Auf einen Blick


Pressemitteilung

92/2014/36/E
München, den 04. April 2014

Bayerische Stromerzeugung in Anlagen für die allgemeine Versorgung sank 2013 um 7,6 Prozent

Leichter Rückgang auch bei der Kernenergie

Im Jahr 2013 wurden in Bayern in Stromerzeugungsanlagen für die allgemeine Versorgung brutto 67,1 Millionen Megawattstunden (MWh) Strom erzeugt, das waren 7,6 Prozent weniger als im Jahr 2012. Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung steht die Kernenergie dabei mit einem Anteil von 64,0 Prozent an vorderster Stelle. Der Anteil der erneuerbaren Energieträger (einschließlich Wasserkraft) betrug 17,2 Prozent.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, erzeugten im Jahr 2013 bayerische Stromerzeugungsanlagen für die allgemeine Versorgung (d.h. ohne gewerbliche oder private Kleinanlagen sowie Industriekraftwerke) brutto 67,1 Millionen MWh Strom, das waren 7,6 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Netto, d.h. abzüglich des Eigenverbrauchs der Kraftwerke, waren es insgesamt 63,6 Millionen MWh, wovon 9,2 Prozent (5,9 Millionen MWh) in Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt wurden.

Ein Blick auf die zur Stromerzeugung verwendeten Energieträger zeigt, dass die Kernenergie mit einem Anteil von 64,0 Prozent (42,9 Millionen MWh) zur Bruttostromerzeugung nach wie vor den bedeutendsten Beitrag leistete. Aus Wasserkraft1) wurden 2013 brutto 10,6 Millionen MWh Strom erzeugt, was mit 15,8 Prozent dem zweitgrößten Anteil an der Bruttostromerzeugung entsprach. Erdgas und Erdölgas kamen mit brutto 5,8 Millionen MWh auf einen Anteil von 8,6 Prozent an der gesamten Stromerzeugung.

Der Anteil der erneuerbaren Energieträger (einschließlich Wasserkraft1) an der Bruttostromerzeugung in Kraftwerken für die allgemeine Versorgung (ohne die in diesem Bereich besonders zahlreichen Kleinanlagen) lag bei 17,2 Prozent. Damit sank die Bruttostromerzeugung in diesem Bereich gegenüber dem Vorjahr um 9,7 Prozent. Im Jahr 2013 wurde aus Kernenergie 1,7 Prozent weniger Strom erzeugt als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Beim Energieträger Erdgas und Erdölgas betrug der Rückgang 38,7 Prozent.

Die Nettowärmeerzeugung der Anlagen der allgemeinen Versorgung lag im Jahr 2013 bei insgesamt 12,7 Millionen MWh und somit um 4,3 Prozent über dem Wert von 2012. Erdgas und Erdölgas gehörten dabei mit einem Anteil von 46,9 Prozent (6,0 Millionen MWh) zu den wichtigsten Energieträgern bei der Wärmeerzeugung. Der Hauptteil (11,0 Millionen MWh) der erzeugten Wärme wurde im Berichtszeitraum durch Kraft-Wärme-Kopplung gewonnen; dies entspricht einem Anteil von 86,9 Prozent.

Die hier veröffentlichten Zahlen basieren auf den Ergebnissen der monatlichen Erhebung über die Elektrizitäts- und Wärmeerzeugung der Stromerzeugungsanlagen für die allgemeine Versorgung mit einer Engpassleistung von im Allgemeinen 1 MWel oder mehr. Nicht einbezogen sind Industriekraftwerke sowie Kleinanlagen von gewerblichen und privaten Betreibern.
 
1) Laufwasser, Speicherwasser und Pumpspeicher mit natürlichem Zufluss.


Ausführliche Ergebnisse enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht „Energiewirtschaft in Bayern; Teil I: endgültige Monatsergebnisse, 1.- 4. Quartal 2013 (E4201C 201300)“. Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Telefon (089 2119-3205).

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