Auf einen Blick

Pressemitteilung

14/2015/32/A
München, den 27. Januar 2015

Weiterer Beschäftigungsaufbau in Bayern im Jahr 2014

Zunahme um 1,1 Prozent auf 7,16 Millionen Erwerbstätige

 
Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik setzte sich der Beschäftigungsaufbau in Bayern auch im Jahr 2014 fort. Gegenüber 2013 nahm die Zahl der Erwerbstätigen um 1,1 Prozent auf 7,16 Millionen zu. In einer Rangliste der Bundesländer lag Bayern damit hinter Berlin und Baden-Württemberg auf dem dritten Platz, zusammen mit Bremen, Hamburg, Hessen und Niedersachsen. Deutschlandweit nahm die Erwerbstätigkeit um 0,9 Prozent zu.

 
Die Beschäftigung erreichte im Jahr 2014 in Bayern mit 7,16 Millionen Personen einen neuen Höchststand. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, erhöhte sich die Zahl der Erwerbstätigen gegenüber dem Jahr 2013 um 1,1 Prozent. Die Zunahme lag etwas oberhalb des gesamtdeutschen Durchschnitts von 0,9 Prozent.

 
Am stärksten nahm die Erwerbstätigkeit mit 1,7 Prozent in Berlin zu, gefolgt von Baden-Württemberg mit 1,2 Prozent. Bayern folgt zusammen mit Bremen, Hamburg, Hessen und Niedersachsen auf dem dritten Rang. Schlusslicht war Sachsen-Anhalt mit einer Abnahme um 0,6 Prozent. Es war im vergangenen Jahr das einzige Land mit rückläu-figer Beschäftigung.

 
Seit dem Jahr 2000 hat sich die Zahl der Erwerbstätigen in Bayern um mehr als 710 000 Personen bzw. um 11,0 Prozent erhöht. Lediglich in den beiden Stadtstaaten Hamburg (+13,8 Prozent) und Berlin (+11,7 Prozent) gab es prozentual eine stärkere Zunahme.

 
In Deutschland stieg die Zahl der Erwerbstätigen im selben Zeitraum um 2,74 Millionen Personen bzw. um 6,9 Prozent an. Damit entstand seit dem Jahr 2000 mehr als jeder vierte deutsche Arbeitsplatz in Bayern.

 
Sowohl im Jahr 2014 als auch in der längerfristigen Betrachtung seit 2000 verlief die Beschäftigungsentwicklung in den alten Bundesländern dynamischer als in den neuen. Jeweils in der Abgrenzung ohne Berlin nahm die Zahl der Erwerbstätigen im Jahr 2014 in den alten Ländern um 0,9 Prozent, in den neuen um 0,3 Prozent zu. Seit 2000 gab es in den alten Ländern einen Anstieg um 8,2 Prozent, in den neuen einen Rückgang um 1,8 Prozent.



Hinweis:

Bei den hier für das Jahr 2014 vorgelegten ersten, noch vorläufigen Länderergebnissen, handelt es sich um Berechnungen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ (AK ETR), dem alle Statistischen Landesämter, das Statistische Bundesamt sowie der Deutsche Städtetag angehören.

 
Die Darstellung der Erwerbstätigkeit erfolgt als durchschnittliche Größe aller Erwerbstätigen nach dem Inlandskonzept (Arbeitsortkonzept). Zu den Erwerbstätigen rechnen alle Personen, die als Arbeitnehmer (Arbeiter, Angestellte, Beamte sowie Heimarbeiter und geringfügig Beschäftigte) oder als Selbstständige einschl. deren mithelfenden Familienangehörigen, eine auf Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben, unabhängig von der Dauer der tatsächlich geleisteten oder vertragsmäßig zu leistenden Arbeitszeit.

 
Grundlage für diese Definition bilden die von der International Labour Organization (ILO) aufgestellten Normen, die im Einklang mit den entsprechenden Definitionen im Europäischen System der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (ESVG) 2010 stehen.

 
Weitere Ergebnisse zur Erwerbstätigkeit können auf der Homepage des AK ETR unter www.ak-etr.de abgerufen werden.




Erwerbstätige nach Arbeitsort in den Bundesländern im Jahr 20141)

Land

Anzahl in Mio.

Änderung

gegenüber

dem Vorjahr

in %

Änderung

gegenüber

2000

in %

Baden-Württemberg

 6 016,2

1,2

9,4

Bayern

 7 159,8

1,1

11,0

Berlin

 1 804,6

1,7

11,7

Brandenburg

 1 088,2

0,6

-0,1

Bremen

  421,2

1,1

7,0

Hamburg

 1 193,3

1,1

13,8

Hessen

 3 307,1

1,1

6,1

Mecklenburg-Vorpommern

  731,8

0,3

-4,5

Niedersachsen

 3 930,2

1,1

9,9

Nordrhein-Westfalen

 9 089,0

0,6

5,6

Rheinland-Pfalz

 1 967,2

0,8

8,9

Saarland

  519,9

0,2

0,6

Sachsen

 2 024,1

0,7

1,1

Sachsen-Anhalt

 1 009,0

 - 0,6

-5,8

Schleswig-Holstein

 1 342,6

0,7

4,8

Thüringen

 1 047,8

0,1

-2,9

 

 

 

 

Deutschland

42 652,0

0,9

6,9

 

 

 

 

Nachrichtlich:

 

 

 

Alte Bundesländer

 

 

 

  – ohne Berlin

 34 946,5

0,9

8,2

  – einschl. Berlin

 36 751,1

1,0

8,4

Neue Bundesländer

 

 

 

  – ohne Berlin

 5 900,9

0,3

-1,8

  – einschl. Berlin

 7 705,5

0,6

1,1

_______________

1) Jahresdurchschnitt.

 

Quelle: Arbeitskreise „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“.

Berechnungsstand: Januar 2015.










Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.