Auf einen Blick

Pressemitteilung

131/2015/56/E
München, den 18. Mai 2015

8,8 Prozent Umsatzplus für Bayerns Bauhauptgewerbe

Auftragseingänge der Branche dagegen um 3,9 Prozent niedriger als im März 2014

 
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, erwirtschaftete das Bauhauptgewerbe in Bayern im März 2015 einen baugewerblichen Umsatz in Höhe von 930,5 Millionen Euro und damit ein Plus von 8,8 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert. Zu diesem positiven Ergebnis haben mit Ausnahme des Straßenbaus (79,3 Millionen
Euro; -11,9 Prozent gegenüber März 2014) alle Bausparten beigetragen, darunter am stärksten der gewerbliche und industrielle Tiefbau (129,8 Millionen Euro; +29,5 Prozent). Den gesamten baugewerblichen Umsatz in regionaler Untergliederung betrachtet, schnitten aktuell fünf der sieben bayerischen Regierungsbezirke besser ab als im März 2014. Einen entsprechenden Umsatzrückgang hatten lediglich Niederbayern und Schwaben hinzunehmen (-1,9 Prozent bzw. -4,2 Prozent). Im März 2015 waren insgesamt 77 849 Personen im Bauhauptgewerbe tätig (-0,4 Prozent), die zusammen 7,4 Millionen Stunden arbeiteten (+5,7 Prozent) und dafür 214,8 Millionen Euro an Bruttoentgelten bezogen (-3,3 Prozent). Die Auftragseingänge der Wirtschaftsbranche bezifferten sich im März 2015 auf einen Wert von 1,3 Milliarden Euro und lagen damit um 3,9 Prozent unter Vorjahresniveau.

 
Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik erzielte das Bauhauptgewerbe in Bayern im März 2015 einen baugewerblichen Umsatz von insgesamt 930,5 Millionen Euro. Im Vergleich mit dem Vorjahresergebnis entspricht dies einem Umsatzplus von 8,8 Prozent, woran ausgenommen Niederbayern und Schwaben (1,9 Prozent bzw. -4,2 Prozent) alle Regierungsbezirke beteiligt waren.

 
Eine ebenfalls recht homogene Umsatzentwicklung ist festzustellen, wenn das erwirtschaftete positive Umsatzergebnis nach Bausparten betrachtet wird. Von insgesamt sechs Bausparten verzeichneten fünf einen höheren baugewerblichen Umsatz als im März 2014, und zwar mit jeweiligen Zuwachsraten zwischen 2,9 Prozent (öffentlicher Hochbau) und 29,5 Prozent (gewerblicher und industrieller Tiefbau). Lediglich der Straßenbau hatte einen vergleichbaren Umsatzrückgang von 11,9 Prozent auf 79,3 Millionen Euro hinzunehmen.

 
Die Auftragseingänge im bayerischen Bauhauptgewerbe bezifferten sich im März 2015 auf insgesamt 1,3 Milliarden Euro, was ein Minus von 3,9 Prozent bedeutet. Für diesen Rückgang sind drei der sechs Bausparten verantwortlich, und zwar der gewerbliche und industrielle Hochbau (32,4 Prozent), der öffentliche Hochbau (16,4 Prozent) und der Straßenbau (-13,6 Prozent). Demgegenüber erfuhren der Wohnungsbau sowie der gewerbliche und industrielle Tiefbau jeweils um gut ein Viertel (+26,9 Prozent bzw. +26,2 Prozent) sowie der Tiefbau für Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen um rund ein Siebtel (+14,0 Prozent) höhere Auftragseingänge als im März 2014.

