Auf einen Blick

Pressemitteilung

90/2014/33/C
München, den 02. April 2014

Landwirtschaftlich genutzte Fläche in Bayern im Jahr 2013 nahezu unverändert bei 3,1 Millionen Hektar

Über 60 Prozent des Ackerlands waren mit Weizen, Gerste oder Silomais bestellt

Nach den endgültigen Ergebnissen der Agrarstrukturerhebung 2013 bewirtschafteten Bayerns Landwirte rund 3 136 200 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung entfielen nahezu zwei Drittel der landwirtschaftlich genutzten Fläche und damit 2 065 600 Hektar auf das Ackerland. Zu den wichtigsten Hauptnutzungsarten auf dem Ackerland zählten Getreide zur Körnergewinnung mit 1 188 600 Hektar und Pflanzen zur Grünernte mit 543 400 Hektar. Über 60 Prozent des Ackerlands waren mit Weizen, Gerste oder Silomais bestellt.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, wurden in der Agrarstrukturerhebung rund 93 300 landwirtschaftliche Betriebe im Jahr 2013 nachgewiesen. Davon bewirtschafteten 93 000 dieser Betriebe 3 136 200 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche. Verglichen mit dem Vorjahr ist die landwirtschaftlich genutzte Fläche damit nahezu konstant geblieben.

Rund 2 065 600 Hektar und damit 65,9 Prozent der bayerischen Landwirtschaftsfläche entfiel auf Ackerland. Hier wurde überwiegend Getreide (1 188 600 Hektar) angebaut. Die wichtigste Getreideart ist Weizen mit einer Fläche von 532 400 Hektar, deren Anbaufläche verglichen mit dem Jahr 2012 um 5,2 Prozent stieg. Die mit Gerste bestellte Fläche verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 2,6 Prozent auf 348 100 Hektar. Beim Anbau von Körnermais wurde verglichen mit 2012 eine Zunahme um 7,6 Prozent auf 139 900 Hektar sowie beim Anbau von Roggen und Wintermenggetreide ein Plus von 9,2 Prozent auf 53 800 Hektar ermittelt.

Rund ein Viertel des Ackerlands und damit 543 400 Hektar wurde mit Pflanzen zur Grünernte bestellt. Gegenüber dem Vorjahr war dies ein Rückgang um 1,3 Prozent. Die flächenstärkste Fruchtart unter den Pflanzen zur Grünernte war mit 389 200 Hektar Silomais, dessen Anbaufläche verglichen mit 2012 um 3,2 Prozent sank. Hackfrüchte wie Kartoffeln oder Zuckerrüben pflanzten Bayerns Landwirte auf 100 600 Hektar (-6,6 Prozent) sowie Hülsenfrüchte zur Körnergewinnung auf weiteren 12 800 Hektar (+1,2 Prozent) an. Die Anbaufläche von Handelsgewächsen nahm verglichen mit dem Vorjahr um 4,4 Prozent auf 153 900 Hektar zu. Auf einer Fläche von insgesamt 129 600 Hektar wurde dabei Winterraps angebaut. Die mit Gartenbaugewächsen bestellte Fläche blieb nahezu konstant bei 17 500 Hektar.

Rund ein Drittel der bayerischen Landwirtschaftsfläche und damit 1 057 000 Hektar umfasst das Dauergrünland. Darunter befinden sich 715 200 Hektar Wiesen (-0,4 Prozent) und weitere 299 500 Hektar Weiden (-1,8 Prozent). Dauerkulturen wie beispielsweise Baumobstanlagen (3 000 Hektar) oder Rebflächen (5 700 Hektar) wurden in Bayern auf 13 500 Hektar (+3,7 Prozent) bewirtschaftet.


Ausführliche Ergebnisse enthält der Statistische Bericht „Bodennutzung der landwirtschaftlichen Betriebe in Bayern (Bestellnummer: C1102C 201300)“. Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Telefon (089 2119-3205).



