Auf einen Blick


Pressemitteilung

147/2015/57/B
München, den 02. Juni 2015

311 Habilitationen an Bayerns Universitäten

Knapp drei Viertel der Neuhabilitierten sind an einer Universität tätig

 
2014 wurden an bayerischen Universitäten 311 Habilitationsverfahren erfolgreich abgeschlossen. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik war damit die Zahl der abgeschlossenen Habilitationsverfahren gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig (2013: 317). Wie in den Vorjahren erwarb gut die Hälfte der angehenden Professoren ihre Lehrbefähigung im Bereich Humanmedizin. Mehr als jede vierte Habilitationsschrift wurde von einer Frau vorgelegt.

 
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, haben 2014 an bayerischen Hochschulen 87 Wissenschaftlerinnen und 224 Wissenschaftler ihre Lehrbefähigung erteilt bekommen. Mit insgesamt 311 Habilitationen wurde der Zehnjahresdurchschnitt von 2004 bis 2013 (344) deutlich unterschritten. Die im Jahr 2014 Habilitierten waren im Durchschnitt 40,1 Jahre alt (Frauen: 40,7 Jahre; Männer: 39,9 Jahre).



 



 
Wie in den Vorjahren erwarb fast ein Drittel (102 oder 32,8 Prozent) der angehenden Professoren ihre Qualifikation an der Universität München. Mit 48 Habilitierten folgte 2014 die Technische Universität München knapp vor der Universität Regensburg (47) und den Universitäten in Nürnberg-Erlangen (44) und Würzburg (27).

 
Der Bereich Humanmedizin war auch 2014 mit 162 Habilitationen (52,1 Prozent) Spitzenreiter. Mit deutlichem Abstand folgten die MINT-Fächer (Mathematik, Ingenieur-, Naturwissenschaften und Technik) (65 bzw. 20,9 Prozent) und die Sprach- und Kulturwissenschaften mit 50 Habilitationen (16,1 Prozent).

 
In der Fächergruppe Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften wurden 25 Habilitationsverfahren (8,0 Prozent) erfolgreich abgeschlossen.


 



 
Mehr als jede vierte Habilitationsschrift (30,0 Prozent) wurde von einer Frau vorgelegt. 23,0 Prozent der neuhabilitierten Wissenschaftlerinnen erwarben ihre Lehrbefähigung in der Fächergruppe Sprach- und Kulturwissenschaften. Bei den Männern lag der entsprechende Anteil bei 13,4 Prozent. 17,2 Prozent der Frauen, die ihre Habilitation erfolgreich abgeschlossen haben, taten dies in einem MINT-Fach (Männer 22,3 Prozent).

 
26 der im Jahr 2014 Habilitierten (8,4 Prozent) waren ausländische Wissenschaftler. 13 der von Ausländern erfolgreich abgeschlossenen Habilitationsverfahren entfielen auf die MINT-Fächer, sieben auf Humanmedizin, fünf auf die Sprach- und Kulturwissenschaften und ein Habilitationsverfahren auf Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwis-senschaften.

 
Der überwiegende Teil der Neuhabilitierten (225 oder 72,3 Prozent) war auch 2014 an einer Universität beschäftigt (2013: 73,8 Prozent).



Hinweis: Keine regioanlisierten Zahlen.



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