Auf einen Blick

Pressemitteilung

276/2015/54/K
München, den 30. September 2015

Im Laufe des Jahres 2014 erhielten mehr als 200 000 Menschen besondere Leistungen der Sozialhilfe

Auch 2014 waren Leistungen der Eingliederungshilfe für behinderte Menschen die häufigste Hilfeart

 
Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik wurden im Laufe des Jahres 2014 in Bayern 201 204 Leistungen nach den Kapiteln 5 bis 9 des zwölften Sozialgesetzbuch (SGB XII) gewährt. Verglichen mit dem Vorjahr entspricht dies einem Plus von rund einem Prozent. Wie in den Vorjahren waren (mit 133 951 Leistungen) Hilfen im Rahmen der Eingliederungshilfe für behinderte Menschen nach dem 6. Kapitel die häufigste Hilfeart. In 54 153 Fällen waren Leistungen als Hilfe zur Pflege, 7 064 Hilfen zur Gesundheit und 15 905 Hilfen zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten und Hilfen in anderen Lebenslagen erforderlich.

 
Im Laufe des Jahres 2014 wurden in Bayern 201 204 Leistungen nach dem 5. bis 9. Kapitel SGB XII gewährt. Verglichen mit dem Vorjahr entspricht dies einem Plus von 1,1 Prozent. Von den Empfängern waren 93 846 weiblich und 107 358 männlich, da-bei lag das Durchschnittsalter der Frauen mit 51 Jahren deutlich über dem der Männer mit 36 Jahren.

 
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, waren – wie in den vergangenen Jahren – mit 133 951 Leistungen – Hilfen nach dem 6. Kapitel SGB XII, Eingliederungshilfe für behinderte Menschen, die häufigste Hilfeart. Gegenüber 2013 war hier eine Zunahme von 1,4 Prozent festzustellen.

 
Besondere Aufgabe der Eingliederungshilfe ist laut SGB XII eine drohende Behinderung abzuwenden oder eine Behinderung bzw. deren Folgen zu beseitigen oder zu mildern und die behinderten Menschen wieder in die Gesellschaft einzugliedern.

 
Hierzu gehört es, den behinderten Menschen die Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen und zu erleichtern, ihnen die Ausübung eines angemessenen Berufs oder einer sonstigen angemessenen Tätigkeit zu ermöglichen oder sie so weit wie möglich unabhängig von Pflege zu machen.

 
Leistungen im Rahmen der Hilfe zur Pflege nach dem 7. Kapitel des SGB XII wurden in 54 153 Fällen gewährt – gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 1,7 Prozent. Leistungen als Hilfen zur Gesundheit nach dem 5. Kapitel wurden in 7 064 (minus 5,2 Prozent ggü. 2013) Fällen gewährt, darüber hinaus bestand in 11 129 Fällen ein Anspruch auf Übernahme der Krankenbehandlung durch die Krankenkasse. Außerdem wurden in 15 905 Fällen Leistungen als Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten und Hilfe in anderen Lebenslagen gewährt (Plus 1,7 Prozent ggü. dem Vorjahr).



Ausführliche Ergebnisse enthält der Statistische Bericht „Sozialhilfe in Bayern 2014, Teil II: Empfänger“. Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Bezug von Druckausgaben erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (089 2119-3205) oder Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457).




Empfänger von Leistungen nach den Kapiteln 5 bis 9 SGB XII im Jahr 2014

Regierungsbezirk

Insgesamt 1)

nach ausgewählten Hilfearten 2)

Eingliederungshilfe für behinderte Menschen

Hilfe zur Pflege

 

Oberbayern

70 959

42 719

19 153

Niederbayern

17 059

12 291

4 635

Oberpfalz

15 834

10 614

5 038

Oberfranken

16 965

11 786

5 031

Mittelfranken

33 041

21 933

8 523

Unterfranken

21 565

16 282

4 831

Schwaben

25 781

18 326

6 942

 

 

 

 

 Bayern                                          

 201 204

 133 951

54 153

__________

1) Empfänger(innen) mehrerer verschiedener Hilfen werden bei jeder Hilfeart bzw. jedem Ort der Hilfegewährung gezählt.

2) Mehrfachzählungen sind nur insoweit ausgeschlossen, als sie aufgrund der Meldungen erkennbar waren.




Regionalisierte Zahlen und weitere Informationen:

  • Statistische Berichte:
    Sozialhilfe in Bayern/ Teil II
  • GENESIS: Empfänger v.Leistungen
    (5.-9-Kap.SGB XII)
  • Sozialstatistik im Internet
  • PDF der Pressemitteilung






Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.