Auf einen Blick


Pressemitteilung

17/2015/35/M
München, den 29. Januar 2015

Inflationsrate in Bayern im Januar bei minus 0,2 Prozent

Stark fallende Energiepreise drücken die Inflationsrate ins Minus

 
Im Vergleich zum Januar des Vorjahres haben sich die Verbraucherpreise in Bayern im Gesamtniveau um 0,2 Prozent verringert; ein Preisrückgang war zuletzt im September des Krisenjahres 2009 (-0,2 Prozent) zu beobachten gewesen. Zu der rückläufigen Preisentwicklung hat ganz wesentlich der Preisverfall am Energiemarkt beigetragen. So haben sich binnen Jahresfrist Heizöl um 30,7 und Kraftstoffe um 15,9 Prozent verbilligt. Ohne Kraftstoffe und Heizöl gerechnet, hätte sich der Verbraucherpreisindex im Vergleich zum Januar des Vorjahres um 0,9 Prozent erhöht. - Das Preisniveau für
Nahrungsmittel (-0,6 Prozent) ist im Gesamtdurchschnitt im Vergleich zum Vorjahresmonat leicht zurückgegangen. Bei den einzelnen Produkten verlief die Entwicklung teilweise allerdings sehr unterschiedlich. So sind beispielsweise die Preise für Butter (-18,0 Prozent) und Vollmilch (-9,5 Prozent) deutlich gefallen, während Bohnenkaffee (+11,6 Prozent) im Jahresvergleich spürbar teurer wurde. - Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, sind die Verbraucherpreise im Gesamtniveau gegenüber dem vorangegangenen Dezember um 1,0 Prozent gefallen. Auch zu diesem kurzfristigen Preisrückgang haben maßgeblich die kräftigen Preisnachlässe bei Heizöl (-11,8 Prozent) und
Kraftstoffen (-6,4 Prozent) beigetragen. Binnen Monatsfrist hat sich auch
Strom (-1,0 Prozent) etwas verbilligt, während sich die Preise für Obst (+2,2 Prozent) und
Gemüse (+7,7 Prozent) erhöht haben.

Verbraucherpreisindex für Bayern Verbraucherpreisindex für Bayern

 
Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik lag die Inflationsrate, das ist die Veränderung des Verbraucherpreisindex für Bayern gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat in Prozent, im Januar 2015 bei -0,2 Prozent; im vorangegangenen Dezember hatte sie bei +0,2 Prozent gelegen.

 
Die Preise für Nahrungsmittel sind gegenüber dem Januar des Vorjahres im Gesamtdurchschnitt um 0,6 Prozent zurückgegangen. Bei den einzelnen Produkten verlief die Preisentwicklung dabei teilweise sehr unterschiedlich.

 
Deutlich billiger als im Vorjahr waren u. a. Butter (-18,0 Prozent) und Vollmilch (-9,5 Prozent); auch Gemüse (-3,4 Prozent) war günstiger als im Vorjahr. Stark gestiegen sind hingegen die Preise für Bohnenkaffee (+11,6 Prozent).

 
Im Energiesektor sind die Preise für Heizöl gegenüber dem Januar des Vorjahres um 30,7 Prozent gefallen. Auch Kraftstoffe (-15,9 Prozent) haben sich binnen Jahresfrist spürbar verbilligt. Nur geringfügige Preisrückgänge konnten bei Gas (-0,4 Prozent) und Strom
(-0,9 Prozent) beobachtet werden. Dies war allerdings der erste Preisrückgang bei Strom seit 14 Jahren; zuletzt wurden im Dezember 2000 für Strom (-2,4 Prozent) im Jahresvergleich fallende Preise ermittelt.

 
Weiterhin entspannt verläuft im Landesdurchschnitt die Preisentwicklung bei den Wohnungsmieten (ohne Nebenkosten). Gegenüber dem Januar des Vorjahres erhöhten sie sich um 1,7 Prozent.

 
Deutlich niedriger als im Vorjahr waren im Januar weiterhin die Preise vieler hochwertiger technischer Produkte. So konnten die Verbraucher Festplattenrecorder (-7,9 Prozent), tragbare Computer (-10,2 Prozent) und Fernsehgeräte (-15,7 Prozent) deutlich günstiger beziehen als im Vorjahr.

 
Im Vergleich zum Vormonat haben sich die Verbraucherpreise im Gesamtniveau um 1,0 Prozent verringert. Maßgeblich hierzu beigetragen haben die kräftigen Preisrückgänge bei
Kraftstoffen (-6,4 Prozent) und Heizöl (-11,8 Prozent). Preiserhöhungen wurden binnen Monatsfrist hingegen bei Obst (+2,2 Prozent) und Gemüse (+7,7 Prozent) beobachtet. Im Gesamtdurchschnitt ist das Preisniveau für Nahrungsmittel (+1,2 Prozent) im Januar gestiegen.


Hinweis:

Die Presseinformation zum Berichtsmonat Januar 2015 enthält vorläufige Ergebnisse.



Endgültige und ausführliche Ergebnisse enthalten die in Kürze erscheinenden Statistischen Berichte "Verbraucherpreisindex für Bayern, Januar 2015 mit Jahreswerten von 2011 bis 2014 sowie tief gegliederten Ergebnissen nach Gruppen und Untergruppen“ (Bestellnummer: M12013, Preis der Druckausgabe: 5,70 Euro) und "Verbraucherpreisindex für Bayern mit monatlichen Indexwerten von Januar 2010 bis Januar 2015 sowie Untergliederung nach Haupt- und Sondergruppen" (Bestellnummer: M13013, Preis der Druckausgabe: 6,10 Euro). Die Berichte können im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (089 2119-3205) oder Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457).








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