Auf einen Blick


Pressemitteilung

23/2015/54/K
München, den 10. Februar 2015

Ambulant betreute Wohngemeinschaften sind weiter im Aufwärtstrend

Als Alternative zum Leben in einer Einrichtung gewinnen sie zunehmend an Bedeutung

 
Ältere Menschen und Menschen mit Handicap nutzen - statt der Betreuung zuhause oder in einer Einrichtung - zunehmend ambulant betreute Wohngemeinschaften als Alternative. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, lebten Ende 2014 insgesamt 1 707 Menschen in einer der 237 ambulant betreuten Wohngemeinschafen im Freistaat – ein Plus von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

 
Ambulant betreute Wohngemeinschaften gewinnen zunehmend an Bedeutung für die Betreuung von älteren und/oder dementen Menschen sowie für Menschen mit einer Behinderung. Diese Wohnform bietet den Bewohnern soziale Kontakte, Selbstständigkeit und eine bedarfsgerechte Betreuung.

 
Man lebt selbstbestimmt in einer Wohnung oder einem Haus zusammen, die notwendigen Unterstützungsleistungen werden dabei gemeinsam organisiert und eingekauft. Die ambulant betreute Wohngemeinschaft ist somit als alternative Wohnform zwischen einem Leben mit Betreuung und Pflege in der angestammten Wohnung und einem Leben in einer Einrichtung einzuordnen.

 
Laut Bayerischem Landesamt für Statistik gab es im Dezember 2014 im Freistaat 237 geprüfte, ambulant betreute Wohngemeinschaften (+20 Prozent gegenüber Ende 2013) mit 1 825 Plätzen (+21 Prozent) in 1 731 Zimmern (+20 Prozent). 1 707 Menschen lebten in einer ambulant betreuten Wohngemeinschaft und somit 25 Prozent mehr als Ende 2013.

 
Von den Einrichtungen waren 152 und somit fast zwei Drittel in den Landkreisen angesiedelt, 85 in den kreisfreien Städten.

 
Entsprechend lebten in den bayerischen Landkreisen 1 114 Personen in einer ambulant betreuten Wohngemeinschaft, in den kreisfreien Städten waren es 593.

 
Auch Ende 2014 lag die Auslastung der vorhandenen Plätze wieder bei rund 90 Prozent.

 
Verglichen mit den insgesamt 112 010 Menschen, die Ende 2013 in einer stationären Pflegeeinrichtung betreut wurden, handelt es sich nach wie vor um einen eher kleinen Kreis, der jedoch seit der Verabschiedung des Pflege- und Wohnqualitätsgesetzes zum 1. August 2008 stetig wächst.



Hinweis:

Regionalisierte Zahlen sind nur bis auf Regierungsbezirksebene verfügbar.









Regierungsbezirk

Wohn-gemeinschaften

Zimmer

Plätze

Bewohner

Oberbayern

89

609

620

593

Niederbayern

26

217

225

208

Oberpfalz

31

187

196

173

Oberfranken

8

37

48

47

Mittelfranken

25

205

228

205

Unterfranken

21

157

157

139

Schwaben

37

319

351

342

Bayern    

237

1 731

1 825

1 707






Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.