Auf einen Blick


Pressemitteilung

280/2015/34/C
München, den 02. Oktober 2015

Zum Erntedankfest

Teils merkliche Ernteeinbußen durch Trockenheit und Hitze

 
Die schon sehr alte Tradition des Erntedankfestes - gefeiert am ersten Sonntag im Oktober - erinnert jedes Jahr wieder an die große Bedeutung der Landwirtschaft für eine ausreichende Nahrungsversorgung der Bevölkerung. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik hat es in Bayern im laufenden Jahr eine sehr gute Getreideernte (ohne Körnermais) von knapp 7,4 Millionen Tonnen gegeben. Auf das Brotgetreide (Weizen und Roggen) entfallen hierbei fast 4,5 Millionen Tonnen. Bei Kartoffeln wird aufgrund der lange anhaltenden Trockenheit und Hitze im Sommer nur mit einer Ernte von 1,4 Millionen Tonnen gerechnet, der zweitniedrigsten Ernte der Nachkriegszeit. Auch ein vielfältiges Gemüseangebot steht heuer wieder zur Verfügung. So brachte die Spargelsaison nach vorläufigen Berechnungen eine Spitzenernte von gut 18 000 Tonnen. Neben Spargel werden in Bayern in größerem Umfang auch Speisezwiebeln, Einlegegurken und diverse Salate angebaut. Im Obstanbau wird eine Apfelernte von etwa 27 000 Tonnen veranschlagt.

 
Nach dem derzeit noch vorläufigen Ergebnis hat es dieses Jahr in Bayern eine sehr gute Getreideernte (ohne Körnermais) von knapp 7,4 Millionen Tonnen gegeben. Dies ist die bisher dritthöchste Erntemenge nach dem Rekordjahr 2004 sowie dem Vorjahr.

 
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, entfallen hiervon rund 4,5 Millionen Tonnen auf Brotgetreide, das sind Weizen und Roggen. Mit einem Anteil von fast 96 Prozent der Brotgetreideernte ist der Weizen eindeutig dominierend.

 
Während beim Weizen mit 4,3 Millionen Tonnen die bisher zweithöchste Ernte eingefahren wurde, die den mehrjährigen Durchschnitt der Jahre 2009 bis 2014 um fast 13 Prozent übertrifft, wurde beim Roggen (einschließlich Wintermenggetreide) aufgrund einer deutlich reduzierten Anbaufläche nur eine unterdurchschnittliche Ernte von rund 188 000 Tonnen erzielt, die das mehrjährige Mittel um gut 18 Prozent verfehlt. Pro Kopf der in Bayern lebenden Bevölkerung wurden rund 355 kg Brotgetreide eingebracht.

 
Beim Kartoffelanbau ist Bayern nach Niedersachsen das zweitwichtigste Anbauland in Deutschland. 2015 haben Bayerns Landwirte ersten Schätzungen zu Folge aufgrund der anhaltenden Trockenheit im Juli und August lediglich 1,4 Millionen Tonnen Kartoffeln gerodet. Jeder Einwohner des Freistaats kann folglich mit rund 112 kg heimischen Kartoffeln versorgt werden, im Vorjahr waren es 148 kg.

 
Im Freistaat wird auch eine Vielfalt an Gemüse angebaut. Die von der Anbaufläche bedeutendsten Gemüsearten sind Spargel, Speisezwiebeln, Einlegegurken, diverse Salate, Karotten sowie Weißkraut. Für 2015 liegt derzeit nur ein vorläufiges Ergebnis für Spargel vor. Hiernach wurde in der diesjährigen Spargelsaison eine Spitzenernte von gut 18 000 Tonnen „gestochen“.

 
Zur gesunden Ernährung gehört auch der Verzehr von Obst. Hier überwiegt in Bayern der Apfelanbau. Die diesjährige Apfelernte wird sich voraussichtlich auf gut 27 000 Tonnen belaufen. Bei Birnen wird eine Ernte von etwa 5 000 Tonnen erwartet. In beiden Fällen wird die Ernte unter dem langjährigen Durchschnitt liegen. Pro Kopf der Bevölkerung Bayerns stünden somit aus heimischem Anbau rund 2,2 kg Äpfel und etwa 360 g Birnen zur Verfügung.



Weitere Informationen:

  • Pressemitteilung aus dem Vorjahr
  • PDF der Pressemitteilung






Nachdruck - auch auszugsweise - mit Quellenangabe erwünscht.