Auf einen Blick


Pressemitteilung

215/2015/52/D
München, den 05. August 2015

687 363 wirtschaftlich aktive Betriebe in Bayern im Jahr 2013

Verarbeitendes Gewerbe führender Wirtschaftsabschnitt als Arbeitgeber

 
Nach Auswertungen mit Stand 31. Mai 2015 waren in Bayern im Berichtsjahr 2013 in den Wirtschaftsbereichen, die das statistische Unternehmensregister nachweist, insgesamt 687 363 Betriebe wirtschaftlich aktiv. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, waren in diesen Betrieben zum Stichtag 31.12.2013 insgesamt 4,67 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (im Folgenden auch kurz als „Beschäftigte“ bezeichnet) tätig. Der, bezogen auf die einzelnen Wirtschaftsabschnitte, größte Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten entfiel mit 28,1 Prozent auf das „Verarbeitende Gewerbe“, gefolgt vom Wirtschaftsabschnitt „Handel; Instandhaltung und Reparatur von KFZ“ mit 15,7 Prozent und dem Sektor „Gesundheits- und Sozialwesen“ mit 12,7 Prozent. – Bei der Mehrzahl (89,9 Prozent) der in Bayern ansässigen Betriebe handelt es sich um Kleinbetriebe mit bis zu neun sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Großbetriebe mit 250 oder mehr Beschäftigten machten nur 0,3 Prozent aller Betriebe aus, fungierten jedoch für über ein Drittel (34,6 Prozent) aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten als Arbeitsstätte. – 41,2 Prozent der insgesamt 687 363 Betriebe befanden sich in Oberbayern, 13,6 Prozent in Schwaben, 12,4 Prozent in Mittelfranken, jeweils gut 9 Prozent in Unterfranken und Niederbayern sowie jeweils gut 7 Prozent in der Oberpfalz und in Oberfranken. Die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten pro 100 Einwohner belief sich in Oberbayern und Mittelfranken auf jeweils rund 39 Personen; im Regierungsbezirk Niederbayern lag dieser Wert mit 33 Personen vergleichsweise am niedrigsten.

 
Das statistische Unternehmensregister ist eine - vor allem mittels Verwaltungsdaten - laufend aktualisierte Datenbank über Unternehmen und Betriebe. Diese dient der amtlichen Statistik vorrangig als Auswahlgrundlage für Erhebungen. Darüber hinaus wird sie für Auswertungen von Strukturdaten über nahezu alle Wirtschaftsbereiche genutzt (ausgenommen sind die Land- und Forstwirtschaft sowie der öffentliche Sektor).

 
Um solche Registerauswertungen zu ermöglichen, wird einmal jährlich Ende Mai ein Registerauszug erstellt. In die Auswertungen mit einbezogen werden Unternehmen bzw. Betriebe dann, wenn sie im Berichtsjahr definierte Relevanzschwellen1) bezogen auf den steuerbaren Umsatz bzw. die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten überschreiten; falls dies der Fall ist, werden sie für das Berichtsjahr mitgezählt, unabhängig davon, ob sie am Auswertungsstichtag noch wirtschaftlich aktiv waren oder nicht.

 
Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik waren in Bayern im Berichtsjahr 2013 in den Wirtschaftsbereichen, die das statistische Unternehmensregister nachweist, insgesamt 687 363 Betriebe wirtschaftlich aktiv. In diesen Betrieben arbeiteten zum Berichtsstichtag 31.12.2013 zusammengenommen 4,67 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte.

 
Der mit 28,1 Prozent (bzw. 1,31 Mio. Personen) vergleichsweise größte Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten entfiel dabei auf Betriebe des Wirtschaftsabschnitts „Verarbeitendes Gewerbe“, gefolgt vom Wirtschaftsabschnitt „Handel; Instandhaltung und Reparatur von KFZ“ mit einem Beschäftigtenanteil von 15,7 Prozent (bzw. 732 651 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten) und dem „Gesundheits- und Sozialwesen“ mit 593 794 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (bzw. 12,7 Prozent).

 
Beschäftigtenanteile von über fünf Prozent erreichten außerdem die Wirtschaftsabschnitte „Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen“ (6,5 Prozent), „Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen“ (6,0 Prozent) sowie das „Baugewerbe“ (5,5 Prozent).

 
Hinsichtlich der Größenstruktur der in Bayern ansässigen Betriebe überwiegen mit einem Anteil von 89,9 Prozent (bzw. 618 173 Betrieben) deutlich kleine Betriebe mit bis zu neun sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten; diese Kleinbetriebe boten Arbeitsplätze für 16,4 Prozent der Beschäftigten. Große Betriebe mit 250 oder mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigten machten hingegen nur 0,3 Prozent (bzw. 2 154) aller in Bayern ansässigen Betriebe aus, waren jedoch Arbeitsstätte von gut einem Drittel (34,6 Prozent) der Beschäftigten.

 
Bezogen auf die sieben bayerischen Regierungsbezirke befanden sich 41,2 Prozent der bayernweit insgesamt 687 363 Betriebe in Oberbayern, 13,6 Prozent in Schwaben, 12,4 Prozent in Mittelfranken, jeweils gut 9 Prozent in Unterfranken und Niederbayern sowie jeweils gut 7 Prozent in der Oberpfalz und in Oberfranken.

 
Von der Gesamtzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten entfielen 37,8 Prozent auf Oberbayern, 14,4 Prozent auf Mittelfranken, auf Schwaben 13,4 Prozent, auf Unterfranken knapp zehn Prozent, sowie auf Niederbayern, Oberfranken und die Oberpfalz jeweils rund acht Prozent.

 
Die durchschnittliche Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten pro 100 Einwohner lag in Oberbayern und Mittelfranken mit jeweils rund 39 Personen am höchsten, gefolgt von der Oberpfalz (knapp 36) sowie Oberfranken, Unterfranken und Schwaben mit jeweils rund 35 Personen und Niederbayern mit 33 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten pro 100 Einwohner.



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1) Die Relevanzschwellen für die Auswertung sind folgendermaßen definiert: Auswertungsrelevant wird ein Unternehmen dann, wenn es im Berichtsjahr einen steuerbaren Umsatz von mindestens 17 500 Euro hatte oder, kumuliert über die einzelnen Monatsstichtage des Berichtsjahres hinweg, drei oder mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Ein Betrieb, d.h. die Niederlassung eines Unternehmens, wird dann in die Auswertung mit einbezogen, wenn er , kumuliert über die einzelnen Monatsstichtage des Berichtsjahres hinweg, mindestens drei sozialversicherungspflichtig Beschäftigte aufweist oder wenn er die einzige Niederlassung eines Unternehmens ist, welches im Berichtsjahr einen steuerbaren Umsatz von mindestens 17.500 Euro aufweist.







Regionalisierte Zahlen:

  • 2013: Landkreise
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