Auf einen Blick

Pressemitteilung

199/2015/2015/M
München, den 16. Juli 2015

Im Jahr 2014 wechselten in Bayern 5 843 landwirtschaftliche Grundstücke den Eigentümer

Durchschnittlicher Kaufwert rund 41 400 Euro je Hektar

 
Im Jahr 2014 wurden in Bayern 5 843 landwirtschaftliche Grundstücke (ohne Gebäude und ohne Inventar) mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 7 756 Hektar für insgesamt 321,4 Millionen Euro verkauft. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, errechnet sich daraus ein durchschnittlicher Kaufwert von 41 440 Euro je Hektar Landwirtschaftsfläche. Regional differierte der durchschnittliche Kaufwert je Hektar erheblich. Am höchsten war er in Oberbayern mit 66 138 Euro, am niedrigsten in Oberfranken mit 18 416 Euro.

 
Im Jahr 2014 wurden in Bayern gemäß den Meldungen der Finanzämter an das Bayerische Landesamt für Statistik 5 843 landwirtschaftliche Grundstücke mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 7 756 Hektar verkauft. Die Kaufsumme betrug 321,4 Millionen Euro.

 
Hierbei handelt es sich um Grundstücke ohne Gebäude und ohne Inventar mit einer Mindestgröße von 1 000 m², die zumindest in einem überschaubaren Zeitraum weiterhin landwirtschaftlich als Acker- oder Grünland genutzt werden. Je Verkaufsfall wurden durchschnittlich 1,33 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche veräußert. Bei knapp 57 Prozent der Kauffälle lag die Fläche unter einem Hektar, in lediglich 3,0 Prozent der Fälle wechselten mindestens fünf Hektar Landwirtschaftsfläche den Besitzer.

 
Im Durchschnitt errechnet sich für alle im Jahr 2014 in Bayern getätigten Verkäufe von landwirtschaftlich genutzter Fläche ein Wert von 41 440 Euro je Hektar (4,14 Euro je m²). Der durchschnittliche Kaufwert je Hektar differierte in den einzelnen Regierungsbezirken erheblich. Am höchsten war er mit 66 138 Euro in Oberbayern. Auch in Niederbayern (62 315 Euro) und Schwaben (48 848 Euro) wurde ein überdurchschnittlicher Hektar-Preis erzielt.

 
Der mit Abstand niedrigste Verkaufswert errechnete sich mit 18 416 Euro für den Regierungsbezirk Oberfranken. Dies waren rund 72 Prozent weniger als in Oberbayern und 56 Prozent weniger als im Landesdurchschnitt. Deutlich unter dem Landesmittel lag auch der in Unterfranken (20 835 Euro) erzielte Hektarerlös.

 
Hierbei ist allerdings zu beachten, dass es sich bei der Kaufwertestatistik methodisch um keine echte Preissttistik handelt, so dass die durchschnittlichen Kaufwerte für einen regionalen und zeitlichen Vergleich nur bedingt aussagekräftig sind. So wird der Verkaufspreis bei jeder Grundstückstransaktion durch andersgeartete kauffallspezifische Eigenschaften wie Bodenqualität, Lage, Nutzungsart oder Grundstücksgröße maßgeblich beeinflusst.




Regionalisierte Zahlen bis auf Kreisebene

  • Statistische Bericht: Kaufwerte
    landwirtschaftlicher Grundstücke in Bayern




Veräußerung landwirtschaftlichen Grundbesitzes* in Bayern 2014

Regierungsbezirk

 

Veräußerungs-fälle

Veräußerte Fläche der landwirtsch. Nutzung (FdlN)

Kaufwert

 

insgesamt

je Hektar veräußerte FdlN

 

 

 

Anzahl

Hektar

1 000 Euro

Euro

 

 

 

 

 

 

 

Oberbayern

 

739  

1 043,2 

68 992  

66 138 

 

Niederbayern

 

752  

1 154,4 

71 937  

62 315 

 

Oberpfalz

 

771  

1 088,3 

36 454  

33 495 

 

Oberfranken

 

766  

 856,8 

15 779  

18 416 

 

Mittelfranken

 

599  

 950,0 

31 312  

32 961 

 

Unterfranken

 

1200  

1 183,8 

24 665  

20 835 

 

Schwaben

 

1016  

1 479,6 

72 275  

48 848 

 

Bayern

5843  

7 756,1 

321 416  

41 440 

 

* Ohne Gebäude und ohne Inventar





Ausführliche Ergebnisse enthält der Statistische Bericht „Kaufwerte landwirtschaftlicher Grundstücke in Bayern 2014; Bestellnr. M17003 201400“. Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (089 2119-3205) oder Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457).



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Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.