Auf einen Blick

Pressemitteilung

20/2015/55/A
München, den 04. Februar 2015

Zum Welt-Krebs-Tag am 4. Februar

Lungen- und Bronchialkrebs ist die am häufigsten vollstationär im Krankenhaus behandelte Krebserkrankung

 
Im Jahr 2013 wurden in den bayerischen Krankenhäusern 202 707 Patienten mit Krebs als Hauptdiagnose vollstationär behandelt, rund 2,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, waren in 53,8 Prozent der Fälle die Patienten männlich und in 68,9 Prozent der Fälle 60 Jahre alt oder älter.

 
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik anlässlich des Welt-Krebs-Tages am 4. Februar mitteilt, wurden im Jahr 2013 in den bayerischen Krankenhäusern 202 707 vollstationäre Behandlungen von Patienten mit Krebs als Hauptdiagnose durchgeführt, rund 2,1 Prozent weniger als im Jahr zuvor (2012: 207 116). Nicht mitgezählt sind hier, wie international üblich, Krankenhausbehandlungen von Patienten mit der Hauptdiagnose nicht-malignen Melanoms.

 
In 53,8 Prozent aller aufgrund von Krebserkrankungen erfolgten stationären Krankenhaus-Behandlungen waren die Patienten männlich. Bezogen auf die Bevölkerung gleichen Geschlechts in Bayern wurden Männer mit 1 767 Fällen je 100 000 Einwohner jedoch deutlich öfter wegen Krebserkrankungen stationär in Krankenhäusern behandelt als Frauen mit 1 466 Fällen je 100 000 Einwohner.

 
Mit Blick auf das Alter der Patienten mit der Hauptdiagnose Krebs zeigt sich, dass 68,9 Prozent ein Alter von 60 Jahren oder mehr aufwiesen und 86,3 Prozent 50 Jahre oder älter waren. Die absolut höchste Zahl an stationären Krankenhausbehandlungen wegen Krebs betraf Patienten der Altersgruppe 70 bis unter 75 Jahre. Bemerkenswert ist, dass in den Altersgruppen 30 bis unter 55 Jahre Frauen stärker vertreten waren.

 
Mit 23 714 Fällen insgesamt war Lungen- und Bronchialkrebs die häufigste Hauptdiagnose bei den Krebserkrankungen, aufgrund derer eine vollstationäre Krankenhausbehandlung stattfand. Danach folgte Brustkrebs mit 20 032 Fällen und an dritter Stelle Dickdarmkrebs mit 12 779 Behandlungsfällen.

 
Die häufigste Krebsdiagnose bei den Frauen war mit 19 885 Fällen der Brustkrebs, an zweiter Stelle folgte mit 8 944 Behandlungsfällen Lungen- und Bronchialkrebs und an dritter Stelle Dickdarmkrebs (5 590 Fälle).

 
Bei den Männern dagegen war der häufigste Grund für einen stationären Krankenhausaufenthalt aufgrund eines Krebsleidens Lungen- und Bronchialkrebs mit 14 770 Fällen, auf Platz zwei lag mit 10 675 Behandlungsfällen der Prostatakrebs, gefolgt von Harnblasenkrebs mit 9 471 Fällen.
 
 
 

Vollstationäre Behandlungsfälle von Krebspatienten
in bayerischen Krankenhäusern 2013

Altersgruppe

Behandlungsfälle
insgesamt

davon Fälle von

 männlichen

weiblichen

Patienten

 

unter  15                     

3 276

1 785

1 491

15 bis unter 20              

1 085

 620

 465

20 bis unter 25              

1 157

 671

 486

25 bis unter 30               

1 542

 823

 719

30 bis unter 35              

2 210

 992

1 218

35 bis unter 40              

3 078

1 146

1 932

40 bis unter 45              

5 447

2 153

3 294

45 bis unter 50              

9 978

4 256

5 722

50 bis unter 55              

15 468

7 442

8 026

55 bis unter 60              

19 882

10 829

9 053

60 bis unter 65              

25 168

14 293

10 875

65 bis unter 70              

26 768

15 508

11 260

70 bis unter 75              

35 204

20 569

14 635

75 bis unter 80              

26 918

15 099

11 819

80 bis unter 85              

15 521

8 415

7 106

85 bis unter 90              

7 643

3 544

4 099

90 bis unter 95              

2 166

 821

1 345

95 und mehr                  

 196

 72

 124

 

 

 

 

insgesamt                    

202 707

109 038

93 669

 
 
Weitere Ergebnisse enthält der Statistische Bericht „Krankenhausstatistik – Grunddaten, Diagnosen und Kostennachweis 2013“. Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (089 2119-3205) oder Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457).
 
 
 

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