Auf einen Blick


Pressemitteilung

258/2015/42/A
München, den 16. September 2015

Gut 27 Prozent der Erwerbstätigen arbeiteten im Jahr 2014 auch sonn- und feiertags

Anstieg um knapp drei Prozentpunkte im Zehn-Jahres-Vergleich

 
Im Jahr 2014 gab es in Bayern nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik rund 6,7 Millionen Erwerbstätige. Mehr als 27 Prozent von ihnen arbeitete zumindest gelegentlich auch an Sonn- und Feiertagen, wobei Männer häufiger betroffen waren als Frauen. Vor allem in den Bereichen der öffentlichen und privaten Dienstleistungen sowie der Land- und Forstwirtschaft beziehungsweise Fischerei wurde auch an Ruhetagen gearbeitet.

 
Nach den Ergebnissen des Mikrozensus, einer jährlichen Stichprobenerhebung bei einem Prozent der Bevölkerung, arbeiteten im Jahr 2014 gut 27 Prozent der 6,7 Millionen Erwerbstätigen auch an Sonn- und Feiertagen. Erwerbstätige Männer gingen zu knapp 29 Prozent und Frauen mit 26 Prozent am Sonntag oder einem Feiertag ihrer Arbeit nach.

 
Zehn Jahre zuvor lagen die jeweiligen Anteile an der Sonn- und Feiertagsarbeit noch etwas niedriger. 2004 arbeiteten nur 26 Prozent der Männer und 23 Prozent der Frauen an Ruhetagen. Somit stieg der Anteil der Erwerbstätigen, die an diesen Tagen aktiv waren, im Zehn-Jahres-Vergleich um knapp drei Prozentpunkte.

 
Knapp die Hälfte (47 Prozent) der an Sonn- und Feiertagen erwerbstätigen Personen arbeitete 2014 jedoch nur gelegentlich an diesen Tagen (2004: rund 51 Prozent). Regelmäßig tätig waren dagegen knapp 40 Prozent (2004: gut 29 Prozent) und 13 Prozent (2004: knapp 20 Prozent) waren sogar ständig arbeitsbedingt im Einsatz.

 
Die Ruhetagsarbeit betraf im Jahr 2014 vor allem Erwerbstätige in den Wirtschaftsbereichen „Land- und Forstwirtschaft, Fischerei“ (51 Prozent) sowie „Öffentliche und private Dienstleistungen“ (ohne öffentliche Verwaltung) mit knapp 40 Prozent, gefolgt von „Verkehr; Lagerei; Kommunikation“ mit knapp 28 Prozent.

 
Im Baugewerbe wurde dagegen nur selten (sieben Prozent) an Sonn- und Feiertagen gearbeitet. Am häu-figsten aktiv waren an Sonn- und Feiertagen unbezahlt mithelfende Familienangehörige (69 Prozent) und auch gut die Hälfte aller Selbstständigen (rund 52 Prozent) gab an, in dieser Zeit ihrer Arbeit nachzugehen.



Methodische Hinweise:

Die vorliegenden Ergebnisse des Mikrozensus 2014 wurden auf einen neuen Hochrechnungsrahmen umgestellt. Grundlage hierfür sind die aktuellen Eckzahlen der laufenden Bevölkerungsfortschreibung, die auf den Daten des Zensus 2011 basieren.



Ausführliche Ergebnisse enthält der noch erscheinende Statistische Bericht „Bevölkerung und Erwerbstätige Bayerns 2014; Teil II der Ergebnisse der 1%-Mikrozensuserhebung“. Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (089 2119-3205) oder Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457).




Weitere Informationen:

  • Statistische Berichte:
    Bevölkerung und Erwerbstätige Bayerns Teil II
  • PDF der Pressemitteilung






Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.