Auf einen Blick


Pressemitteilung

239/2015/52/D
München, den 28. August 2015

Um 3,0 Prozent weniger Neugründungen in Bayern im ersten Halbjahr 2015

Gleichzeitig um 3,9 Prozent weniger vollständige Aufgaben gewerblicher Tätigkeit

 
Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik wurden bei den Gewerbeämtern in Bayern im ersten Halbjahr 2015 insgesamt 51 030 Neugründungen und 41 773 vollständige Aufgaben gemeldet. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2014 ist die Zahl der Neugründungen damit um 3,0 Prozent zurückgegangen. Die vollständigen Aufgaben verzeichneten ebenfalls einen Rückgang um 3,9 Prozent. Von den 51 030 Neugründungen entfielen 11 419 bzw. 22,4 Prozent auf Betriebsgründungen, d.h. Gründungen von Betrieben mit voraussichtlich größerer wirtschaftlicher Bedeutung. Die Anzahl der Betriebsgründungen lag um 0,7 Prozent über dem entsprechenden Wert des Vorjahres. Demgegenüber belief sich die Anzahl der Betriebsaufgaben im Berichtszeitraum auf insgesamt 8 895 Fälle und lag damit um 4,2 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahreswert. Die wichtigsten Wirtschaftszweige für Betriebsgründungen waren die Bereiche „Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kfz“ (23,1 Prozent aller Betriebsgründungen), „Baugewerbe“ (15,3 Prozent), „freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen“ (11,1 Prozent) sowie das Gastgewerbe (9,9 Prozent).

 
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, registrierten die bayerischen Gewerbeämter im ersten Halbjahr 2015 insgesamt 51 030 Neugründungen und 41 773 vollständige Aufgaben von Gewerbebetrieben. Damit sank die Anzahl der Neugründungen gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 3,0 Prozent; die Zahl der vollständigen Aufgaben ging um 3,9 Prozent zurück.

 
Von den Neugründungen entfielen 11 419 (bzw. 22,4 Prozent) auf die Gründung von Betrieben, die aufgrund ihrer Rechtsform bzw. Beschäftigtenzahl auf eine größere wirtschaftliche Bedeutung schließen lassen. Die Zahl solcher Betriebsgründungen lag damit um 0,7 Prozent über dem Niveau des ersten Halbjahres 2014.

 
Die Zahl der im Berichtszeitraum neu gegründeten Kleinunternehmen belief sich auf 39 611 und ging damit um 4,0 Prozent zurück. Beim Großteil (62,3 Prozent) dieser neu gegründeten Kleinunternehmen handelte es sich um Nebenerwerbsbetriebe (Rückgang um zwei Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2014).

 
Die Gesamtzahl aller Gewerbeanmeldungen im ersten Halbjahr 2015 belief sich auf 65 739 und lag damit um 2,3 Prozent unter dem Wert des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Eine Gewerbeanmeldung muss einerseits bei Neugründung eines Gewerbebetriebes getätigt werden, daneben aber auch bei Umwandlung, Zuzug oder Betriebsübernahme.

 
Während des Zeitraums von Januar bis einschließlich Juni 2015 wurden außerdem 41 773 gewerbliche Tätigkeiten vollständig aufgegeben, um 3,9 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Unter den aufgegebenen Gewerben waren 8 895 Betriebe mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung (-4,2 Prozent). Außerdem wurden 14 816 Nebenerwerbsbetriebe aufgegeben, um 4,2 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2014.

 
Insgesamt lag die Gesamtzahl aller Gewerbeabmeldungen im ersten Halbjahr 2015 mit 56 562 um 3,0 Prozent unter dem Wert des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Analog zu den Gewerbeanmeldungen umfassen die Gewerbeabmeldungen einerseits Schließungen (d.h. vollständige Aufgaben), andererseits aber auch Umwandlungen, Fortzüge oder Betriebsübergaben.

 
Die beliebtesten Wirtschaftszweige für die Gründung von Betrieben mit voraussichtlich größerer wirtschaftlicher Bedeutung („Betriebsgründungen“) waren die Bereiche „Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kfz“ (mit 2 634 bzw. 23,1 Prozent aller Betriebsgründungen), „Baugewerbe“ (1745 bzw. 15,3 Prozent), „freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen“ (1 263 bzw. 11,1 Prozent aller Betriebsgründungen) sowie das Gastgewerbe (1 130 bzw. 9,9 Prozent).

 
Die am stärksten von Betriebsaufgaben betroffenen Wirtschaftsabschnitte waren die Bereiche „Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kfz“ (2 541 bzw. 28,6 Prozent aller Betriebsaufgaben), „Gastgewerbe“ (1 303 bzw. 14,6 Prozent) und das „Baugewerbe“ (1 193 bzw. 13,4 Prozent).



Ausführliche Ergebnisse enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht „Gewerbeanzeigen in Bayern im Juni 2015“, Bestellnummer D12013 201506. Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (089 2119-3205) oder Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457).



Regionalisierte Zahlen:

  • Gewerbeanzeigen nach Kreisen in Bayern
    1. Halbjahr 2015
  • Gewerbeanzeigen nach Kreisen in Bayern
    1. Halbjahr 2014
  • Statistische Berichte:
    Gewerbeanzeigen in Bayern
  • PDF der Pressemitteilung








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