Anbau auf der landwirtschaftlich genutzten Fläche in Bayern 2013 und 2012 nach Kulturarten

- Endgültiges Ergebnis -

Fruchtart bzw. -gruppe

2013

2012

Veränderung
 2013 gegenüber 2012

Fläche in 1 000 Hektar

%

 

 

 

 

Landwirtschaftlich genutzte Fläche zusammen

 3 136,2

 3 126,1

10,1

0,3

 

Ackerland zusammen

 2 065,6

 2 051,0

14,6

0,7

 

 

darunter

Getreide zur Körnergewinnung ¹)

 1 188,6

 1 164,4

24,2

2,1

darunter

Weizen

  532,4

  505,9

26,5

5,2

darunter

Winterweizen einschl. Dinkel und Einkorn

  526,4

  496,2

30,2

6,1

Sommerweizen

  5,9

  9,4

-3,5

-37,4

Roggen und Wintermenggetreide

  53,8

  49,3

4,6

9,2

Triticale

  82,0

  79,5

2,6

3,2

Gerste

  348,1

  357,3

-9,2

-2,6

davon

Wintergerste

  246,9

  222,7

24,2

10,9

Sommergerste

  101,3

  134,7

-33,4

-24,8

Hafer

  28,3

  30,3

-2,1

-6,8

Sommermenggetreide

  3,9

  11,8

-7,9

-67,3

Körnermais / Mais zum Ausreifen (einschl. Corn-Cob-Mix)

  139,9

  130,0

9,9

7,6

 

Pflanzen zur Grünernte

  543,4

  550,4

-7,0

-1,3

davon

Getreide zur Ganzpflanzenernte ²)

  18,3

  15,9

2,4

15,3

Silomais / Grünmais

  389,2

  402,2

-13,0

-3,2

Leguminosen zur Ganzpflanzenernte

  103,5

  101,1

2,4

2,3

Feldgras / Grasanbau auf dem Ackerland

  26,7

  26,6

0,1

0,3

Andere Pflanzen zur Ganzpflanzenernte

  5,8

  4,7

1,1

24,4

 

Hackfrüchte

  100,6

  107,7

-7,1

-6,6

darunter

Kartoffeln

  43,5

  41,5

2,0

4,8

davon

Speisekartoffeln

1)

 
  17,6

  16,3

1,3

7,9

andere Kartoffeln (Industrie-, Futter- und Pflanzkartoffeln)

  25,9

  25,2

0,7

2,9

Zuckerrüben (ohne Saatguterzeugung)

  56,8

  65,8

-9,0

-13,7

 

Hülsenfrüchte zur Körnergewinnung ¹)

  12,8

  12,7

0,2

1,2

darunter

Erbsen

  8,4

  8,7

-0,3

-3,4

Ackerbohnen

  3,6

  3,2

0,4

13,9

 

Handelsgewächse

  153,9

  147,4

6,5

4,4

darunter

Winterraps

  129,6

  123,9

5,6

4,5

Andere Ölfrüchte zur Körnergewinnung

  4,9

  3,0

1,8

60,1

Weitere Handelsgewächse zusammen

  17,3

  18,2

-0,9

-4,9

 

Gemüse, Erdbeeren u.a. Gartengewächse

  17,5

  17,5

-0,0

-0,2

darunter

Gemüse und Erdbeeren

  16,6

  16,6

0,0

0,3

Blumen und Zierpflanzen

  0,9

  0,9

-0,0

-3,4

 

Stillgelegte Flächen mit Beihilfe-/ Prämienanspruch

  46,6

  48,8

-2,2

-4,5

 

Dauerkulturen zusammen

  13,5

  13,0

0,5

3,7

 

darunter

Baumobstanlagen

  3,0

  3,2

-0,2

-7,8

Rebflächen

  5,7

  5,3

0,4

8,1

 

Dauergrünland zusammen

 1 057,0

 1 061,9

-4,9

-0,5

 

darunter

Wiesen

  715,2

  717,9

-2,7

-0,4

Weiden

  299,5

  305,1

-5,6

-1,8

________________

1) Einschließlich Saatguterzeugung.

2) Einschließlich Teigreife.






Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.