Auf einen Blick

Pressemitteilung

269/2015/53/G
München, den 25. September 2015

Gäste-Boom in München

Mehr Gäste in bayerischen Beherbergungsbetrieben, aber eine geringere Aufent-haltsdauer der Gäste

 
Die überwiegende Mehrzahl der bayerischen Regionen konnte vom Tourismusboom der letzten Jahre profitieren. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, nahmen die Gästeankünfte in den bayerischen Beherbergungsbetrieben1) von 2010 bis 2014 um 15 Prozent auf 32,5 Millionen zu, die Übernachtungen stiegen um neun Prozent auf 85,2 Millionen. Die Gästeankünfte und Übernachtungen erreichten im Jahr 2014 zum wiederholten Mal neue Rekordwerte. Zeitgleich sank jedoch die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste von knapp 2,8 auf gut 2,6 Tage. Die größte bayerische Tourismusregion nach der Zahl der Gästeankünfte und Übernachtungen ist die Landeshauptstadt München. 6,6 Millionen Gästeankünfte im Jahr 2014 bedeuten gegenüber dem Jahr 2010 einen Zuwachs von 1,0 Million Gästeankünften, 13,4 Millionen Übernachtungen ein Plus von 2,4 Millionen.

 
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, erfreut sich das Reiseland Bayern einer hohen und weiterhin steigenden Beliebtheit. 32,5 Millionen Gästeankünfte in den Beherbergungsbetrieben1) Bayerns im Jahr 2014 bedeuten einen Anstieg der Gästezahl von 15 Prozent gegenüber dem Jahr 2010 und von 36 Prozent gegenüber dem Jahr 2000.

 
Während die Zahl der Gästeankünfte in den letzten 30 Jahren überwiegend zunahm, schwankte die Zahl der Übernachtungen teilweise deutlich. So wurde das Niveau der Jahre 2000 und 2001 erst im Jahr 2011 wieder erreicht. Im Jahr 2014 lag die Zahl der Übernachtungen bei 85,2 Millionen, dies sind neun Prozent mehr als im Jahr 2000 und gut neun Prozent mehr als im Jahr 2010.

 
Ursächlich für unterschiedliche Entwicklung der Zahl der Gästeankünfte und der Übernachtungen ist, dass die Gäste zwar öfter, aber im Schnitt immer kürzer in einem Beherbergungsbetrieb übernachten. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer eines Gastes lag im Jahr 2000 bei 3,3 Tagen, bis 2010 nahm sie auf knapp 2,8 Tage ab. Im Jahr 2014 lag sie nur noch bei gut 2,6 Tagen.

 
Die überwiegende Mehrzahl der bayerischen Tourismusregionen verzeichnete im Zeitraum 2010 bis 2014 deutliche Zuwächse bei Gästeankünften und Übernachtungen. Die Landeshauptstadt München, nach dem Gästeaufkommen Bayerns größte Tourismusregion, meldete rund ein Fünftel mehr Gästeankünfte und Übernachtungen. 6,6 Millionen Gästeankünfte bedeuten ein Plus von 1,0 Millionen, 13,4 Millionen Übernachtungen ein Plus von 2,4 Millionen.

 
Im Jahr 2014 zählten die 14 Tourismusregionen im Bereich München-Oberbayern zusammen 14,5 Millionen Gästeankünfte (+17 Prozent gegenüber 2010) und 35,1 Millionen Übernachtungen (+13 Prozent). Neben München verbuchten das Münchener Umland und die Region Oberbayerns Städte (Ingolstadt, Landkreise Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen a.d. Ilm) zweistellige Zuwächse bei den Gästeankünften und Übernachtungen.

 
4,6 Millionen Gästeankünfte (+18 Prozent gegenüber 2010) und 14,0 Millionen Übernachtungen (+9 Prozent) meldeten die beiden Tourismusregionen im Regierungsbezirk Schwaben – Allgäu und Bayerisch-Schwaben – für das Jahr 2014. In den fünf ostbayerischen Tourismusregionen zusammen übernachteten im Jahr 2014 4,8 Millionen Gäste (+11 Prozent gegenüber 2010) 16,4 Millionen Mal (+3 Prozent). In den 14 fränkischen Tourismusregionen zusammen stieg die Zahl der Gäste von 2010 auf 2014 um zwölf Prozent auf 8,8 Millionen.

