Auf einen Blick

Pressemitteilung

125/2015/55/A
München, den 11. Mai 2015

Internationaler Tag der Krankenpflege am 12. Mai

Nahezu die Hälfte der Beschäftigten im Pflegedienst der bayerischen Krankenhäuser sind teilzeitbeschäftigt – Frauenanteil bei rund 86 Prozent

 
Im Jahr 2013 waren in bayerischen Krankenhäusern 65 351 Personen im Pflegedienst tätig. Von diesen waren nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik 32 034 (49 Prozent) teilzeitbeschäftigt und knapp 86 Prozent Frauen. Seit 1991 stieg die Zahl der Pflegekräfte um 24,6 Prozent, die der Teilzeitbeschäftigten jedoch um 139 Prozent. Im gleichen Zeitraum nahm die Zahl der behandelten Patienten (Fälle) um 32,4 Prozent zu.

 
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik anlässlich des Internationalen Tages der Krankenpflege am 12. Mai mitteilt, waren im Jahr 2013 in den bayerischen Krankenhäusern 65 351 Pflegekräfte beschäftigt und somit geringfügig mehr als im Jahr davor (+1,5 Prozent). 32 034 Pflegekräfte – das sind 49 Prozent – waren Teilzeitbeschäftigte bzw. geringfügig Beschäftigte. Der Frauenanteil der in der Krankenpflege beschäftigten Personen betrug rund 86 Prozent.

 
Betrachtet man die mehrjährige Entwicklung, so zeigt sich eine Zunahme der Beschäftigtenzahl im Pflegedienst von 52 429 im Jahr 1991 auf den zwischenzeitlichen Höchststand von 62 859 im Jahr 2002. In den Folgejahren sank die Zahl der Pflegekräfte bis auf 58 490, um dann wieder kontinuierlich auf aktuell 65 351 anzusteigen.

 
Bemerkenswert ist, dass der Anteil der Teilzeitbeschäftigten in diesem Zeitraum kontinuierlich von 25,6 Prozent auf 49 Prozent im Jahr 2013 stieg. Rechnet man die Teilzeitkräfte auf die volle tarifliche Arbeitszeit um, so entsprechen die 65 351 Pflegekräfte (= Personen) 48 132 „Vollkräften“ in der Krankenpflege.

 
Betrachtet man hierzu die mehrjährige Entwicklung, so zeigt sich eine Zunahme der Zahl der Vollkräfte von 44 096 im Jahr 1991 bis auf 49 776 im Jahr 2000, danach eine Abnahme bis auf 44 514 im Jahr 2007 um seit 2008 wieder jedes Jahr kontinuierlich bis auf aktuell 48 132 zu steigen.

 
Die Zahl der behandelten Patienten – gezählt werden die Behandlungsfälle – ging annähernd mit der zeitlichen Entwicklung der Vollkräfte konform. Ausgehend von 2 177 094 behandelten Patienten und 44 096 Vollkräften am Anfang des Betrachtungszeitraums (1991) stieg die Zahl der behandelten Patienten bis zum temporären Höchstwert im Jahr 2001 (2 678 249).

 
Nach einem vorübergehenden Rückgang wurde diese Marke im Jahr 2008 fast wieder erreicht und in den letzten fünf Jahren jeweils zunehmend überschritten. Die Anzahl der Vollkräfte im Pflegedienst liegt dagegen mit 48 132 um 1 644 unter dem Maximum im Jahr 2000. Die Relation „Patienten je Vollkraft“, die Anfang der neunziger Jahre etwa 50 betrug, stieg seit 1998 deutlich an und bewegt sich seit 2008 bei knapp unter 60.



Weitere Ergebnisse enthält der Statistische Bericht „Krankenhausstatistik – Grunddaten, Diagnosen und Kostennachweis 2013“. Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (089 2119-3205) oder Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457).




Zahl der Pflegekräfte an bayerischen Krankenhäusern 1991 bis 2013

Berichtsjahr

"Vollkräfte"
(Vollzeitäquivalente)
im
Jahresdurchschnitt

Beschäftigte im Pflegedienst

Behandelte
Patienten
(Fallzahl)

insgesamt

davon

männlich

weiblich

darunter
Teilzeit

1991

44 096

52 429

6 888

45 541

13 404

2 177 094

1992

44 911

53 148

6 835

46 313

14 743

2 243 193

1993

46 078

55 583

7 309

48 274

16 250

2 284 551

1994

48 144

57 704

7 666

50 038

17 442

2 342 743

1995

49 585

59 465

8 179

51 286

18 691

2 421 130

1996

49 653

59 898

8 289

51 609

19 877

2 459 269

1997

49 352

59 986

8 462

51 524

20 640

2 512 598

1998

49 185

60 875

8 731

52 144

21 230

2 586 709

1999

49 383

61 283

8 915

52 368

21 775

2 629 233

2000

49 776

61 836

8 894

52 942

22 587

2 661 234

2001

49 752

62 151

8 895

53 256

23 570

2 678 249

2002

49 371

62 859

8 968

53 891

24 961

2 668 938

2003

48 470

61 100

8 697

52 403

25 534

2 658 771

2004

45 893

59 037

8 250

50 787

26 258

2 550 443

2005

44 800

58 562

8 228

50 334

26 764

2 522 724

2006

44 521

58 490

8 232

50 258

27 063

2 529 978

2007

44 514

58 946

8 315

50 631

27 521

2 601 174

2008

45 076

59 721

8 326

51 395

27 638

2 674 573

2009

45 819

61 015

8 559

52 456

28 505

2 736 316

2010

46 742

62 171

8 786

53 385

29 790

2 762 631

2011

47 312

63 484

9 084

54 400

30 555

2 811 503

2012

47 825

64 412

9 130

55 282

31 488

2 856 218

2013

48 132

65 351

9 283

56 068

32 034

2 883 438






Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.