Auf einen Blick

Pressemitteilung

135/2015/56/E
München, den 22. Mai 2015

Auftragsbestand im bayerischen Bauhauptgewerbe gegenüber Ende März 2014 um 11,9 Prozent gestiegen

Tiefbau für Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen am stärksten im Plus

 
Der Auftragsbestand im bayerischen Bauhauptgewerbe bezifferte sich Ende März 2015 auf einen Gesamtwert von 6,81 Milliarden Euro und lag damit um 11,9 Prozent über Vorjahresniveau. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, ist dieses Ergebnis insbesondere auf die herausragend positive Entwicklung des Auftragsbestands in der Bausparte „Tiefbau für Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen“ zurückzuführen, der weit überdurchschnittlich um 562,9 Millionen Euro bzw. 71,1 Prozent gestiegen ist. Den bauhauptgewerblichen Auftragsbestand auf Ebene der Regierungsbezirke betrachtet, war der mit Abstand stärkste Zuwachs für Oberbayern festzustellen (+585,9 Millionen Euro bzw. +33,0 Prozent).

 
Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik verzeichnete das Bauhauptgewerbe in Bayern Ende März 2015 einen Auftragsbestand im Wert von insgesamt 6,81 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahresergebnis entspricht dies einer Zunahme um 724,4 Millionen Euro bzw. 11,9 Prozent, die insbesondere auf die herausragend positive Entwicklung im Tiefbau für Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen zurückzuführen ist.

 
Mit einer weit überdurchschnittlichen Zuwachsrate von 71,1 Prozent konnte diese Bausparte ihren Anteil am gesamten Auftragsbestand des Bauhauptgewerbes auf aktuell 1,35 Milliarden Euro bzw. 19,9 Prozent steigern (Ende März 2014: 791,3 Millionen Euro bzw. 13,0 Prozent).

 
Ein höherer Auftragsbestand als Ende März 2014 ergab sich auch für den Wohnungsbau (+19,0 Prozent) sowie für den gewerblichen und industriellen Tiefbau (+7,0 Prozent), wogegen die drei anderen Bausparten ein niedrigeres Ergebnis als vor Jahresfrist erfuhren.

 
Den bauhauptgewerblichen Auftragsbestand in Bayern Ende März 2015 regional auf Ebene der Regierungsbezirke betrachtet, zeigt sich, dass dessen größter Anteil auf die in Oberbayern ansässigen bauhauptgewerblichen Betriebe entfällt (2,36 Milliarden Euro bzw. 34,7 Prozent), weit gefolgt von den bauhauptgewerblichen Betrieben mit Sitz in der Oberpfalz (14,3 Prozent) bzw. in Niederbayern (14,2 Prozent).

 
Der vergleichsweise geringste Anteil ergab sich demgegenüber für die maßgeblichen Betriebe in Oberfranken (7,5 Prozent). Während sich dabei für die in Niederbayern und in der Oberpfalz ansässigen bauhauptgewerblichen Betriebe im Durchschnitt niedrigere Auftragsbestände als vor einem Jahr errechneten, ergaben sich für diejenigen Betriebe mit Sitz in einem der anderen fünf bayerischen Regierungsbezirke durchschnittlich höhere Auftragsbestände.

 
Den relativ stärksten Zuwachs beim bauhauptgewerblichen Auftragsbestand gegenüber Ende März 2014 erfuhren im Mittel die Betriebe in Oberbayern (+33,0 Prozent), dagegen den stärksten Rückgang die Betriebe in der Oberpfalz (-11,9 Prozent).



Hinweis:

Die Berichterstattung basiert auf den Ergebnissen der vierteljährlichen Erhebung des Auftragsbestands im Bauhauptgewerbe. Im Rahmen dieser Quartalserhebung werden die bauhauptgewerblichen Betriebe von Unternehmen mit 20 oder mehr tätigen Personen befragt.




Regionalisierte Zahlen:

  • 2015 und 2014: Erstes Quartal - Landkreise und Regionen
    Auftragsbestände im Bauhauptgewerbe in Bayern (zwei Tabellenblätter)






Auftragsbestände im Bauhauptgewerbe in Bayern

(Betriebe von Unternehmen mit 20 oder mehr tätigen Personen)

Gebiet

Auftrags-
bestände
ins-
gesamt

davon

Woh-
nungs-
bau

Gewerbl.
u. industr.
Hoch-
bau1)

Gewerbl.
u. industr.
Tief-
bau

Öffent-
licher
Hoch-
bau

Straßen-
bau

Tiefbau für Gebiets-körper-schaften u. Sozialvers.

1 000 Euro

Ende März 2015

Oberbayern

2 363 348 

 365 792 

 380 247 

 328 462 

 84 018 

 455 162 

 749 667 

Niederbayern

 963 585 

 263 848 

 334 356 

 82 202 

 70 941 

 60 062 

 152 175 

Oberpfalz

 974 335 

 169 804 

 364 519 

 139 634 

 90 004 

 93 820 

 116 554 

Oberfranken

 509 219 

 65 257 

 148 748 

 51 564 

 27 771 

 154 574 

 61 307 

Mittelfranken

 547 798 

 193 944 

 139 368 

 56 644 

 43 587 

 40 566 

 73 691 

Unterfranken

 604 421 

 77 996 

 150 677 

 111 126 

 88 262 

 54 927 

 121 433 

Schwaben

 842 402 

 280 473 

 234 943 

 102 638 

 64 815 

 80 079 

 79 454 

 

 

 

 

 

 

 

Bayern

6 805 108 

1 417 113 

1 752 858 

 872 269 

 469 397 

 939 189 

1 354 281 

Veränderungen in % gegenüber Ende März 2014

Oberbayern

33,0

12,9

3,2

-0,9

3,8

-1,1

252,9

Niederbayern

-0,3

27,1

-16,3

13,7

24,2

-36,8

13,1

Oberpfalz

-11,9

1,9

-4,0

-13,0

-38,0

-31,0

-1,2

Oberfranken

12,3

-18,3

23,7

149,7

34,8

6,0

-7,4

Mittelfranken

22,1

71,0

-0,9

-10,5

-13,1

24,2

51,6

Unterfranken

15,6

21,3

-18,4

184,0

18,5

24,7

4,3

Schwaben

4,6

19,2

16,1

-19,9

-2,4

2,2

-16,5

 

 

 

 

 

 

 

Bayern

11,9

19,0

-2,4

7,0

-5,2

-5,3

71,1

_________

1) Einschl. landwirtschaftlicher Bau.



Ausführliche Ergebnisse enthält der demnächst erscheinende Statistische Bericht „Baugewerbe in Bayern im April 2015“ (Berichtsnummer: E21003 201504). Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (089 2119-3205) oder Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457).




Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.