Auf einen Blick

Pressemitteilung

143/2015/52/D
München, den 01. Juni 2015

Rückgang um 1,4 Prozent bei Gründungen von Betrieben mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung

Gleichzeitig aber auch um 7,6 Prozent weniger Betriebsaufgaben

 
Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik wurden bei den Gewerbeämtern in Bayern von Januar bis einschließlich März 2015 insgesamt 27 548 Neugründungen und 24 223 vollständige Aufgaben gemeldet. Gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres ist die Zahl der Neugründungen damit um 4,5 Prozent zurückgegangen. Die vollständigen Aufgaben verzeichneten ebenfalls einen Rückgang um 6,0 Prozent. Von den 27 548 Neugründungen entfielen 6 242 bzw. 22,7 Prozent auf Betriebsgründungen, d.h. Gründungen von Betrieben mit voraussichtlich größerer wirtschaftlicher Bedeutung. Die Anzahl der Betriebsgründungen hat sich damit gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 1,4 Prozent verringert. Demgegenüber belief sich die Anzahl der Betriebsaufgaben im Berichtszeitraum auf insgesamt 5 064 Fälle und lag damit um 7,6 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahreswert. Die wichtigsten Wirtschaftszweige für Betriebsgründungen waren die Bereiche „Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kfz“ (23,0 Prozent aller Betriebsgründungen), „Baugewerbe“ (15,7 Prozent), „freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen“ (11,1 Prozent) sowie das Gastgewerbe (9,7 Prozent).

 
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, registrierten die bayerischen Gewerbeämter im ersten Quartal 2015 insgesamt 27 548 Neugründungen und 24 223 vollständige Aufgaben von Gewerbebetrieben. Damit sank die Anzahl der Neugründungen gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 4,5 Prozent; die Zahl der vollständigen Aufgaben ging um 6,0 Prozent zurück.

 
Von den Neugründungen entfielen 6 242 (bzw. 22,7 Prozent) auf die Gründung von Betrieben, die aufgrund ihrer Rechtsform bzw. Beschäftigtenzahl auf eine größere wirtschaftliche Bedeutung schließen lassen. Die Zahl solcher Betriebsgründungen lag damit um 1,4 Prozent unter dem Niveau des ersten Quartals 2014.

 
Die Zahl der im Berichtszeitraum neu gegründeten Kleinunternehmen belief sich auf 21 306 und ging damit um 5,3 Prozent zurück. Beim Großteil (62,5 Prozent) dieser neu gegründeten Kleinunternehmen handelte es sich um Nebenerwerbsbetriebe (-3,4 Prozent).

 
Die Gesamtzahl aller Gewerbeanmeldungen im ersten Quartal 2015 belief sich auf 35 949 und lag damit um 3,6 Prozent unter dem Wert des Vorjahresquartals. Eine Gewerbeanmeldung muss einerseits bei Neugründung eines Gewerbebetriebes getätigt werden, daneben aber auch bei Umwandlung, Zuzug oder Betriebsübernahme.

 
Während des ersten Quartals 2015 wurden außerdem 24 223 gewerbliche Tätigkeiten vollständig aufgegeben, um 6,0 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Unter den aufgegebenen Gewerben waren 5 064 Betriebe mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung (-7,6 Prozent).

 
Außerdem wurden 8 641 Nebenerwerbsbetriebe aufgegeben, um 2,5 Prozent mehr als im ersten Quartal 2014. – Insgesamt lag die Gesamtzahl aller Gewerbeabmeldungen im ersten Quartal 2015 mit 32 910 um 3,7 Prozent unter dem Wert des entsprechenden Vorjahreszeitraums.

 
Analog zu den Gewerbeanmeldungen umfassen die Gewerbeabmeldungen einerseits Schließungen (d.h. vollständige Aufgaben), andererseits aber auch Umwandlungen, Fortzüge oder Betriebsübergaben.

 
Die beliebtesten Wirtschaftszweige für die Gründung von Betrieben mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung („Betriebsgründungen“) waren die Bereiche „Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kfz“ (mit 1 433 bzw. 23,0 Prozent aller Betriebsgründungen), „Baugewerbe“ (979 bzw. 15,7 Prozent), „freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen“ (694 bzw. 11,1 Prozent aller Betriebsgründungen) sowie das Gastgewerbe (603 bzw. 9,7 Prozent).

 
Die am stärksten von Betriebsaufgaben betroffenen Wirtschaftsabschnitte waren die Bereiche „Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kfz“ (1 457 bzw. 28,8 Prozent aller Betriebsaufgaben), „Gastgewerbe“ (741 bzw. 14,6 Prozent) und das „Baugewerbe“ (683 bzw. 13,5 Prozent).



Ausführliche Ergebnisse enthält der Statistische Bericht „Gewerbeanzeigen in Bayern im März 2015“, Bestellnummer D12013 201503. Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (089 2119-3205) oder Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457).






Gewerbemeldungen in Bayern im 1. Quartal 2015 sowie im entsprechenden Vorjahreszeitraum

Art der Gewerbemeldung

1. Quartal 2015

1. Quartal 2014

Veränderung ggü.
1. Quartal 2014
(in %)

Gewerbeanmeldungen insgesamt

 35 949 

 37 281 

-3,6

davon:

Neuerrichtung

 27 688 

 28 951 

-4,4

dar.:

Neugründung

 27 548 

 28 839 

-4,5

dar.:

Betriebsgründung

 6 242 

 6 331 

-1,4

Nebenerwerb

 13 317 

 13 790 

-3,4

Zuzug

 5 023 

 5 061 

-0,8

Übernahme

 3 238 

 3 269 

-0,9

 

Gewerbeabmeldungen insgesamt

 32 910 

 34 175 

-3,7

davon:

Aufgabe

 24 409 

 25 917 

-5,8

dar.:

vollständige Aufgabe

 24 223 

 25 761 

-6,0

dar.:

Betriebsaufgabe

 5 064 

 5 479 

-7,6

Nebenerwerb

 8 641 

 8 427 

2,5

Fortzug

 4 900 

 4 918 

-0,4

Übergabe

 3 601 

 3 340 

7,8




Regionalisierte Zahlen:

  • 1. Quartal 2015: Gewerbeanzeigen
    in Bayern nach Kreisen
  • 1. Quartal 2014: Gewerbeanzeigen
    in Bayern nach Kreisen
  • Statistische Berichte:
    Gewerbeanzeigen in Bayern



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