Auf einen Blick


Pressemitteilung

160/2015/56/E
München, den 16. Juni 2015

Umsatz im bayerischen Bauhauptgewerbe um 6,9 Prozent niedriger als im April 2014

Auftragseingänge ebenfalls unter Vorjahresniveau, Personalstand dagegen leicht im Plus

 
Im April 2015 erzielte das bayerische Bauhauptgewerbe einen baugewerblichen Umsatz von insgesamt 1,01 Milliarden Euro, was einem Minus von 6,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresergebnis entspricht. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik haben ausgenommen Ober- und Mittelfranken (+3,1 Prozent bzw. +9,3 Prozent gegenüber April 2014) alle Regierungsbezirke Bayerns zu diesem Umsatzrückgang beigetragen, darunter die Oberpfalz mit Abstand relativ am stärksten (-21,8 Prozent). Den gesamten baugewerblichen Umsatz nach Bausparten unterschieden, ist abgesehen vom öffentlichen Hochbau sowie vom Tiefbau für Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen (+3,9 Prozent bzw. +11,4 Prozent) auch für alle Bausparten eine rückläufige Umsatzentwicklung festzustellen. Das relativ stärkste Umsatzminus verzeichnete dabei der gewerbliche und industrielle Tiefbau (-21,4 Prozent). Die Auftragseingänge des Wirtschaftssektors bezifferten sich im April 2015 auf insgesamt 1,14 Milliarden Euro (-3,3 Prozent). Am Ende des aktuellen Berichtsmonats waren insgesamt 80 650 Personen im bayerischen Bauhauptgewerbe beschäftigt (+0,8 Prozent).

 
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, erwirtschaftete das Bauhauptgewerbe in Bayern im April 2015 einen baugewerblichen Umsatz in Höhe von 1,01 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahresergebnis bedeutet dies ein Umsatzminus von 74,6 Millionen Euro bzw. 6,9 Prozent, woran mit Ausnahme von Ober- und Mittelfranken (+3,1 Prozent bzw. +9,3 Prozent im Vergleich zum April 2014) alle Regierungsbezirke beteiligt waren, und zwar mit jeweils rückläufigen Veränderungsraten bis zu -21,8 Prozent (Oberpfalz). Den gesamten baugewerblichen Umsatz nach Bausparten differenziert, zeigt sich, dass allein der öffentliche Hochbau sowie der Tiefbau für Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen einen höheren Umsatz als im April 2014 verzeichneten (+3,9 Prozent bzw. +11,4 Prozent). Für die anderen Bausparten ergab sich jeweils ein Umsatzrückgang, der für den gewerblichen und industriellen Tiefbau relativ am stärksten ausfiel (-21,4 Prozent).
 
Wie der baugewerbliche Umsatz verfehlte auch der Gesamtwert der Auftragseingänge im bayerischen Bauhauptgewerbe, der sich aktuell auf insgesamt 1,14 Milliarden Euro bezifferte, das entsprechende Vorjahresergebnis (-3,3 Prozent). Für dieses Minus zeichneten sich weit überdurchschnittlich der gewerbliche und industrielle Tiefbau sowie der öffentliche Hochbau verantwortlich (-47,4 Prozent bzw. -23,7 Prozent), während zeitgleich insbesondere der Wohnungsbau (+31,4 Prozent) wesentlich höhere Auftragseingänge als vor Jahresfrist verbuchen konnte.
 
Ende April 2015 waren im bayerischen Bauhauptgewerbe insgesamt 80 650 Personen tätig, und damit 0,8 Prozent mehr Menschen als vor einem Jahr. Diese Beschäftigten arbeiteten im Berichtsmonat zusammen 8,7 Millionen Stunden (-1,5 Prozent) und bezogen dafür eine Bruttoentgeltsumme von 250,6 Millionen Euro (+1,9 Prozent).
 
Hinweis:
Die Berichterstattung basiert auf den Ergebnissen des Monatsberichts im Bauhauptgewerbe. Im Rahmen dieser Erhebung werden die bauhauptgewerblichen Betriebe von Unternehmen mit 20 oder mehr tätigen Personen befragt.

Das Bauhauptgewerbe in Bayern im April 2015

(Betriebe von Unternehmen mit 20 oder mehr tätigen Personen)

Gebiet

Bauhauptgewerbe in Bayern im April 2015

insgesamt

davon

Woh-
nungs-
bau

Gewerbl.
u. industr.
Hoch-
bau1)

Gewerbl.
u. industr.
Tief-
bau

Öffent-
licher
Hoch-
bau

Straßen-
bau

Tiefbau f. Gebiets-körper-schaften u. Sozialvers.

1 000 €

Baugewerblicher Umsatz2)

Oberbayern

 266 344 

 83 429 

 62 177 

 37 749 

 17 558 

 37 957 

 27 474 

Niederbayern

 150 767 

 38 618 

 41 215 

 10 756 

 11 480 

 15 543 

 33 156 

Oberpfalz

 133 783 

 29 866 

 46 380 

 12 387 

 15 047 

 13 214 

 16 888 

Oberfranken

 91 565 

 14 663 

 40 900 

 7 761 

 7 939 

 9 407 

 10 894 

Mittelfranken

 83 216 

 27 541 

 18 866 

 12 728 

 6 880 

 7 155 

 10 045 

Unterfranken

 105 221 

 20 696 

 27 566 

 11 237 

 17 877 

 13 658 

 14 187 

Schwaben

 179 768 

 59 140 

 50 653 

 18 898 

 10 646 

 22 213 

 18 218 

Bayern

1 010 664 

 273 953 

 287 759 

 111 517 

 87 426 

 119 148 

 130 861 

Veränderung ggü.
April 2014 in %

-6,9

-0,4

-12,0

-21,4

3,9

-14,7

11,4

Auftragseingänge

Oberbayern

 289 158 

 92 003 

 70 695 

 33 589 

 8 471 

 65 090 

 19 310 

Niederbayern

 214 998 

 68 606 

 53 201 

 14 224 

 10 390 

 38 562 

 30 016 

Oberpfalz

 144 381 

 43 929 

 42 857 

 12 416 

 8 349 

 22 471 

 14 359 

Oberfranken

 109 987 

 25 691 

 28 469 

 11 700 

 4 924 

 23 933 

 15 270 

Mittelfranken

 99 688 

 29 904 

 19 594 

 15 742 

 12 087 

 11 872 

 10 489 

Unterfranken

 90 526 

 16 861 

 25 403 

 6 883 

 12 662 

 14 527 

 14 190 

Schwaben

 187 819 

 55 660 

 37 049 

 12 368 

 15 612 

 41 965 

 25 166 

Bayern

1 136 557 

 332 653 

 277 268 

 106 922 

 72 494 

 218 419 

 128 800 

Veränderung ggü.
April 2014 in %

-3,3

31,4

2,1

-47,4

-23,7

1,3

-6,2

_________

1) Einschl. landwirtschaftlicher Bau.

2) Ohne Umsatzsteuer.



  • Statistische Berichte: "Baugewerbe in Bayern"


Ausführliche Ergebnisse bis auf Kreisebene enthält der Statistische Bericht „Baugewerbe in Bayern im April 2015“ (Berichtsnummer: E21003 201504). Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (089 2119-3205) oder Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457).




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Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.