 
Zeitgleich wuchs die Zahl der Übernachtungen um neun Prozent auf 20,2 Millionen. Fünf Tourismusregionen (Fränkisches Seenland, Fränkisches Weinland, Haßberge, Spessart-Mainland und Städteregion Nürnberg) verzeichneten dabei zweistellige Zuwachsraten bei den Gästeankünften und Übernachtungen.

 
Der Aufwärtstrend im bayerischen Fremdenverkehr setzte sich auch in den ersten sieben Monaten 2015 fort: Die Zahl der Gästeankünfte in Bayern stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp sechs Prozent, die Zahl der Übernachtungen um nahezu vier Prozent.



_____

1) Ab dem Berichtsjahr 2012: Geöffnete Beherbergungsbetriebe mit zehn oder mehr Gästebetten, einschließlich geöffnete Campingplätze mit zehn oder mehr Stellplätzen. Bis zum Berichtsjahr 2011: Geöffnete Beherbergungsbetriebe mit neun oder mehr Gästebetten, einschließlich geöffnete Campingplätze mit drei oder mehr Stellplätzen. Der Einfluss der Änderung der Abschneidegrenze auf die Ergebnisse ist jedoch gering.



Ausführliche Ergebnisse enthalten die monatlich erscheinenden Statistischen Berichte zum „Tourismus in Bayern“. Diese Berichte können im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (089 2119-3205) oder Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457).


Gästeankünfte und -übernachtungen in Bayern in ausgewählten Jahren seit 2010 nach Tourismusregionen

Tourismusregion*)
(Einteilung der Gebiete
nach Tourismusverbänden)

 

Gästeankünfte insgesamt**)

Gästeübernachtungen insgesamt**)

 

2010

2014

Veränderung in %

2010

2014

Veränderung in %

 

2014
gegenüber
2010

01/2015 -07/2015
gegenüber
01/2014 -07/2014

2014
gegenüber
2010

01/2015 -07/2015
gegenüber
01/2014 -07/2014

 

Franken

 

dav.

Naturpark Altmühltal

 

 633 370

 686 081

8,3

2,8

1 237 455

1 411 911

14,1

-0,4

Fichtelgebirge

 

 449 244

 481 439

7,2

5,9

1 154 862

1 168 846

1,2

4,1

Fränkische Schweiz

 

 368 392

 395 030

7,2

5,4

 875 692

 940 459

7,4

0,6

Fränkisches Seenland

 

 267 610

 309 899

15,8

5,5

 829 067

 917 209

10,6

6,0

Fränkisches Weinland

 

1 067 123

1 214 139

13,8

7,9

1 893 251

2 142 881

13,2

6,5

Nürnberger Land

 

 218 821

 237 966

8,7

1,5

 489 273

 503 247

2,9

-0,9

Frankenwald

 

 239 518

 235 858

-1,5

-0,9

 810 466

 771 949

-4,8

-0,3

Haßberge

 

 100 095

 137 258

37,1

-0,3

 266 405

 313 688

17,7

5,1

Oberes Maintal - Coburger Land

 

 329 074

 327 876

-0,4

2,5

1 068 163

1 081 296

1,2

-1,3

Rhön

 

 526 116

 579 620

10,2

8,6

2 759 655

2 907 016

5,3

1,5

Romantisches Franken - vom Naturpark

 

Frankenhöhe zur Romantischen Straße

 

 660 766

 744 614

12,7

6,1

1 231 162

1 302 315

5,8

5,3

Spessart-Mainland

 

 543 863

 618 712

13,8

8,1

1 099 635

1 268 186

15,3

10,5

Städteregion Nürnberg

 

1 765 830

2 025 846

14,7

6,4

3 173 352

3 676 816

15,9

3,8

Steigerwald

 

 679 369

 778 898

14,7

8,0

1 619 292

1 751 201

8,1

6,5

Zusammen

 

7 849 191

8 773 236

11,8

6,0

18 507 730

20 157 020

8,9

3,6

Ostbayern

 

dav.

