Auf einen Blick


Pressemitteilung

10/2015/33/C
München, den 15. Januar 2015

Rund 30 Prozent der bayerischen Rinder werden in Oberbayern gehalten

Spitzenreiter bei den Rinderbestandszahlen auf Kreisebene ist der Landkreis Unterallgäu

 
Das Bayerische Landesamt für Statistik hat zum Stichtag 3. November 2014 rund 3,2 Millionen Rinder in 50 471 bayerischen Haltungen ermittelt. Nahezu ein Drittel aller bayerischen Rinder wurde dabei in Oberbayern erfasst. Auf Kreisebene betrachtet weisen die Landkreise Unterallgäu, Rosenheim und Ostallgäu die höchsten Rinderbestände in Bayern auf. Im Durchschnitt verfügt ein Rinderhalter mit Sitz im Unterallgäu über 78 Rinder.

 
Zum Stichtag 3. November 2014 weist das Bayerische Landesamt für Statistik nach Auswertung des Verwaltungsverfahrens „Herkunftssicherungs- und Informationssystem Tier (HIT)“ einen Bestand von rund 3,2 Millionen Rindern in 50 471 Rinderhaltungen nach.

 
Bayern zählt damit im Vergleich der Bundesländer mit über 25,5 Prozent die meisten Rinder. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitpunkt wurden in Bayern allerdings über 11 200 Tiere und 1 600 Haltungen weniger gezählt. Die Anzahl der Milchkühe betrug im November 2014 rund 1,2 Millionen Tiere. Dies entspricht einem Rückgang im Vergleich zu November 2013 um 0,2 Prozent.

 
Knapp ein Drittel des bayerischen Rinderbestandes entfällt auf Oberbayern (955 517 Rinder oder 29,6 Prozent). Danach folgen Schwaben (684 276 Rinder oder 21,2 Prozent) und Niederbayern (481 472 Rinder oder 14,9 Prozent). Am wenigsten Rinder werden in Unterfranken gehalten (123 132 Tiere oder 3,8 Prozent).

 
Auf Kreisebene wurden die meisten bayerischen Rinder im Landkreis Unterallgäu ermittelt. Hier hielten zum Stichtag 1 822 Rinderhalter 141 917 Rinder. Dies entspricht rund 21 Prozent aller Rinder im Regierungsbezirk Schwaben. Im Landkreis Unterallgäu ist aber auch ein vergleichsweise starker Rückgang der Rinderhaltungen zu verzeichnen. Im November 2013 konnten hier noch fast 4,0 Prozent (74) mehr Haltungen gezählt werden.

 
Weitere 20 Prozent der Rinder Schwabens entfielen 2014 auf den Landkreis Ostallgäu. In 2 157 Haltungen wurde dort ein Bestand von 135 387 Rindern nachgewiesen, wobei mehr als die Hälfte der Tiere Milchkühe (67 771 Tiere) sind. 2013 gab es hier noch 1,0 Prozent (1 303) mehr Rinder und 0,9 Prozent (628) mehr Milchkühe zu zählen.

 
Im Regierungsbezirk Oberbayern weist der Landkreis Rosenheim mit einem Anteil von 14,4 Prozent die meisten Rinder auf. Hier wurden 137 235 Tiere bei 2 178 Rinderhaltern erfasst. 2013 waren es noch 2,6 Prozent (407) mehr Rinderhaltungen und 0,4 Prozent (524) mehr Rinder gewesen.

 
Die durchschnittliche Rinderzahl je Haltung lag in Bayern zum Stichtag bei 64 und damit um zwei über dem Vorjahreswert. Die rinderreichen Landkreise Rosenheim und Ostallgäu liegen dabei mit 63 Rindern je Halter im bayerischen Durchschnitt, während Rinderhalter mit Betriebssitz im Unterallgäu durchschnittlich über 78 Rinder verfügen.

 
35 Milchkühe hielt der durchschnittliche bayerische Milchviehhalter zum 3. November 2014. Im November 2013 waren es 33 Milchkühe. Ein Milchkuhhalter im Unterallgäu besitzt im Schnitt 46 Milchkühe, im Ostallgäu sind es 39 Tiere. Ebenfalls über dem bayerischen Durchschnitt liegt der Landkreis Rosenheim mit 36 Milchkühen je Halter.



Ausführliche Ergebnisse enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht Viehbestände in Bayern/Viehzählung im November 2014“. Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (089 2119-3205) oder Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457).
 
 

  • Ergebnisse auf Kreisebene (Novemberviehzählung)






Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.