 
Der aktuelle Beschäftigtenstand lag knapp unter Vorjahresniveau. Mit insgesamt 77 849 tätigen Personen waren im Bauhauptgewerbe in Bayern im März 2015 um 0,4 Prozent weniger Menschen beschäftigt als vor Jahresfrist. Diese Beschäftigten leisteten ein Arbbeitspensum von zusammen 7,4 Millionen Stunden (+5,7 Prozent), wofür insgesamt Bruttoentgelte in Höhe von 214,8 Millionen Euro zur Zahlung anstanden (-3,3 Prozent).




Regionalisierte Zahlen:

  • Bericht: „Baugewerbe in Bayern im März 2015"
    Ergebnisse bis auf Landkreisebene




Das Bauhauptgewerbe in Bayern im März 2015

(Betriebe von Unternehmen mit 20 oder mehr tätigen Personen)

Gebiet

Bauhauptgewerbe in Bayern im März 2015

insgesamt

davon

Woh-
nungs-
bau

Gewerbl.
u. industr.
Hoch-
bau1)

Gewerbl.
u. industr.
Tief-
bau

Öffent-
licher
Hoch-
bau

Straßen-
bau

Tiefbau f. Gebiets-körper-schaften u. Sozialvers.

1 000 €

Baugewerblicher Umsatz2)

Oberbayern

 255 428 

 76 083 

 53 334 

 61 405 

 17 139 

 22 633 

 24 836 

Niederbayern

 113 489 

 33 870 

 36 108 

 6 746 

 6 836 

 9 588 

 20 339 

Oberpfalz

 133 655 

 27 424 

 60 429 

 11 853 

 9 518 

 10 902 

 13 528 

Oberfranken

 84 904 

 13 798 

 40 225 

 6 724 

 7 370 

 7 393 

 9 394 

Mittelfranken

 78 783 

 24 771 

 23 641 

 12 198 

 5 949 

 4 399 

 7 826 

Unterfranken

 99 667 

 21 172 

 31 645 

 11 775 

 13 154 

 11 082 

 10 839 

Schwaben

 164 604 

 50 507 

 56 562 

 19 053 

 8 814 

 13 265 

 16 404 

Bayern

 930 530 

 247 625 

 301 945 

 129 753 

 68 780 

 79 261 

 103 166 

Veränderung ggü.
März 2014 in %

8,8

7,6

9,7

29,5

2,9

-11,9

11,0

Auftragseingänge

Oberbayern

 288 423 

 93 589 

 52 190 

 50 997 

 9 948 

 49 481 

 32 217 

Niederbayern

 262 849 

 83 787 

 74 314 

 22 083 

 23 469 

 38 368 

 20 827 

Oberpfalz

 190 652 

 51 309 

 60 170 

 19 228 

 12 704 

 23 134 

 24 107 

Oberfranken

 79 645 

 19 664 

 13 994 

 5 914 

 4 855 

 14 129 

 21 090 

Mittelfranken

 105 047 

 34 158 

 22 516 

 13 549 

 6 714 

 12 253 

 15 859 

Unterfranken

 105 981 

 16 538 

 16 878 

 7 764 

 25 443 

 19 088 

 20 271 

Schwaben

 256 537 

 93 868 

 44 929 

 34 613 

 23 872 

 33 798 

 25 458 

Bayern

1 289 134 

 392 914 

 284 990 

 154 148 

 107 005 

 190 250 

 159 828 

Veränderung ggü.
März 2014 in %

-3,9

26,9

-32,4

26,2

-16,4

-13,6

14,0

_________

1) Einschl. landwirtschaftlicher Bau.

2) Ohne Umsatzsteuer.





Hinweis:

Die Berichterstattung basiert auf den Ergebnissen des Monatsberichts im Bauhauptgewerbe. Im Rahmen dieser Erhebung werden die bauhauptgewerblichen Betriebe von Unternehmen mit 20 oder mehr tätigen Personen befragt.


 
Ausführliche Ergebnisse bis auf Kreisebene enthält der Statistische Bericht „Baugewerbe in Bayern im März 2015“ (Berichtsnummer: E21003 201503). Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (089 2119-3205) oder Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457).






Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.