Bayerischer Wald

 

1 579 806

1 729 822

9,5

4,2

6 915 248

6 896 858

-0,3

2,6

Oberpfälzer Wald

 

 299 182

 323 312

8,1

7,3

 817 539

 837 523

2,4

6,7

Ostbayerische Städte

 

 995 287

1 056 004

6,1

4,9

1 775 233

1 886 288

6,3

3,3

Bayerischer Jura

 

 401 561

 448 960

11,8

8,9

 904 080

 954 068

5,5

7,3

Bayerisches Golf- und Thermenland

 

1 023 044

1 204 808

17,8

-0,1

5 458 143

5 790 390

6,1

-1,4

Zusammen

 

4 298 880

4 762 906

10,8

4,0

15 870 243

16 365 127

3,1

1,9

Allgäu / Bayerisch-Schwaben

 

dav.

Allgäu

 

2 574 825

3 062 945

19,0

10,0

10 385 928

11 156 300

7,4

6,1

Bayerisch-Schwaben

 

1 304 361

1 523 426

16,8

1,8

2 470 873

2 832 921

14,7

0,8

Zusammen

 

3 879 186

4 586 371

18,2

7,2

12 856 801

13 989 221

8,8

5,0

München-Oberbayern

 

dav.

Landeshauptstadt München

 

5 572 955

6 593 883

18,3

6,1

11 095 710

13 448 024

21,2

5,3

Münchener Umland

 

2 123 850

2 624 153

23,6

5,8

3 854 709

4 637 136

20,3

4,4

Oberbayerns Städte

 

 369 253

 456 924

23,7

2,0

 660 283

 867 603

31,4

-0,1

Ammersee-Lech

 

 111 224

 111 150

-0,1

4,0

 260 071

 256 697

-1,3

3,1

Starnberger Fünf-Seen-Land

 

 254 455

 276 846

8,8

1,1

 639 502

 667 868

4,4

3,7

Pfaffenwinkel

 

 155 873

 160 833

3,2

-1,8

 522 408

 547 001

4,7

-1,7

Zugspitz-Region

 

 832 519

 888 552

6,7

9,9

2 802 411

2 969 395

6,0

6,9

Tölzer Land

 

 337 783

 370 638

9,7

-1,6

1 080 357

1 167 170

8,0

0,4

Alpenregion Tegernsee Schliersee

 

 558 689

 661 471

18,4

5,7

1 932 673

2 120 404

9,7

3,4

Ebersberger Grünes Land

 

 161 120

 169 161

5,0

10,7

 332 716

 358 586

7,8

11,9

Inn-Salzach

 

 183 349

 193 073

5,3

-0,6

 380 117

 420 335

10,6

-2,1

Berchtesgadener Land

 

 527 542

 618 178

17,2

5,8

2 585 598

2 644 430

2,3

3,7

Chiemsee-Alpenland 

 

 691 484

 791 070

14,4

6,0

2 255 006

2 407 484

6,8

3,8

Chiemgau

 

 539 167

 614 616

14,0

4,8

2 604 192

2 632 302

1,1

1,5

Zusammen

 

12 419 263

14 530 548

17,0

5,6

31 005 753

35 144 435

13,3

4,2

 

Bayern insgesamt

 

28 288 883

32 461 570

14,8

5,8

77 876 550

85 222 283

9,4

3,8

____________________

*) Doppelzählungen aufgrund von Doppelzuordnungen von Gemeinden zu zwei Tourismusregionen.

**) Jeweils vorläufige Ergebnisse (Stand Berichtsmonat Dezember bzw. Juli).









Weitere Informationen:

  • Statistische Berichte:
    Tourismus in Bayern
  • Tabelle: Gästeankünfte in ausgewählten
    Jahren seit 2010 nach Tourismusregionen
  • Karte Tourismusregionen
  • Tourismus in Bayern
    ausgeählte Statistiken
  • PDF der Pressemitteilung

Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.