Auf einen Blick


Pressemitteilung

101/2015/36/E
München, den 23. April 2015

Bayerische Stromerzeugung in Anlagen für die allgemeine Versorgung 2014 um 7,6 Prozent unter Vorjahresniveau

Deutlicher Rückgang bei der Stromerzeugung aus Erdgas und Erdölgas

 
Im Jahr 2014 wurden in Bayern in Stromerzeugungsanlagen für die allgemeine Versorgung brutto 63,6 Millionen Megawattstunden (MWh) Strom erzeugt, das waren 7,6 Prozent weniger als im Jahr 2013. Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik steht die Kernenergie dabei mit einem Anteil von 66,7 Prozent an erster Stelle. Der Anteil der erneuerbaren Energieträger (einschließlich Wasserkraft) betrug 17,9 Prozent.

 
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, erzeugten im Jahr 2014 bayerische Stromerzeugungsanlagen für die allgemeine Versorgung (d.h. ohne gewerbliche oder private Kleinanlagen sowie Industriekraftwerke) brutto 63,6 Millionen MWh Strom, das waren 7,6 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Netto, d.h. abzüglich des Eigenverbrauchs der Kraftwerke, waren es insgesamt 60,2 Millionen MWh, wovon 8,6 Prozent (5,2 Millionen MWh) in Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt wurden.

 
Ein Blick auf die zur Stromerzeugung verwendeten Energieträger zeigt, dass die Kernenergie mit einem Anteil von 66,7 Prozent (42,4 Millionen MWh) nach wie vor den bedeutendsten Beitrag zur Bruttostromerzeugung leistete. Aus Wasserkraft1) wurden 2014 brutto 10,2 Millionen MWh Strom erzeugt, was mit 16,1 Prozent dem zweitgrößten Anteil an der Bruttostromerzeugung entsprach. Erdgas und Erdölgas kamen mit brutto 4,3 Millionen MWh auf einen Anteil von 6,8 Prozent an der gesamten Stromerzeugung.

 
Der Anteil der erneuerbaren Energieträger (einschließlich Wasserkraft1) an der Bruttostromerzeugung in Kraftwerken für die allgemeine Versorgung (ohne die in diesem Bereich besonders zahlreichen Kleinanlagen) lag bei 17,9 Prozent. Die Bruttostromerzeugung in diesem Bereich sank gegenüber dem Vorjahr um 14,4 Prozent. Aus Kernenergie wurde im Jahr 2014 1,2 Prozent weniger Strom erzeugt als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Bei den Energieträgern Erdgas und Erdölgas betrug der Rückgang 25,4 Prozent.

 
Die Nettowärmeerzeugung der Anlagen der allgemeinen Versorgung lag im Jahr 2014 bei insgesamt 11,3 Millionen MWh und somit um 11,2 Prozent unter dem Wert von 2013. Erdgas und Erdölgas gehörten dabei mit einem Anteil von 43,9 Prozent (5,0 Millionen MWh) zu den wichtigsten Energieträgern bei der Wärmeerzeugung. Der Hauptteil (10,3 Millionen MWh) der erzeugten Wärme wurde im Berichtszeitraum durch Kraft-Wärme-Kopplung gewonnen; dies entspricht einem Anteil von 91,1 Prozent.

 
Die hier veröffentlichten Zahlen basieren auf den Ergebnissen der monatlichen Erhebung über die Elektrizitäts- und Wärmeerzeugung der Stromerzeugungsanlagen für die allgemeine Versorgung mit einer Engpassleistung von im Allgemeinen 1 MWel (Megawatt elektrisch) oder mehr. Nicht einbezogen sind Industriekraftwerke sowie Kleinanlagen von gewerblichen und privaten Betreibern.

 
Ergebnisse zur gesamten bayerischen Stromversorgung des Jahres 2014 liegen voraussichtlich im November 2015 vor.



__________

1) Laufwasser, Speicherwasser und Pumpspeicher mit natürlichem Zufluss.




Hinweis: Regionalisierte Zahlen stehen nicht zur Verfügung.


Ausführliche Ergebnisse enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht „Energiewirtschaft in Bayern; Teil I: endgültige Monatsergebnisse, 1. bis 4. Quartal 2014 (E4201C 201300)“. Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (089 2119-3205) oder Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457).






Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.