Auf einen Blick

Pressemitteilung

83/2014/32/P
München, den 28. März 2014

Bayerische Wirtschaft wächst 2013 um 1,0 Prozent

Boom im Baugewerbe, aber Stagnation im Verarbeitenden Gewerbe

Die Bayerische Volkswirtschaft wuchs im Jahr 2013 nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung gegenüber dem Jahr 2012 preisbereinigt um 1,0 Prozent. Damit verzeichnete Bayern von allen Flächenländern das höchste Wirtschaftswachstum. Nur in Berlin expandierte das Bruttoinlandsprodukt mit 1,2 Prozent noch etwas stärker. In Deutschland insgesamt wuchs das Bruttoinlandsprodukt um 0,4 Prozent. Einen regelrechten Boom erlebte in Bayern das Baugewerbe, dessen Bruttowertschöpfung um 8,4 Prozent zulegte. Leicht über dem Durchschnitt lag die Bruttowertschöpfung in den Dienstleistungsbereichen mit 1,1 Prozent, während sie im Verarbeitenden Gewerbe nahezu stagnierte (+0,1 Prozent).

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, nahm das Bruttoinlandsprodukt in Bayern im Jahr 2013 gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt um 1,0 Prozent zu. Damit erreichte Bayern von allen Flächenländern das höchste Wirtschaftswachstum. Lediglich in Berlin war das Wirtschaftswachstum mit 1,2 Prozent noch höher. Insgesamt fünf Bundesländer verzeichneten ein negatives Wirtschaftswachstum. In Deutschland nahm das Bruttoinlandsprodukt um 0,4 Prozent zu. Dabei entwickelten sich die alten und die neuen Bundesländer unterschiedlich. Während das Bruttoinlandsprodukt in den alten Bundesländern (ohne Berlin) um 0,5 Prozent zulegte, stagnierte es in den neuen Ländern (ohne Berlin).

Seit dem Jahr 2005, dem Basisjahr für den Kettenindex des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts, hat sich das Bruttoinlandsprodukt in Bayern trotz der Rezession von 2009 insgesamt um 17,2 Prozent erhöht und lag auch in dieser längerfristige Betrachtung lediglich hinter Berlin (+18,8 Prozent) auf dem zweiten Rang aller Bundesländer. In Deutschland insgesamt ist das Bruttoinlandsprodukt im selben Zeitraum um 11,6 Prozent gestiegen. Dabei schnitten die alten Bundesländer mit einem Zuwachs von 11,9 Prozent ebenfalls besser ab als die neuen mit 6,9 Prozent (jeweils ohne Berlin).

Die stärksten Impulse für das bayerische Wirtschaftswachstum gingen 2013 vom Baugewerbe aus. Dessen Bruttowertschöpfung legte gegenüber dem Jahr 2012 preisbereinigt um 8,4 Prozent zu. Leicht überdurchschnittlich entwickelten sich mit einer Zunahme von 1,1 Prozent die Dienstleistungsbereiche, auf die im Jahr 2013 65,8 Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung entfielen. Die Bruttowertschöpfung im Verarbeitenden Gewerbe blieb mit einer Zunahme von 0,1 Prozent lediglich leicht über ihrem Vorjahreswert, während sie im Bereich „Land- und Forstwirtschaft, Fischerei“ um 2,9 Prozent fiel.


Das Bruttoinlandsprodukt in den Bundesländern 2012 und 2013

 

Land

Bruttoinlandsprodukt

In jeweiligen Preisen

preisbereinigt

2012

2013

Veränderung 2013 ggü. 2012

2012

2013

Veränderung 2013 ggü. 2012

Mrd. Euro

In Prozent

Index 2005 = 100

In Prozent

Baden-Württemberg

  395,6 

  407,2 

3,0 

114,37 

115,45 

0,9  

Bayern

  473,6 

  488,0 

3,0 

116,07 

117,22 

1,0  

Berlin

  105,1 

  109,2 

3,8 

117,44 

118,79 

1,2  

Brandenburg

  57,3 

  59,1 

3,2 

107,64 

108,37 

0,7  

Bremen

  27,8 

  28,6 

2,7 

106,04 

106,52 

0,5  

Hamburg

  94,9 

  97,7 

3,0 

107,65 

108,50 

0,8  

Hessen

  228,0 

  235,7 

3,4 

104,81 

105,78 

0,9  

Mecklenburg-Vorpommern

  36,7 

  37,1 

1,1 

108,68 

107,51 

-1,1  

Niedersachsen

  233,8 

  239,0 

2,2 

113,88 

113,86 

0,0  

Nordrhein-Westfalen

  586,7 

  599,8 

2,2 

109,55 

109,40 

-0,1  

Rheinland-Pfalz

  118,9 

  121,6 

2,3 

110,93 

111,19 

0,2  

Saarland

  31,8 

  32,1 

0,8 

103,12 

101,75 

-1,3  

Sachsen

  97,2 

  99,9 

2,7 

107,29 

107,56 

0,3  

Sachsen-Anhalt

  52,6 

  53,0 

0,8 

103,10 

101,87 

-1,2  

Schleswig-Holstein

  76,8 

  78,7 

2,5 

107,99 

107,93 

-0,1  

Thüringen

  49,7 

  51,0 

2,6 

108,20 

108,73 

0,5  

Deutschland

 2 666,4 

 2 737,6 

2,7 

111,12 

111,60 

0,4  

darunter nachrichtlich:

 

 

 

 

 

 

Alte Bundesländer

 

 

 

 

 

 

      ohne Berlin

 2 267,8 

 2 328,3 

2,7 

111,40 

111,91 

0,5  

      einschl. Berlin

 2 373,0 

 2 437,5 

2,7 

111,65 

112,19 

0,5  

Neue Bundesländer

 

 

 

 

 

 

      ohne Berlin

  293,4 

  300,1 

2,3 

106,92 

106,87 

0,0  

      einschl. Berlin

  398,6 

  409,3 

2,7 

109,53 

109,82 

0,3  

___________

 

 

 

 

 

 

Quelle: Arbeitskreis „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder.



Bei den hier für das Jahr 2013 vorgelegten Länderergebnissen handelt es sich um Berechnungen des Arbeitskreises „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ (AK VGRdL), dem alle Statistischen Landesämter, das Statistische Bundesamt sowie der Deutsche Städtetag angehören. Weitere Ergebnisse zu den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen können unter www.statistik.bayern.de/statistik/vgr/ oder auf der Homepage des AK VGRdL unter www.vgrdl.de abgerufen werden.

Ausführliche Ergebnisse enthält der Statistische Bericht „Bruttoinlandsprodukt in Bayern im Jahr 2013“. Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Telefon (089 2119-3205).

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.