Auf einen Blick


Pressemitteilung

185/2015/54/K
München, den 06. Juli 2015

Im Jahr 2014 wurden in Bayern 553 Minderjährige adoptiert

Mehr als zwei Drittel davon von einem Stiefelternteil

 
Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik wurden in Bayern im Laufe des Jahres 2014 insgesamt 553 Minderjährige adoptiert, was gegenüber dem Vorjahr (576 Adoptionen) ein Rückgang von vier Prozent bedeutet. Von den Minderjährigen waren 266 männlich und 287 weiblich. In 70 Prozent der Fälle adoptierte die Stiefmutter bzw. der Stiefvater die Minderjährigen.

 
Im Jahr 2014 wurden nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik ingesamt 553 Minderjährige adoptiert. Gegenüber 2013 mit 576 durchgeführten Adoptionen bedeutet dies einen Rückgang von vier Prozent.

 
In 446 Fällen (rund 81 Prozent) hatten die Minderjährigen die deutsche Staatangehörigkeit, 107 Minderjährige hatten keinen deutschen Pass.

 
Wie auch im Vorjahr war die Gruppe der unter Dreijährigen mit 151 Adoptionen die größte Gruppe.






Fast 72 Prozent der Minderjährigen wurde von einem Stiefelternteil (386) oder von anderen Verwandten (zwölf) an Kindes statt angenommen.

 
Somit fiel ein Großteil der Adoptionen in das den Kindern und Jugendlichen bekannte Umfeld und verursachte somit in der Regel keine größeren Veränderungen der Lebensumstände und Bezugspersonen.


Bei 155 Adoptionen bestand kein Verwandtschaftsverhältnis zwischen den Adoptiveltern und den Minderjährigen.

 
Ende letzten Jahres waren 87 Minderjährige zur Adoption vorgemerkt – 50 männliche Kinder/Jugendliche und 37 weibliche. Gleichzeitig lagen den Adoptionsvermittlungsstellen 898 Adoptionsbewerbungen vor. Das heißt, dass es rein rechnerisch für jeden zur Adoption vorgemerkten Minderjährigen zehn mögliche Adoptiveltern gab.



Hinweis: Regionalisierte Zahlen stehen nicht zur Verfügung.



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Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.