei den Steuereinnahmen ein Plus von 7,7 Prozent auf 15 095,4 Millionen Euro.

Dabei sind die Einnahmen der Kommunen aus ihrer bedeutendsten Einnahmequelle, der Gewerbesteuer, im Vorjahresvergleich um 10,0 Prozent auf 6 700,8 Millionen Euro angestiegen. Vom Gewerbesteueraufkommen in Höhe von gut 8 205,2 Millionen Euro führten die Kommunen 1 504,5 Millionen Euro Gewerbesteuerumlage an das Land und den Bund ab, so dass in den Gemeindekassen netto besagte 6 700,8 Millionen Euro verblieben. Gegenüber dem Jahr 2012 ergibt das ein Plus von 607,6 Millionen Euro.

Die Einnahmen aus dem Anteil an der Lohn- und Einkommensteuer, der vom Volumen her zweitwichtigsten Steuerquelle der bayerischen Städte und Gemeinden, lagen mit 6 019,9 Millionen Euro um 8,0 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahres. Beim Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer ergab sich 2013 mit 615,3 Millionen Euro ein Zuwachs von 0,6 Prozent.

Zugenommen hat auch das Steueraufkommen aus den Grundsteuern. Während allerdings die kommunalen Einnahmen aus der Grundsteuer B um 1,4 Prozent auf 1 625,3 Millionen Euro anstiegen, lagen die Einnahmen aus der Grundsteuer A nur bei knapp 84,0 Millionen Euro und damit um 0,6 Prozent unter dem Vorjahresergebnis.

Die übrigen Gemeindesteuern wie Hundesteuer, Zweitwohnungssteuer und sonstige Steuern erhöhten sich im Vorjahresvergleich um knapp 1,0 Millionen Euro bzw. 1,9 Prozent auf gut 50,2 Millionen Euro.
 
Ausführliche Ergebnisse enthält der Ende März erscheinende Statistische Bericht „Gemeindefinanzen und Realsteuervergleich in Bayern 2013“ (Bestellnummer: L22003 201344, Preis der Druckausgabe: 13,70 €). Der Bericht kann im Internet unter https://www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden.

Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Telefon (089 2119-3205).

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.