Auf einen Blick

Pressemitteilung

111/2015/57/B
München, den 30. April 2015

3 317 Studierende wurden 2014 in Bayern mit dem Deutschlandstipendium gefördert

Förderquote steigt weiter

 
2014 wurden in Bayern 3 317 Studierende mit dem seit 2011 vergebenen Deutschlandstipendium gefördert. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, studierten etwa zwei Drittel (64,5 Prozent) der so Geförderten an Universitäten. Etwa die Hälfte der Deutschlandstipendien (47,2 Prozent) wurde an Studentinnen vergeben. Die Förderquote stieg weiter auf 0,97 Prozent.

 
Im Jahr 2014 erhielten 3 317 Studierende an Bayerns Hochschulen das sogenannte Deutschlandstipendium. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, werden damit besonders begabte Studierende gefördert, wobei auch gesellschaftliches Engagement und persönliche Lebensumstände berücksichtigt werden. Derzeit gilt eine Höchstförderquote von 1,5 Prozent der Studierenden, was in Bayern etwa 5 400 Studierenden entspricht.

 
Etwa drei Viertel (75,5 Prozent) der teilnahmeberechtigten Hochschulen in Bayern beteiligten sich 2014 am Deutschlandstipendium. Zwei Jahre zuvor waren es noch 63,3 Prozent. Damit hatten 2014 etwa 94 % aller Studierenden in Bayern die Möglichkeit, sich um die einkommensunabhängige Förderung zu bewerben.

 
An den teilnehmenden Hochschulen waren im Wintersemester 2014/15 insgesamt 340 545 Studierende immatrikuliert. Die Förderquote (Stipendienempfänger bezogen auf Studierende) lag mit 0,97 Prozent etwas über dem Vorjahreswert (0,95) und deutlich über der Quote im Jahr 2012 (0,72 Prozent).

 
Fast zwei Drittel (2 140 oder 64,5 Prozent) der je zur Hälfte vom Bund und privaten Mittelgebern wie Unternehmen, Stiftungen oder privaten Spendern finanzierten Stipendien von monatlich 300 Euro wurden von Universitäten vergeben, etwa ein Drittel (1 091 oder 32,9 Prozent) von staatlichen Fachhochschulen.

 
An den drei größten bayerischen Hochschulen (Ludwig-Maximilian-Universität München, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Technische Universität München) wurden 44,6 Prozent aller Deutschlandstipendien vergeben. An diesen Universitäten waren im Wintersemester 2014/2015 etwa 36,7 Prozent aller Studenten der teilnehmenden Hochschulen eingeschrieben.

 
Insgesamt wurden 47,2 Prozent der Stipendien an Studentinnen vergeben. Der entsprechende Anteilswert lag an Universitäten mit 50,0 Prozent deutlich über dem an den staatlichen Fachhochschulen (40,3 Prozent).

 
Die sogenannten MINT-Fächer (Mathematik, Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften, Technik) waren für die Mittelgeber besonders attraktiv. Während die Zahl der Deutschlandstipendiaten insgesamt gegenüber 2013 um 6,5 Prozent zunahm, stieg die Zahl der Geförderten in den MINT-Fächern um 12,9 Prozent.

 
An den Hochschulen, die sich am Deutschlandstipendium beteiligten, stieg die Zahl der Studierenden von Wintersemester 2013/14 bis 2014/15 insgesamt und in den MINT-Fächern jeweils um 3,9 Prozent.



Ausführliche Ergebnisse enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht „Förderung nach dem Stipendienprogramm-Gesetz (Deutschlandstipendium) in Bayern 2014“. Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (089 2119-3205) oder Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457).




Förderung nach dem Stipendienprogrammgesetz (Deutschlandstipendium)
Stipendiatinnen und Stipendianten an den Hochschulen in Bayern 2014

Hochschule

2014

männlich

wieblich

insgesamt

 

Universitäten

1 070

1 070

2 140

U Augsburg

57

68

125

U Bamberg

5

13

18

U Bayreuth

32

46

78

U Erlangen-Nürnberg

197

153

350

U München

222

252

474

TU München

402

255

657

U Passau

52

88

140

U Regensburg

42

99

141

U Würzburg

61

96

157

 

Theologische Hochschulen, Kunsthochschulen

28

40

68

 

Staatliche Fachhochschulen

651

440

1 091

Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden (FH)

43

21

64

FH Aschaffenburg

26

28

54

FH Augsburg

13

11

24

FH Coburg

69

52

121

Technische Hochschule Deggendorf (FH)

31

20

51

FH Hof

26

24

50

Technische Hochschule Ingolstadt (FH)

68

33

101

FH Kempten

46

37

83

FH Landshut

11

6

17

FH München

79

42

121

FH Neu-Ulm

9

23

32

Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm (FH)

94

57

151

Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg (FH)

68

39

107

FH Weihenstephan

35

33

68

FH Würzburg-Schweinfurt

33

14

47

 

Private und kirchliche Fachhochschulen

3

15

18

 

insgesamt

1 752

1 565

3 317






Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.