Auf einen Blick

Pressemitteilung

133/2015/34/C
München, den 20. Mai 2015

Fleischproduktion in Bayern 2014 gestiegen

Zunahme bei Geflügel und Rindfleisch

 
Im Jahr 2014 wurden in Bayern in gewerblichen Schlachtbetrieben sowie durch Hausschlachtungen 812 700 Tonnen Fleisch (ohne Geflügel) erzeugt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, bedeutet dies gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 5 700 Tonnen bzw. 0,7 Prozent. Maßgebend hierfür war die Zunahme beim Rindfleisch um 7 400 Tonnen (2,4 Prozent) auf 312 200 Tonnen. Die erzeugte Schweinefleischmenge nahm dagegen um 1 700 Tonnen bzw. 0,3 Prozent auf 497 800 Tonnen ab. Darüber hinaus wurden in gewerblichen Geflügelschlachtereien 174 100 Tonnen Geflügelfleisch erzeugt, binnen Jahresfrist ein Anstieg um 7,9 Prozent bzw. 12 700 Tonnen. Mit 986 800 Tonnen übertraf die insgesamt in Bayern im Jahr 2014 erzeugte Fleischmenge das Vorjahresniveau um knapp zwei Prozent (18 400 Tonnen).

 
Im Jahr 2014 wurden in Bayern in gewerblichen Schlachtbetrieben sowie durch Hausschlachtungen gemäß den Meldungen der Veterinärämter an das Bayerische Landesamt für Statistik 812 700 Tonnen (t) zum Verzehr geeignetes Fleisch (ohne Geflügel) erzeugt. Im Vergleich zum Vorjahr war dies eine Steigerung um 5 700 t bzw. 0,7 Prozent.

 
Auf Schweinefleisch entfielen 61,3 Prozent der gesamten Schlachtmenge ohne Geflügel (Rotes Fleisch). Binnen Jahresfrist sank die Schweinefleischproduktion geringfügig um 1 700 t bzw. 0,3 Prozent auf 497 800 t. Damit setzte sich der seit dem Jahr 2011 zu beobachtende rückläufige Trend weiter fort.

 
Die Zahl der geschlachteten Schweine nahm im gleichen Zeitraum aufgrund des etwas höheren durchschnittlichen Schlachtgewichts um 0,7 Prozent (37 500 Tiere) auf 5,2 Millionen Tiere ab. Knapp 65 Prozent des Schweinefleischs wurden in Niederbayern (198 400 t bzw. 40,0 Prozent) und Oberbayern (122 500 t bzw. 24,6 Prozent) erzeugt.

 
38,4 Prozent der Schlachtmenge an Rotem Fleisch entfielen auf die Rindfleischerzeugung. Mit 312 200 t war die produzierte Fleischmenge um 7 400 t bzw. 2,4 Prozent höher als im Vorjahr. Die Zahl der geschlachteten Rinder nahm im gleichen Zeitraum um 2,3 Prozent (20 700 Tiere) auf 909 600 zu.

 
Der regionale Schwerpunkt der Rindfleischproduktion liegt im Süden Bayerns, und zwar in Oberbayern mit 94 500 t (Anteil 30,3 Prozent) sowie in Schwaben mit 77 100 t (24,7 Prozent). Die verbleibende Schlachtmenge an Rotem Fleisch von knapp 2 700 t verteilte sich im Wesentlichen auf Schaffleisch (2 200 t) sowie in geringem Umfang auf Pferde- und Ziegenfleisch.

 
Außerdem wurden 2014 in bayerischen Geflügelschlachtereien 174 100 t Geflügelfleisch erzeugt, ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 7,9 Prozent bzw. 12 700 t. Dies ist die bisher höchste Schlachtmenge und bedeutet fast eine Verdoppelung innerhalb von elf Jahren. Der Anteil des Geflügelfleischs an der gesamten Fleischerzeugung in Bayern erhöhte sich im gleichen Zeitraum von gut neun auf fast 18 Prozent.

 
Insgesamt wurden in Bayern 986 800 t Fleisch erzeugt. Dies waren 18 400 t bzw. 1,9 Prozent mehr als im Jahr 2013 und bedeutet die bisher zweithöchste Fleischerzeugung in Bayern nach dem Rekordjahr 2010.

 
Recht unterschiedlich ist der Beitrag Bayerns zur Fleischerzeugung in Deutschland. Während beim Rindfleisch gut ein Viertel der Schlachtmenge aus Bayern stammt, sind es beim Geflügelfleisch gut ein Neuntel und beim Schweinefleisch lediglich rund neun Prozent.




Regionalisierte Zahlen:

  • Schlachtmenge aus gewerblichen Schlachtungen und Hausschlachtungen
    2014: Landkreise






Schlachtaufkommen aus gewerblichen Schlachtungen und Hausschlachtungen von Tieren in- und ausländischer Herkunft in Bayern im Jahr 2014 nach Regierungsbezirken

Gebiet

Insgesamt

davon

Rinder
zusammen

davon

Schweine

Schafe

Ziegen

Pferde

Ochsen

Bullen

Kühe

weibl.
Rinder1)

Kälber

Jung-
rinder

Tonnen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Oberbayern

 

 217 584 

 94 541 

 1 766 

 44 535 

 29 799 

 17 448 

  668 

  325 

 122 454 

  525 

  38 

  27 

Niederbayern

 

 233 764 

 34 982  

  210 

 21 181 

 7 123 

 6 098 

  200 

  170 

 198 416 

  189 

  8 

  170 

Oberpfalz

 

 45 668 

 26 974 

  138 

 7 541 

 13 319 

 5 720 

  122 

  134 

 18 397 

  238 

  19 

  39 

Oberfranken

 

 116 066 

 42 294 

  95 

 15 675 

 19 918 

 6 272 

  183 

  151 

 73 636 

  80 

  13 

  43 

Mittelfranken

 

 66 734 

 28 471 

  86 

 11 255 

 11 478 

 5 341 

  203 

  106  

 37 775 

  458 

  12 

  18 

Unterfranken

 

 33 450 

 7 922 

  165 

 3 727 

 2 450 

 1 368 

  166 

  46 

 25 161 

  344 

  13 

  10 

Schwaben

 

 99 481 

 77 064 

  802 

 31 573 

 33 017 

 10 881 

  590 

  202 

 21 986 

  403 

  19 

  10 

 

Bayern Jahr 2014

 

 812 748 

 312 248 

 3 262 

 135 487 

 117 104 

 53 127 

 2 132 

 1 135 

 497 824 

 2 237 

  121 

  317 

Jahr  2013

 

 807 088 

 304 847 

 3 153 

 131 572 

 114 830 

 52 053 

 2 192 

 1 047 

 499 500 

 2 258 

  119 

  364 

Veränderung 2014

 

 

ggü. 2013 absolut

 

 5 660 

 7 401 

  109 

 3 915 

 2 274 

 1 074 

-  60 

  88 

- 1 676 

-  21 

  3 

-  47 

%

 

  0,7 

  2,4 

  3,5 

  3,0 

  2,0 

  2,1 

-  2,7 

  8,4 

-  0,3 

-  0,9 

  2,2 

-  12,8 

___________

1) Ausgewachsene weibliche Rinder, die noch nicht gekalbt haben (Färsen).



Ausführliche Ergebnisse enthält der voraussichtlich Mitte des Jahres erscheinende Statistische Bericht C III 2 „Tierische Erzeugung in Bayern 2014“. Der Bericht kann dann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (089 2119-3205) oder Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457).





Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.