Auf einen Blick


Pressemitteilung

212/2015/43/L
München, den 03. August 2015

Bayerische Kommunen reduzierten 2014 weiter ihre Schuldenlast

Auch außerhalb der Kernhaushalte leichte Schuldenabnahme

 
Die Kernhaushalte der kommunalen Körperschaften in Bayern wiesen am 31. Dezember 2014 Schulden in Höhe von rund 13,9 Milliarden Euro aus. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, waren das um 0,6 Prozent oder 83 Millionen Euro weniger Schulden als im Jahr davor. Knapp 13,8 Milliarden Euro der kommunalen Schulden waren Schulden beim nicht-öffentlichen Bereich und rund 133 Millionen Euro Schulden beim öffentlichen Bereich. Die Schulden der öffentlich bestimmten Fonds, Einrichtungen und Unternehmen haben sich um 1,7 Prozent auf 22,0 Milliarden Euro verringert (-380,1 Millionen Euro).

 
Der Schuldenstand der Kernhaushalte der kommunalen Körperschaften in Bayern (Gemeinden, Gemeindeverbände, nicht-kaufmännisch buchende kommunale Zweckverbände und Verwaltungsgemeinschaften) belief sich am 31. Dezember 2014 auf 13 890,3 Millionen Euro. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, hat sich damit die Verschuldung im Laufe des Jahres um 0,6 Prozent oder rund 83 Millionen Euro verringert.

 
Bereits in den vorhergehenden Jahren wurden Schulden abgebaut: Im Jahr 2011 verringerte sich der Schuldenberg um 260,6 Millionen Euro bzw. um 1,7 Prozent, im Jahr 2012 um 461,1 Millionen Euro bzw. 3,1 Prozent und im Jahr 2013 um 550,4 Millionen Euro bzw. 3,8 Prozent.

 
Mehr Schulden als im Vorjahr wurden lediglich für drei Teilgruppen der kommunalen Körperschaften ermittelt: Die Landkreise hatten mit 2 152,8 Millionen Euro um 23,5 Millionen Euro bzw. 1,1 Prozent mehr Schulden. Die nicht-kaufmännisch bu-chenden Zweckverbände erhöhten ihren Schuldenstand um 40,5 Millionen Euro bzw. 4,7 Prozent auf 911,0 Millionen Euro, bei den Verwaltungsgemeinschaften nahm dieser um 1,6 Millionen Euro bzw. 4,4 Prozent auf 37,3 Millionen Euro zu.

 
Dagegen verminderten die kreisfreien Städte ihren Schuldenstand zum 31. Dezember 2014 um 59,0 Millionen Euro bzw. 1,3 Prozent auf 4 428,4 Millionen Euro. Auch die kreisangehörigen Gemeinden haben einen Schuldenabbau gemeldet, und zwar um 61,7 Millionen Euro bzw. 1,0 Prozent auf 6 257,2 Millionen Euro. Besonders kräftig reduzierten die Bezirke ihre Schuldenlast um 21,2 Prozent auf 103,8 Millionen Euro.

 
Die Schulden aller kommunalen Haushalte setzten sich Ende 2014 aus 13 757,1 Millionen Euro Schulden beim nicht-öffentlichen und 133,3  Millionen Euro Schulden beim öffentlichen Bereich zusammen.

 
Die Schulden beim nicht-öffentlichen Bereich der Haushalte der Gemeinden und Gemeindeverbände je Einwohner gelten in der Schuldenstatistik als ein Maßstab für die Höhe der kommunalen Verschuldung. Zum 31. Dezember 2014 ergab sich hier ein Betrag von 1 017 Euro je Einwohner.

 
In den Schulden beim nicht-öffentlichen Bereich und den Schulden beim öffentlichen Bereich sind bei den Kernhaushalten der kommunalen Körperschaften auch Kassenkredite zur Überbrückung kurzfristiger Liquiditätsengpässe enthalten. Diese hatten am 31. Dezember 2014 einen Stand von 284,1 Millionen Euro, 8,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

 
Nicht in den 13 890,3 Millionen Euro Schulden enthalten sind die Schulden der kaufmännisch buchenden öffentlich bestimmten Fonds, Einrichtungen und Unternehmen mit Sonderrechnung (FEU). Diese beliefen sich Ende 2014 auf insgesamt 21 963,1 Millionen Euro, was einer Abnahme um 1,7 Prozent entspricht.

 
Zu den FEU zählen unter anderem die kommunalen Eigenbetriebe (inklusive Krankenhäuser) mit einem Schuldenstand von 4 225,8 Millionen Euro (+0,2 Prozent), in öffentlich-rechtlicher Rechtsform geführte FEU mit 1 836,0 Millionen Euro (+31,0 Prozent) und privatrechtliche Wirtschaftsunternehmen mit 15 901,3 Millionen Euro (-4,9 Prozent). Bei allen FEU ist die Mehrheit der Anteile in öffentlicher Hand.




Weitere Informationen:

  • Statistische Berichte der Vorjahre
  • PDF der Pressemitteilung






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